Donnerstag, Dezember 27, 2007

Ein rückblickender Ausblick - Teil 3/3.

Um diese kleine Serie nach einigen Tagen Pause nun endlich abzuschließen, gibt es jetzt die noch fehlenden Plätze eins bis sechs:

1. Bayern München, 36 Punkte, 31:8 Tore
Trotz der kleinen Krise, die die Bayern am Ende der Hinrunde durchmachen mussten, kann man getrost sagen, dass sie zur Winterpause zurecht ganz oben stehen: Nicht einmal waren sie nicht auf Platz eins und die Bilanz mit nur einer Niederlage und einem Torverhältnis von +23 kann sich schon sehen lassen. Ebenfalls festzustellen ist aber, dass es bei den Bayern ein klares Gefälle zwischen erster und zweiter Hälfte der Hinrunde gibt. Bis zum 10. Spieltag wurde bis auf zwei Unentschieden nur gewonnen; Bayern wurde zur Übermannschaft erklärt und die Meisterschale wahrscheinlich schon zum Graveur gebraucht. Von den letzten sieben Spielen gewannen die Münchener dann aber nur noch zwei, hinzu kamen die einzige Niederlage in Stuttgart und gleich vier 0:0-Unentschieden, davon zwei in der Allianzarena und keins davon gegen eins der Spitzenteams von den Plätzen zwei bis sechs. Sollte sich diese etwas sonderbare Schwäche zu Beginn der Rückrunde fortsetzen, könnte es tatsächlich passieren, dass der FCB die schon gesichert geglaubte Schale wieder aus der Hand geben muss. Entscheidend dürfte der Start ins neue Jahr sein - findet Bayern dann zur Stärke vom Saisonbeginn zurück und schlägt inbesondere Werder am 19. Spieltag, dürfte es schwer sein, den Bazis noch in die Suppe zu spucken. Allerdings besteht auch immer die Möglichkeit, dass sie das selbst übernehmen.

2. Werder Bremen, 36 Punkte, 42:24 Tore
Werder kam in dieser Serie unter anderem wegen unfassbar vieler verletzter Spielerganz schwer in Schwung und brauchte bis zum achten Spieltag, um eine gewisse Konstanz in die doch arg schwankenden Leistungen zu bringen. Glücklicherweise hielt die gute Form ab dem 8:1-Rekordsieg gegen Bielefeld bis zum Hinrundenende an. Sowohl Sturm als auch Abwehr hatten bis dahin ungekannte Schwächen offenbart. Seitdem hat wenigstens die Offensive zu alter Galaverfassung zurückgefunden und für insgesamt 42 Treffer gesorgt - Bayern München kommt als zweitbester in dieser Rubrik mit seinem "Traumsturm" auf lediglich 31 Tore. Ein kleiner Haken ist nach wie vor die Defensive. 24 Gegentore sind für einen Tabellenzweiten eigentlich zu viel; selbst der MSV Duisburg hat als Letzter nur zwei Buden mehr kassiert. Sollte Werder in dieser Hinsicht noch stabiler werden und die Abteilung Attacke mit den Anführern Diego und immer mehr auch Jensen weiter so bombig aufspielen, dürfte Werder bis zum Ende der Saison am ernsthaftesten die Bayern ärgern können. Das Potential dafür ist definitiv vorhanden, allerdings muss auch ein wenig Glück und ein gutes Ergebnis in München dazu kommen, um weiter ganz oben dabei zu sein.

3. Hamburger SV, 32 Punkte, 24:13 Tore
Ich finde es ziemlich überraschend, dass der HSV in dieser Saison so weit oben mitspielen kann. Nach der vergangenen Rückrunde, mit der die Hamburger unter Huub Stevens die Totalkatastrophe noch abwenden konnten, war zwar schon recht offensichtlich, dass so etwas wie die Hinrunde 2006 nicht noch einmal passieren würde, aber ich hatte Hamburg doch eher auf den Plätzen fünf bis zehn erwartet als unter den Top 3, wo sich die Rothosen immerhin seit dem zehnten Spieltag festgebissen haben. Für den Erfolg sehe ich wenig überraschend hauptsächlich zwei Personen verantwortlich: Stevens hat den Hamburgern ein wenig ansehnliches, aber effektives taktisches Defensivkonzept verordnet, wodurch der HSV nur 13 Tore kassiert hat und die zweitbeste Abwehr der Liga stellt. In der Offensive ist es hauptsächlich van der Vaart zu verdanken, dass Hamburg hin und wieder auch mal ein Törchen schießt und nicht ständig 0:0 spielt. Ich gehe davon aus, dass sich der HSV-Plan in der Rückrunde nicht ändern und auch nicht weniger erfolgreich sind wird, weshalb Hamburg ein CL-Platz oder sogar der Kampf um die Meisterschaft durchaus zuzutrauen sind.

4. Bayer Leverkusen, 30 Punkte, 32:16 Tore
Leverkusen hat eine ziemlich achterbahnartige Hinrunde hinter sich: Bis zum zehnten Spieltag ging's mit der Truppe von Michael Skibbe ständig rauf und runter. Erst danach steigerte sich Bayer stetig und kletterte bis auf Platz vier, der seit dem 15. Spieltag gehalten wird. Eine große Stärke von Leverkusen ist die gute Offensive - mit 32 Toren stellen die Rheinländer den zweitbesten Angriff der Liga. Das große Problem, dass sie noch loswerden müssen, wenn sie auf Dauer in der Spitze mitmischen wollen, ist das Fehlen von richtig guten Ergebnissen gegen andere Topteams. Gegen die vier Konkurrenten in den Top 5 holte Leverkusen sich drei Niederlagen ab und spielte lediglich gegen Schalke unentschieden. Das muss in der Rückrunde besser werden, da es sich kein Team, egal wo in der Tabelle, erlauben kann, gegen direkte Widersacher ständig Punkte liegen zu lassen. Für Leverkusen dürfte es bis zum Ende spannend bleiben, ob wirklich ein Platz im internationalen Geschäft herausspringt; drin ist der aber allemal.

5. Schalke 04, 29 Punkte, 26:17 Tore
Schalke hat von 17 Spielen lediglich zwei verloren und steht dennoch "nur" auf Platz fünf. Das Problem sind die vielen Unentschieden, von denen S04 bereits acht Stück auf dem Konto hat. Die Folge: Sieben Punkte Rückstand auf die Plätze eins und zwei. Mut dürfte den Gelsenkirchenern machen, dass sie sich keinem der der vier besser gestellten Teams geschlagen geben mussten. Gegen Bayern, Werder, den HSV und Leverkusen gab es jedesmal ein 1:1. Ist Schalke in der Rückrunde gegen die direkte Konkurrenz ähnlich stark und vermeidet dumme Niederlagen wie die in Cottbus oder zuhause gegen den KSC, dann kann Schalke bestimmt noch einen ordentlichen Kampf um die CL-Plätze bieten. Zur Meisterschaft wird es allerdings nicht reichen - dafür fehlt einfach die Konstanz und das letzte bisschen nötige Klasse.

6. Karlsruher SC, 28 Punkte, 19:21 Tore
Die Sensation der bisherigen Spielzeit. Sich als Aufsteiger so hartnäckig oben festzubeißen, dazu gehört schon was. Spannend wird sein, zu sehen, wie sich der KSC in der zweiten Saisonhälfte schlägt. Mit 28 Punkten haben die Badener zu ihrem Glück jetzt schon so viele Punkte auf dem Konto, dass der Abstiegskampf für sie kein Thema mehr sein dürfte. Ich tippe, dass sie mindestens noch von Hannover und Stuttgart überholt werden, aber ein einstelliger Tabellenplatz ist durchaus drin - falls sie nicht in der Rückrunde einbrechen und mal vier oder fünf Spiele am Stück verlieren, wozu ein Aufsteiger ja immer mal in der Lage ist. Wichtig ist auch, dass die Karlsruher Verantwortlichen es schaffen, die Ruhe im Verein zu bewahren. Bei den tollen Leistungen in der ersten Saisonhälfte ist zu erwarten, dass der eine oder andere Spieler auf dem Einkaufszettel der Konkurrenz landet und dadurch in der bisher heilen KSC-Welt einiges ins Wanken gerät. Zu wünschen ist es ihnen auf jeden Fall, dass sie ihre richtig starke Saison gut zu Ende bringen können. Im Gegensatz zu den anderen Aufsteigern Duisburg und Rostock sind sie nämlich eine echte Bereicherung für die Bundesliga.

Dienstag, Dezember 25, 2007

Die Sofa-Experten wünschen frohes Fest...



...und dass sich die Winterpause nicht so furchtbar lang anfühlen möge!

Donnerstag, Dezember 20, 2007

Die schönsten Werdertore 2007.

Ohne große Worte, einfach zum Genießen:







Ein rückblickender Ausblick - Teil 2/3.

"Ein rückblickender Ausblick - Teil 1/3" siehe einen Post weiter unten.

7. Hannover 96, 27 Punkte, 27:28 Tore
Hannover hat eine ganz und etwas überraschend starke Hinrunde gespielt. Leider haben sich die 96er einiges von dem, was sie unter anderem mit einem sensationellen 4:3 gegen Werder erreicht hatten, am 17. Spieltag in Cottbus wieder kaputt gemacht. Dort verlieren ist doof, kann aber passieren - dort 1:5 untergehen darf man aber unter keinen Umständen. Schade aus Hannoveraner Sicht, dass sie jetzt mit einem ziemlich schlechten Gefühl in die Pause gehen mussten. Dieses letzte Spiel vor dem Winter spricht dagegen, dass 96 schon genug Potential hat, um bis zum Ende der Saison ganz oben mitmischen zu können. Ich glaube, dass Hannover sich am Ende auf einem Platz zwischen sechs und zehn wiederfinden wird, 08/09 dann aber ein kräftiges Wörtchen um die UEFA-Cup-Plätze mitreden kann.

8. VfB Stuttgart, 25 Punkte, 24:25 Tore
Bisher eine ziemlich wilde und unbefriedigende Saison für den Meister, dem ich jetzt schon ohne Bedenken ein Ex- voranstellen würde. Die momentane Punkte- und Torbilanz ist einfach zu schlecht, um noch einen Anspruch auf einen der ersten drei Tabellenplätze, geschweige denn die Titelverteidigung, haben zu können. Es ist schwierig, aus diesem "Absturz" des VfB schlau zu werden. Die Mannschaft hat auch in dieser Saison schon ein paar Glanzlichter gesetzt (3:1 gegen Bayern, 4:1 in Frankfurk), sich aber viel mehr unerklärliche Gurkenspiele erlaubt (u.a. Heimniederlagen gegen Dortmund & Hannover). Teilweise kamen sehr gute und unfassbar schlechte Leistungen an zwei Wochenenden hintereinander. Auch Armin Veh wirkte manchmal so, als wüsste er nicht so richtig, was er davon halten und vor allem wie er Konstanz in seinen Laden bringen soll. Ich traue Stuttgart durchaus zu, in der Rückrunde ein paar mehr Spiele zu gewinnen und am Ende noch auf einem der ersten fünf Plätze zu landen. Dafür müsste es aber schon extrem gut laufen - realistischer ist wohl eine Teilnahme am UI-Cup im kommenden Sommer.

9. Eintracht Frankfurt, 23 Punkte, 19:23 Tore
Frankfurt stand in dieser Saison noch nie schlechter da als auf Platz elf, was für einen jedes Jahr aufs Neue als möglichen Absteiger gehandelten Verein ja schonmal nicht ganz schlecht ist. Auf dem Weg zu diesem guten Zwischenergebnis haben die Hessen gezeigt, dass sie völlig verdient bisher nix Ernsthaftes mit dem Abstiegskampf zu tun hatten: Der HSV wurde besiegt, Leverkusen ebenfalls und in der Allianz-Arena immerhin ein Punkt erkämpft. Friedhelm Funkel scheint eine ganz brauchbare Truppe zusammengestellt zu haben, der allerdings ab sofort ein nicht ganz unwichter Baustein fehlen wird: Albert Streit wird demnächst für Schalke tätig sein und der Eintracht nicht mehr mit seiner Kreativität zur Verfügung stehen. Das könnte für die eine oder andere gute Offensivaktion weniger sorgen, sollte aber keine so große Katastrophe für Frankfurt sein, dass sie noch ganz unten reinschlittern. Wie schon in der Hinrunde wird es sich Eintracht Frankfurt auch im Rest der Saison im grauen Mittelfeld der Liga gemütlich machen.

10. Borussia Dortmund, 21 Punkte, 26:30 Tore
Eine der Wundertüten der Liga. Beim BVB fragt sich der Fan jede Woche aufs Neue, was er am Spieltag wohl geboten bekommt. Das reicht dann von überzeugenden 3:0-Heimsiegen gegen Bremen bis hin zu deprimierenden 0:4-Auswärtspleiten in Wolfsburg. Wäre ich BVB-Fan, würde mich am meisten nerven, dass Thomas Doll nach jedem Rückschlag fiese Konsequenzen ankündigt, die dann aber entweder nicht fies oder komplett ausfallen. Dazu kommen Spieler, die viel Potential besitzen, es aber reichlich selten abrufen - mit Nelson Valdez sei hier nur ein (besonders schwerer) Fall genannt. Richtig aufräumen sollten die Dortmunder mal in der Abwehr. Ein vernünftiger, nicht gefühlte 47 Jahre alter Innenverteidiger würde der Mannschaft sicher helfen und für ein etwas besseres Torverhältnis und den einen oder anderen Punkt mehr sorgen. In dieser Saison wird aus Dortmund keine konstante Spitzenmannschaft mehr - der UI-Cup-Platz dürfte das höchste aller Gefühle sein.

11. VfL Wolfsburg, 20 Punkte, 30:30 Tore
Der VfL hat in diesem Jahr die schlechteste Hinrunde seiner Erstligageschichte gespielt und vor allem auswärst herzlich wenig gerissen. Von den lezten fünf Spielen fern der Heimat brachten die Wölfe nicht einen Sieg mit - viel zu wenig für einen Verein mit relativ hohen Ansprüchen. Die fast heilige Dreifaltigkeit Felix Magath hat es bisher nicht geschafft, eine Mannschaft zu basteln, die um die mindestens angestrebten UEFA-Cup-Ränge mitspielen kann, und das dürfte auch in der Rückrunde nicht mehr gelingen. Dafür gibt es in Wolfsburg zu viele Baustellen - unter anderem die Torwartfrage - und zu viele bereits liegen gelassene Punkte. Am Ende Platz sieben, maximal.

12. Hertha BSC, 20 Punkte, 19:24 Tore
Nach dem sechsten Spieltag standen die Berliner auf Platz zwei der Tabelle und fühlten sich gleich als erster Verfolger der Überbayern. Seitdem ging es fast stetig bergab, bis die Reise am 16. Spieltag vorerst auf Platz 12 endete. Von den letzten vier Spielen vor der Winterpause wurde keins gewonnen, auf fremdem Platz gab es fünf Mal hintereinander auf den Sack. Das Gute daran: In der Rückrunde kann es eigentlich nur besser werden - ein noch tieferes Abrutschen traue ich Hertha nämlich nicht zu. Eine gute Chance, sich in der Tabelle ein wenig zu verbessern, bietet das auf dem Papier relativ leichte Startprogramm nach der Winterpause: In den ersten drei Heimspielen geht es gegen Frankfurt, Bielefeld und Duisburg. Drei Siege in diesen Begegnungen und dazu noch der eine oder andere Auswärtspunkt und Hertha kann am Ende noch ernsthaft um die Qualifikation fürs internationale Geschäft mitspielen.

Teil 3 dieser kleinen Serie wird eventuell ein paar Tage auf sich warten lassen, da es an Weihnachten vermutlich besseres zu tun gibt, als im Internet abzuhängen. Guckt doch einfach nach den Feiertagen wieder rein, dann melden sich die Sofa-Experten wieder verstärkt zu Wort.

Dienstag, Dezember 18, 2007

Ein rückblickender Ausblick - Teil 1/3.

17 Spieltage und damit die Hälfte der Saison 2007/08 sind rum, jetzt stehen erst einmal sechs Wochen Winterpause an. Eine gute Gelegenheit, auf das bisher Gewesene zurückzublicken und die Erkenntnisse bis hierhin zu nutzen, um die eine oder andere Prognose abzugeben, wohin die Reise für die 18 Erstligavereine bis zum Saisonende im Mai geht. Los geht's mit den sechs Kellerkindern auf den Plätzen 13 bis 18, im zweiten und dritten Teil folgen dann das graue Mittelfeld von Platz sieben bis zwölf und schließlich die heißesten Europapokalkandidaten auf den Plätzen eins bis sechs.

13. VfL Bochum, 19 Punkte, 25:27 Tore
Bochum hat sich über die gesamte Hinrunde gesehen meiner Meinung nach ein bisschen unter Wert verkauft. Nach dem 14. Spieltag stand der VfL noch auf Platz zehn und war wesentlich weiter vom Abstiegsstrudel entfernt als jetzt, wo es mit nur vier Punkten Abstand auf den katastrophalen Platz 16 nicht so toll aussieht. Großes Plus der Bochumer ist die verhältnismäßig gute Offensive und das daraus resultierende annehmbare Torverhältnis: 25 Tore und -2 sind mit Abstand das Beste, was die sechs "Kellerkinder" betrifft. Ich denke, Bochum wird es in der Rückrunde schwer haben, sich frühzeitig von den Abstiegsplätzen zu distanzieren, es am Ende aber schaffen. Dafür sprechen gute Fußballer wie Sestak oder Epalle; ein bisschen wird es aber drauf ankommen, wie Bochum in die Rückrunde kommt - leider ist das erste Spiel in Bremen gleich gut für einen richtigen Nackenschlag.

14. Arminia Bielefeld, 18 Punkte, 19:38 Tore
Bemerkenswert: Bielefeld hat trotz teilweise niederschmetternder Leistungen bisher nicht eine einzige Woche auf einem Abstiegsplatz gestanden. Am 17. Spieltag rettete ein überraschender Heimsieg gegen Meister Stuttgart ein vorerst letztes Mal die Arminen vor diesem Schicksal. Ob diese Reaktion nach dem Rauswurf von "Jahrhundercoach" Middendorp nur ein Strohfeuer war oder tatsächlich Mut für die Rückrunde machen kann? Ich gehe von ersterem aus und vermute, dass Bielefeld bis zum Schluss um die Fahrkarten Richtung zweite Liga mitspielen wird. Auswärts sind die Ostwestfalen einfach unglaublich schlecht und zu Hause erwarten sie in der Rückrunde Gäste wie Bremen, Hamburg und Leverkusen. Dazu kommt das nach Pleiten wie dem 1:8 bei Werder und einem 1:6 in Dormund miserable Torverhältnis Bielefelds, dass bei Punktgleichheit immer für den Gegner spricht. Da hat sich der neue Trainer Michael Frontzeck wahrlich keiner leichten Aufgabe angenommen.

15. Hansa Rostock, 17 Punkte, 16:26 Tore
Meiner Meinung nach ein kleines Wunder, dass Hansa zur Winterpause über dem Strich steht - wenn auch nur gaaanz knapp. Nach den ersten paar Spieltagen war Rostock für mich Abstiegskandidat Nummer 1, aber dann haben sie sich ein bisschen berappelt. Problematisch ist ganz klar der schwache Angriff, nur der Tabellenletzte Duisburg hat noch ein Tor weniger geschossen. Dazu kommt, dass Rostock von Auswärtsspielen nur selten Zählbares zurück an die Ostsee bringt, zuletzt wurden vier Duelle in der Fremde hintereinander verloren. Trotz des Überwinterns am rettenden Ufer und etwas besseren Vorstellungen im zweiten und lezten Vorrundendrittel zählt Hansa Rostock für mich zu den drei sichersten Kandidaten für den Abstieg.

16. 1. FC Nürnberg, 15 Punkte, 21:28 Tore
Die Negativüberraschung der Saison, da gibt's kein Vertun. Nach dem vergangenen Bombenjahr mit Pokalsieg und damit verbundener UEFA-Cup-Quali grützen die Franken in dieser Saison in der Liga rum, dass es jedem Fürth-Fan eine Freude ist. 2007 hatte der Club zur gleichen Zeit acht Punkte mehr und stand auf Platz sieben - ein Zwischenergebnis, von dem die Nürnberger im Moment nur träumen können. Dabei hat sich die Mannschaft nicht wesentlich verschlechtert. Okay, der letzte Saison sehr gute Schäfer hat das Tor verlassen und in Blazek einen nicht so überzeugenden Nachfolger bekommen, aber sonst? Misimovic wurde als Verstärkung für's Mittelfeld geholt, für den Sturm hat Hans Meyer Charisteas bekommen - auf dem Papier ganz klare Verbesserungen, die aber leider eindeutig beweisen, dass zwischen Theorie und Praxis wie so oft ein feiner Unterschied besteht. Trotz einer (mit Verlaub) Kackhinrunde: Nürnberg wird sich in der zweiten Saisonhälfte genügend berappeln und zumindest nicht absteigen - zu viel mehr dürfte es in 2008 aber wohl nicht mehr reichen.

17. Energie Cottbus, 15 Punkte, 17:27 Tore
Die wenigsten Siege, ganz wenige Tore (von dem sensationellen 5:1 gegen Hannover mal abgesehen) - Cottbus muss ohne Widerrede als einer der aussichtsreichsten Anwärter auf einen Platz in Liga 2 im kommenden Jahr gelten. Untermauert wird diese zugegeben nicht sehr mutige Prognose von dem Fakt, dass Energie an 17 Spieltagen elf Mal auf die rote Laterne aufpassen durfte. Auch der Trainerwechsel von Sander zu Prasnikar hat - was allein die Ergebnisse angeht - nicht allzu viel gebracht, die längst überfällige Ablösung von Torwartgurke Piplica durch Tremmel zumindest gefühlt ein bisschen mehr. Mir ist natürlich klar, dass ein Team mit so beschränkten Möglichkeiten wie Cottbus sicher keinen Hurra-Fußball spielen kann, aber dennoch möchte ich die Gelegenheit nutzen, meine Abneigung gegenüber deren Beton-Defensiv-Gewürge auszudrücken. Allein dafür hätten sie den Abstieg verdient. Wenn dann noch wie jetzt fehlende Punkte dazukommen, droht wohl mal wieder mindestens ein Jahr im Unterhaus.

18. MSV Duisburg, 13 Punkte, 14:26 Tore
Ganz, ganz düster sieht's aus am Rande des Ruhrpotts. Auch Torjägerkanone a. D. Ailton konnte nichts dagegen tun, dass beim MSV zum Weihnachtsfest nicht mehr ganz viele Lichter brennen. 13 Punkte sind zum Überleben zu wenig, aber leider nicht zuviel zum Sterben. Wie viele Abstiegskandidaten plagt den MSV eine ausgeprägte Auswärtsschwäche; dazu kommt noch die größte Sturmflaute von allen. Ich gehe mal davon aus, dass Großsponsor Walter Hellmich in der Winterpause einiges an Geld in die Hand nehmen wird, um "seinen" Verein für die schon jetzt zum fast aussichtslosen Kampf mutierte zweite Saisonhälfte richtig aufzumöbeln. Wenn der Verein es schafft, einen Stürmer mit einer guten Handvoll Tore im Gepäck an die Wedau zu locken, geht da ganz vielleicht noch was. Ich würde aber eher nicht drauf wetten.

Teil 2/3 des rückblickenden Ausblicks folgen voraussichtlich in den nächsten Tagen.

Sonntag, Dezember 16, 2007

Samstag, Dezember 15, 2007

Weihnachtsschnäppchen: Rassistisches Verhalten im Sonderangebot.

Wie ich vorhin im ZDF-Videotext gelesen habe (hier steht es auch), wird Lazio Rom für das Fehlverhalten seiner Fans beim CL-Gastspiel im Weserstadion lächerliche 18.000 Euro Strafe an die UEFA zahlen.

Die Laziali hatten unseren freundlichen afrikanischen Mitbürger Sanogo mit Affenlauten bedacht, zwischendurch mal die Arme zum Duce-Gruß in Andacht an den nicht so freundlichen Ex-Diktator Mussolini gerecht und sich insgesamt sehr sympathisch präsentiert.

Zieht man all das in Betracht und erinnert sich, dass es direkt nach dem Spiel ziemliches Theater um das skandalöse Verhalten der Fans im Gästeblock gab, kann ich über das jetzige Urteil nicht einmal mehr lachen. 18.ooo Euro sind gar nix - die Strafe hätte dem Verein mal richtig weh tun müssen. Als ob die Italiener jetzt so eingeschüchtert wären, dass sie sich beim nächsten Mal regelkonform verhalten würden. Ich verstehe nicht, warum da nicht härter durchgegriffen wurde - die Chance, ein aussagekräftiges Zeichen zu setzen, hätte (mal wieder) bestanden.

Donnerstag, Dezember 13, 2007

Das sagen Allofs und Schaaf.

Wegen eines anschließenden Gesprächs mit Klaus Allofs für die große bremen4u-Jahresvorschau im kommenden Heft (keinesfalls verpassen!!!) war ich heute nach langer Zeit mal wieder bei einer der donnerstäglichen Pressekonferenzen vor Bundesligaspieltagen dabei. Sozusagen als "Abfallprodukt" habe ich von diesem Termin einige Zitate von Klaus und Thomas mitgebracht, die zu schade sind, sie der werten Blog-Leserschaft vorzuenthalten:

Aussagen von Thomas Schaaf


Zum Zustand der Mannschaft:
Wir sind momentan bemüht, Müdigkeit raus und Akku wieder voll zu kriegen.“


Ausblick auf Samstag:
Wir freuen uns auf die Partie gegen Leverkusen. Es wird ein tolles Spiel, weil die auch oben in der Tabelle dabei sind. Wir wollen unseren Fans ein tolles Jahresfinale bieten und auch im letzten Heimspiel eine gute Leistung abliefern.“


Zu dem Vorwurf, in Piräus hätte Leidenschaft gefehlt:
Haben nie lustlos gespielt und werden das auch am Samstag nicht tun.“


Zu den letzten beiden Pleiten:
Wir müssen sehen, dass wir nach all den guten jetzt auch mal wieder zwei schlechte Erlebnisse verdauen.“


Reaktion auf übertriebenen Negativismus nach Piräus:
Vor 14 Tagen war alles heilig, jetzt kann nicht plötzlich alles schlecht sein.“


Sehr gereizt wegen entsprechender Nachfrage:
Auch eine Niederlage gegen Leverkusen würde unsere gute Hinrunde nicht vermiesen. Wer die ganze Halbserie miterlebt hat, muss dass sehen.“


Aussagen von Klaus Allofs


Zum CL-Ausscheiden:
UEFA-Cup ist kein Verlierer-Cup – wer das sagt, hat die Bodenhaftung verloren. Ich habe den Eindruck, dass einige hier nicht mehr realistisch sind.“


Zum Vorwurf, es ginge von Jahr zu Jahr nicht voran:
Wenn wir wirklich auf der Stelle treten, ist das eine schöne Stelle.“


Insgesamt war die Stimmung auf Werderseite - besonders beim Trainer - einigermaßen gereizt und angriffslustig, was ich als gutes Zeichen für das Jahresfinale werten würde. Lassen wir uns überraschen, ob selbstbewussten Worten auch gute Taten folgen werden.

Dienstag, Dezember 11, 2007

Der Titan ist raus.

Die Nerven liegen blank, da brennt der Baum, die Sicherungen fliegen raus - welche Floskel der geneigte Leser auch bevorzugt, sie passen wohl alle auf die derzeitige Situation bei Bayern München.

Ich war gleich, nachdem ich vom 0:0 der Münchner gegen Duisburg erfahren hatte, davon ausgegangen, dass es Ärger geben würde beim selbsternannten kommenden deutschen Meister. Das es für Nicht-Bayern-Fans aber so amüsant werden würde, diese Woche nach Süden zu schauen, hätte ich nicht gedacht.

Heute hat Hitzfeld Oliver Kahn für das kommende Bundesligaspiel gegen Hertha BSC suspendiert, wie verschiedene Medien berichten. Über den genauen Grund wird allerorten noch spekuliert. Es soll allerdings Verstimmungen über Kahns frühzeitigen Abgang von der FCB-Weihnachtsfeier am Wochenende gegeben haben. Dazu hat er gestern in einem Kickerinterview der ganzen Mannschaft und besonders den Herren Ribery und Toni kräftig an den Karren gepinkelt.

Endlich mal wieder FC Hollywood, wie wir ihn kennen und lieben. Was wird wohl erst los sein, wenn die Bazis am Samstag noch die Herbstmeisterschaft verspielen?

[Update 12.12.07] Heute ist auf Spiegel Online ein lesenswerter Artikel über den Niedergang des Olli Kahn erschienen.

Gerechte Strafen für drei Idioten.

Carlos Grossmüller, Mohammadou Idrissou und Hugo Almeida haben sich alle drei am vergangenen Wochenende - mit Verlaub - saudumm angestellt und dafür jeweils eine rote Karte kassiert.

Grossmüller musst, obwohl er schon ausgewechselt und im Trainingsanzug war, unbedingt an einer Rangelei zwischen Schalkern und Frankfurtern teilnehmen und einem Eintrachtspieler ins Gesicht fassen, als wollte er eine Zitrone ausdrücken. Dafür gab's saftige fünf Spiele Sperre.

Idrissou hatte etwas mehr Glück und das schreibe ich nicht etwa, weil er nur drei Spiele aussetzen muss. Vielmehr hätte es ihm durchaus passieren können, dass Oliver Kahn dem Duisburger nach seinem selten dämlichen Nachtreten einfach den Kopf abbeißt. Wer Idrissous ganz cleveren Tritt und Kahns Nichtreaktion noch einmal genießen möchte, der spule dieses Video bis 2:50 Minuten vor:



Zu guter Letzt ein paar Worte zu Hugo Almeida: Der Portugiese hat in dieser Saison bisher acht Buden in der Bundesliga gemacht und ist für Werder endgültig zu einer echten Angriffswaffe geworden. Nach vielen Verletzungen und Krankheiten der Kollegen, von denen er ganz klar persönlich profitiert hat, stehen neben ihm nun wieder sieben Stürmer zur Verfügung. Wie blöd muss man sein, um in einem solchen Moment die eigene, sehr gute Position aufzugeben und sich durch eine völlig bescheuerte Aktion (siehe Video unten) in der 92. Minute in Hannover eine rote Karte wegen einer Tätlichkeit abzuholen? Kann ich nicht begreifen. Jetzt guckt Hugo erstmal mindestens drei Spiele zu, unter anderem am zweiten Rückrundenspieltag gegen Bayern. Danach wird es vermutlich schwer werden, sich wieder soviel Vertrauen bei Schaaf zu erspielen, dass er dafür sechs andere auf der Bank lässt.

Freitag, Dezember 07, 2007

Advent, Advent.

Ich hoffe nicht, dass die Schalker in Bremen ihre Weihnachtsgeschenke kaufen.

Oder vielleicht ist es auch einfach nur der Wunschzettel von Mirko Slomka...

Dienstag, Dezember 04, 2007

Völlig verdient.

So nach und nach hat es sich auch bis zu den "großen" Medien rumgesprochen, was wir Sofa-Experten schon lange wissen: Petri Pasanen ist für Werder ein ganz wichtiger Mann.

Der Finne mag auf den ersten, zweiten und auch dritten Blick einer der am wenigsten spektakulären und Aufsehen erregenden Spieler Werders sein, dennoch ist ein Spieler wie er für das Team genauso wichtig wie all diejenigen, die ständig im Rampenlich stehen.

Auf dem Platze rackert Petri wie kaum ein anderer, in der Defensive stopft er die Löcher, die in den vergangenen Monaten nicht gerade selten überall entstanden sind. Und dann fängt er jetzt auch noch an, nach vorne gefährlich zu werden - sein Siegtor (für mich ist er der Schütze, ob die Statistiken etwas anderes sagen oder nicht) gegen den HSV war enorm wichtig, um Werder weiter auf einem möglichen Meisterschaftskurs zu halten.

Verdientermaßen wenden sich ihm jetzt auch die Journalisten zu, die ihn sonst eher selten auf dem Zettel haben. In der Kreiszeitung Syke ist heute ein Artikel erschienen, in dem es um Pasanens Qualitäten und die hoffentlich bald anstehende Vertragsverländerung geht.

Fazit der Geschichte: "Mit seinen Leistungen hat er sich allemal für andere Clubs interessant gemacht." Hoffentlich kapiert Werder das schnell genug und sichert sich Petrischen Dienste für ein paar weitere Jahre.

Sonntag, Dezember 02, 2007

Von dem möchte ich mal ein vollständiges Autogramm.

Friedrich Leonhard Ignatius Josef Maria Lamoral Balthasar Prinz von Thurn und Taxis.

So heißt er mit vollem Namen. Alleine "Maria Lamoral" wäre schon ein irrer Name ;-)

Schon seit langem amüsiere ich mich immer sehr, wenn FvTuT (oder besser gesagt FLIJMLBPvTuT --> könnte auch eine Stefan-Raab-Show sein) ein Werderspiel kommentiert. Erst jetzt habe ich allerdings herausgefunden, dass Spiele mit ihm noch besser wären, wenn ab und zu mal sein vollständiger Name insertiert werden würde. Bitte Premiere, verstümmelt diesen wunderbaren Kommentatoren in der Zukunft nicht mehr namentlich!

Donnerstag, November 29, 2007

Die Nummer 1 im Norden...

... sind wir. Singen zumindest singen das auf DSF gerade die HSV-Fans beim Spiel gegen Rennes. Beim Uefa-Cup-Spiel, wohlgemerkt. Am Wochenende werden wir dann mal wieder für klare Verhältnisse in der Bundesliga sorgen. Endlich Derby!

3:2 gegen Real mit den Sofaexperten

Ja, Werder hat sich selbst wieder so richtig Leben eingehaucht und Real Madrid mit 3:2 aus dem Stadion gejagt. (Etwaige Übertreibungen seien mit bitte an dieser Stele verziehen). Und die Sofaexperten Jens & Marco waren mit dabei. Bremen hat damit wieder alle Chancen auf das Achtelfinale.

Ein kurzes Fazit: Das Spiel war nicht unbedingt technisch schön, aber lebte von der Spannung. Nachdem Bremen nach 5 Minuten durch den Schweden Markus Rosenberg in Führung gegangen war, konnte Robinho in der 14. ausgleichen. Sanogo stellte nach einer sehr guten Vorlage und einem 60-Meter-Sprint von Rosi den alten Abstand wieder her.

Nach der Pause kam Werder zunächst nicht gut ins Spiel, konnte jedoch in der 58 durch Aron Hunt weiter vorlegen. Der Überraschungsspieler machte bei seinem ersten Auftritt in dieser Saison nach seiner langen Verletzungspause ein gutes Spiel. Als Real durch Ruud van Nistelrooy 20 Minuten vor Schluß wieder herankam, wurde es doch noch spannend, jedoch war Real nicht wirklich spritzig genug. Spieler wie Guti und Rául enttäuschten.

Bei Werder stimmte der Einsatz. Bei der berzeugenden Mannschaftsleistung stachen der Sturm, Mittelfeldmann Daniel Jensen und die Abwehrspieler Petri Pasanen und Naldo hervor.

In der Champions League hat Bremen (6 Pkt.) ein echtes Endspiel vor sich: Gegen Piräus (8 Pkt.) kann mit einem Sieg alles klar gemacht werden. Real ist mit 8 Punkten vor dem Spiel gegen Lazio Rom (5 Pkt.) auch noch nicht durch.

Das Bild ist nicht die Wonne, der Fotograf war freudetrunken...

Montag, November 26, 2007

Siegermedaille bei eBay

Wer noch ein schickes Weihnachtsgeschenk für einen ihm/ihr nahe stehenden Werderfan sucht, wird momentan eventuell bei eBay fündig.

Dort verkauft allem Anschein nach Florian Klugmann, der im Finale des Europapokals der Pokalsieger 1992 als Ersatztortwart auf der Bank der Werderaner saß, seine eigentlich schöne Erinnerung an diesen denkwürdigen Tag in der Vereinshistorie.

Ich zitiere aus dem Angebotstext: "So etwas bekommt sonst nie angeboten (sic!)." Und das für den absoluten Schnäppchenpreis von mindestens 3.500 Euro. Wer kann da noch nein sagen?

Freitag, November 23, 2007

Ein Herz, ein Ziel


Trotz aller Rivalität haben sich die Nordclubs der Bundesliga zusammengetan, um eine Aktion des Niedersächsischen Innenministers Schünemann zu unterstützen. Der aufwendig produzierte Spot mit den Spielern Robert Enke (Hannover), Guy Demel (HSV), Marcelinho (Wolfsburg) und Diego (Bremen) vertritt die zentrale Botschaft: Fußball verbindet mit Herz für mehr Toleranz und gegen Fremdenfeindlichkeit. Damit Nadine nicht immer ins Kino oder Stadion rennen muss, um Diego leicht beschürzt zu bewundern gibt es das Video nun auch bei uns online.

Auf die Fresse! Zero Tolerance.

Platz zwei in der Bundesliga, Schlagdistanz zu den Bayern, da könnte man meinen: Alles in Butter in der Wesermarsch. Weit gefehlt: Mittlerweile dürfte jeder mitbekommen haben, dass sich Boubacar Sanogo und Carlos Alberto am Donnerstag beim Training mal so richtig auf den Zahn gefühlt haben.

Vielleicht sollte man dem Herrn Alberto mal erzählen, dass es langsam Zeit wird, sich fußballerisch in den Vordergrund zu drängen, als nur mit seltsamen Krankheiten (für die er nichts kann), Steuerproblemen (...), Ernährungsumstellungen (geht auf sein Konto) und Fausthieben.

Auch wenn er vielleicht von Sanogo provoziert wurde (was ich mir gut vorstellen kann, er hatte in Hamburg auch die eine oder andere Rangelei) - er sollte langsam akzeptieren, was von ihm erwartet wird. Auch wenn das für einen jungen Spieler in einem fremden Land nicht so einfach ist. Die gezeigte Aggressivität sollte, gepaart mit seinen fußballerischen Qualitäten, dem SVW wirklich helfen in den nächsten Wochen.

Ich finde es gut, dass Werder die beiden "Profis" komplett aus dem Kader für das kommende Wochenende genommen hat. Vor dem Hintergrund der vermehrten Berichte über Gewalt im Fußball (auf den Rängen wie auch auf dem Spielfeld) müssen sich die Spieler ihrer Vorbildrolle bewusst sein. Auch wenn sie nicht um diese Rolle gebeten haben. Es ist nunmal die Realität, dass nicht nur Kids zu den gutbezahlten Berufsfußballern aufschauen.

Donnerstag, November 22, 2007

Interne Mitteilung von Franz.

Für den kleinen Lacher zwischendurch bitte hier klicken.

Dies ist nur ein Beispiel für die fast immer gelungengen und sehr witzigen Comicstrips aus dem Hause "nachgetreten", die jeden Samstag in über 60 Tageszeitungen erscheinen.

Der Weser-Kurier hatte auch mal das Angebot, die Comics einmal die Woche zu drucken - hat aber abgelehnt. Schade eigentlich.

Dienstag, November 20, 2007

Was macht eigentlich...? (2)

Wie Marco mag auch ich diese Art von Erinnerung an Personen, über die man schon länger nicht mehr nachgedacht hat.

In der Kreiszeitung Syke ist heute eine solche Erinnerung an einen tollen Ex-Werderaner namens Paul Stalteri erschienen. Trotz seiner zeitweise grenzwertigen Frisur und hin und wieder extrem haarsträubender Fehler (Erklärung für die Frisur?) war er immer einer meiner Liebsten mit dem W auf dem Trikot.

Montag, November 19, 2007

Gegen Nazis.








Hat nur teilweise etwas mit Sport zu tun, ist aber eine so gute Initiative, dass sie hier auf jeden Fall Platz finden soll:

Unter dem Banner von "Die Zeit" gibt es seit einer Weile ein Blog namens "Störungsmelder". Der gute Grund, warum dieses Blog exisitiert: "Wir müssen reden. Über Nazis." So steht's auf der übersichtlich aufgemachten Seite, wo verschiedene Autoren ihren Senf (keineswegs negativ gemeint) zum Thema Nazis abgeben und gegen die rechten Idioten anschreiben.

Auch dabei ist Thomas Hitzlsperger, womit wir dann auch noch die Kurve zum Fußball bekommen hätten. Vorbeisurfen lohnt sich nicht nur deswegen!

Mittwoch, November 14, 2007

Fans an die Macht.

Ich habe momentan gaaanz wenig Zeit für das Blog, was Stammleser sicher schon an der extremen Veröffentlichungsarmut in den letzten Tagen gemerkt haben.

Aufgrund akuten Zeitmangels gibt's nun zwar eine neue Geschichte, diese aber lediglich per Verweis auf allesaussersport.

In England haben mehrer Tausen Fußballfans Geld gesammelt und damit einen Club der fünften Liga übernommen. Sie bestimmen jetzt per Votum die Zusammensetzung des Kaders und Neuverpflichtungen. Interessantes Konzept, dessen weitere Entwicklung sich lohnt, verfolgt zu werden.

Montag, November 05, 2007

Ein toller Torwart.

Robert Enke wurde am Samstag im Sportstudio-Beitrag mal wieder auf die Diskussion um den Posten des Nationaltorhüters angesprochen.

Leider kann ich Enkes Antworten nicht mehr im exakten Wortlaut wiedergeben, aber zumindest sinngemäß.

Zuerst meinte der meiner Meinung nach zurzeit beste deutsche Torhüter, er habe die Diskussion ab dem Moment nicht mehr ernst nehmen können, als die Entscheidung Klinsmanns für Lehmann und gegen Kahn die erste Meldung in den Tagesthemen war. Eine solche Nachricht dürfe nicht die wichtigste des Tages sein, so Enke.

Darüber hinaus würde er zwar gerne die Meldung hören, dass er nun im Tor der Nationalmannschaft stehen dürfe, aber wenn dann nicht als erste, zweite oder dritte Meldung des Tages, sondern höchstens als vierte.

Bescheidene und intelligente Antworten eines grandiosen Fußballers, die man in dieser Art leider nur sehr selten bis gar nicht zu hören bekommt. Meinen Respekt, Herr Enke!

Donnerstag, November 01, 2007

Sperren abgesessen

Per Mertesacker durfte gestern beim 4:0-Pokalsieg gegen den MSV Duisburg spielen. Eigentlich nichts besonderes. Bedenkt man seinen Platzverweis vom Pokalauftakt in Braunschweig, wundert einen dies womöglich schon. Aber da Mertesacker auch am Tag danach für das Spiel von Werders Regionalliga-Team spielberechtigt war, konnte er seine Sperre zuhause auf dem Sofa absitzen.

Gleiches "Glück" haben jetzt die beiden Amateure Sandro Stallbaum und Dominic Peitz - Ihre Sperren vom Dienstag haben sie am gestrigen Mittwoch abgesessen. Dieser Vorteil für Vereine mit Erst- und Zweitvertretungen im Pokalwettbewerb ist jedoch mit der kommenden Saison Geschichte: Es darf ab 2008 nur noch eine Vertretung um den Pokal kämpfen.

AndrEAsen oder AndreEsen?

So die Frage, die die detailverliebten Sprachfrikkler unter uns lange umhertrieb. Die Antwort: weder noch. Bei der Zusammenfassung der Pokalspiele im ZDF vom Mittwochabend wählte der Reporter (Ich bin mir nicht sicher, aber glaube, es war Rolf Töpperwien) diese Frage als Einstieg und beantwortete sie als bekennender Dänemark-Experte mit AndrÖÖsen. Dafür gebührt ihm Dank. Ob er den Namen dann derart übertrieben noch gefühlte 15-Mal wiederholen musste, sei dahingestellt.

Mittwoch, Oktober 31, 2007

Siegen und Feiern wie die Großen

Werders Amateure lieferten gestern ein großartiges Pokalspiel gegen den FC St. Pauli ab. Und auch nach dem Spiel wurde gefeiert wie bei den Großen:

Hinsetzen!


Aufstehen!


Klappt doch schon ganz gut. Für die schnöde Statistik bitte hier nachschauen.

28.10.2007 SSV Würgassen II - SV H/J

Zu diesem Spiel gibt es eigentlich gar nichts Positives zu schreiben.
Die erste Hälfte haben wir richtig schlecht gespielt und unsere schlechteste Saisonleistung geboten.
Zwar bestimmten wir in den ersten 15 Minuten die Partie, aber durch eigenes Unvermögen haben wir den Würgassern die Bälle aufgelegt, so dass sie diese nur noch über die Linie schieben mussten.

In der zweiten Hälfte haben wir dann mehr Druck gemacht, aber konnten uns nur wenige gute Chancen erspielen.
Nach einem Konter erhöhte Würgassen auf 3:0 (zugleich der Endstand). Bei dem Fernschuss sah Wilhelm nicht gut aus. Dies soll jetzt keine Schuldzuweisung sein, denn jeder von uns hat einfach schlecht gespielt.

Das einzig positive: Wir hatten dank der Unterstützung aus der Alte-Herren-Mannschaft 3 Auswechselspieler.

Fazit: Irgendwann mussten wir aufgrund unserer Trainingsbeteiligung und unserem primitiven Aufwärmprogramm und der laschen Spieleinstellung mal ordentlich auf die Fresse fallen. Das ist uns in diesem Spiel gut gelungen und wenn sich daran nichts ändert, wird es in den nächsten Spielen auch so weitergehen.


Wilhelm – Präsi, Sado, Dave – Disse, Patrick, Winter, Mark (manhöreundstaune), Meik, Nobby, Kösters

Wechsel: Rudi für Mark

Dienstag, Oktober 30, 2007

Das Comeback eines Weltstars.

In ein paar Stunden wird die U23-Mannschaft Werders in der zweiten Runde des DFB-Pokals gegen den FC St. Pauli spielen. An sich schon eine attraktive Begegnung mit einer Prise Derbycharakter, wurde dieses Spiel was das öffentliche Interesse angeht durch eine Nachricht noch aufgewertet:

Ivan "der Killer" Klasnic betritt erstmals wieder den Rasen des Weserstadions, um ein Pflichtspiel zu absolvieren. Vor ein paar Tagen hatte er in einem Freundschaftssppiel schon 45 Minuten für die Werder-Reserve absolviert und sogar zwei Buden gemacht, nun ist er der erste Fußballprofi überhaupt, der nach einer Nierentransplantation wieder seinem Job nachgehen kann.

Der Zufall will es, dass Klasnic sein erstes "richtiges" Match gegen sein Ex-Team vom Hamburger Kiez bestreitet. Gelegenheit, mal auf die Zeit des Killer in braun-weiß zurückzublicken:

Vier Jahre trat der Kroate für St. Pauli in der zweiten Liga gegen den Ball. Von 1997 bis 2001 machte er immerhin 95 Ligaspiel für die Hamburger und schoss darin 26 Tore. In seiner letzten Saison für St. Pauli war er mit zehn Buden maßgeblich am Erreichen des dritten Tabellenplatzes und dem damit verbundenen Aufstieg in die erste Liga beteiligt.

Noch heute trauern die Fans des Kiezclubs dem Stürmer mit dem Killerinstinkt nach. Wer das nicht glaubt, dem empfehle ich per Kommentarfunktion eine Nachfrage beim Sofa-Experten Dr. Selzsam.

Ivan selbst ist nicht gerade überglücklich, ausgerechnet gegen seinen früheren Verein sein Comeback geben zu "müssen", sagte aber auf werder.de: "Ich habe elf Monate darauf hingearbeitet, dabei zu sein. St. Pauli ist in meinem Herzen. Aber ich kann es auch nicht ändern, dass es jetzt ausgerechnet gegen sie geht."

Eine persönlich Anmerkung zum Schluss: Ich freue mich sehr, dass Klasnic es tatsächlich und schneller als gemeinhin angenommen geschafft hat, sich wieder in den Profifußball zu kämpfen. Ich war ehrlich gesagt davon ausgegangen, dass Werder in zwar wieder rankommen lässt, im Endeffekt aber nicht allzu sehr auf ihn baut. Nun ist diese Annahme widerlegt. Manchmal freue ich mich, auf der falschen Spur gewesen zu sein...

Donnerstag, Oktober 25, 2007

Selbstbewusstsein made in Bremen.

Torsten Frings in einem Artikel auf spon zu seinem derzeitigen Leistungsstand:

"Ich bin immer noch nicht ganz fit. Das dauert noch ein paar Spiele. Aber was ich im Moment bringe, reicht auch."

Sonntag, Oktober 21, 2007

Kleiner Spaß am Sonntagnachmittag.
















Hier gefunden (in "Andere Länder, andere Sitten") - danke für den Tipp, Alena!

Mittwoch, Oktober 17, 2007

Warum wir Werderaner den HSV nicht mögen

ja warum eigentlich nicht? Nicht die direkte geografische Nähe zu unserem Lige-Rivalen ist der Grund dieser Antipathie, sondern Ursache der Feindschaft zwischen beiden Fanlagern ist der Tod eines jugendlichen Werder-Fans im Jahr 1982. Dank eines Artikels auf Spiegel Online erklärt sich das Ganze sehr ausführlich.
Mit einem Klick auf die Überschrift kommt ihr direkt zu dem Artikel.

Dienstag, Oktober 16, 2007

Manfred Müller erklärt den Umbau des Weserstadions.

Im Weser-Kurier ist heute ein interessantes Interview mit Werders Marketing-Geschäftsführer Manfred Müller erschienen. Darin gibt es einige mir bisher unbekannte Antworten auf viele Fragen, die zum Teil auch die Fans direkt betreffen.

Sehr schlagfertig fand ich seine Antwort ganz am Schluss auf die Frage nach denjenigen Fans, die den Wegfall der Flutlichtmasten kritisieren:

"Ich weiß, dass es solche Leute gibt. Aber andere Stadien in Deutschland werden auch vom Dach beleuchtet. Und wir haben ja schon für Ersatz gesorgt..."

"Ersatz?"

"Ja. Auf Platz 11. Da stehen neuerdings Flutlichtmasten..."

Montag, Oktober 15, 2007

Der Giovanni Trapattoni des österreichischen Eishockeys.


Wie schon jemand in den Kommentaren von allesaussersport, wo ich diesen wunderbaren Clip entdeckt habe, schrieb: Die Ausführungen des guten Mannes, der sich über eine für ihn ungünstige Schiedsrichterentscheidung aufregt, erinnern schon sehr an die gute, alte "Flasche leer"-Rede von Signore Trap zu Bayernzeiten.

Samstag, Oktober 13, 2007

"Danke an Oma und Otto"

Heute mal ein Eintrag in eigener Sache:

Vorhin ist mein Werder-Glaubensbekenntnis auf Spiegel Online veröffentlicht worden. Würde mich freuen, wenn ihr ein paar Minütchen finden könntet, mal vorbeizusurfen.

Donnerstag, Oktober 11, 2007

"Worum Werder einen großen Bogen macht"

Wer diesem Link folgt, findet einen interessanten und nachdenklich machenden Artikel aus der St.-Pauli-Fan-Postille "Übersteiger", der sich mit dem Umgang Werders mit rassistischen Gruppierungen und Personen innerhalb der Bremer Fanszene auseinandersetzt.

Darin finden sich viele geradezu erschreckende Beispiele, wie man als Verein mit dieser Thematik nicht umgehen sollte (Vertrauensmissbrauch, Zeifers Spruch am Ende etc.), und die ein nicht gerade vorteilhaftes Licht auf Werder Bremen werfen.

Passt irgendwie gut zu Marcos Eintrag von vor ein paar Tagen, in dem er schon schrieb, dass er seinen Lieblingsverein so langsam nicht mehr wiedererkennt.

Eins noch: Ich konnte auf die Schnelle nicht in Erfahrung bringen, wann der Artikel genau erschienen ist. Er könnte also schon ein paar Monate auf dem Buckel haben - nichtsdestotrotz finde ich ihn immer noch relevant.

Woher die Winde Wehen

Schon etwas länger fragte ich mich, worin wohl hintergründig die (finanzielle) Stärke des SV Wehen (Wiesbaden) liegt. Ein Artikel in der jungen Welt hat dieses Geheimnis auf absolut unsachliche, dennoch aber informative - also für mich rundum zufriedenstellende - Art und Weise gelöst. Ein Meisterstück des Verknüpfens von pauschalisierender Politkritik und abfälligem Sportjournalismus. Ich bin verzückt und empfehle die Lektüre. Weil fair gibts schon.

Mittwoch, Oktober 10, 2007

Für Rugbyliebhaber.












Mit diesem Plakat haben die Franzosen im Vorfeld der Rugby-WM, die momentan La Grande Nation über die Bühne geht, auf den britischen Inseln Werbung für das Turnier gemacht.

Leider weiß ich nicht, wie das Plakat von der Öffentlichkeit im Allgemeinen und Rugbyfans im Speziellen aufgenommen wurde.

Ob solche Werbung wohl im homophoben Fußballbusiness auch möglich wäre?

Montag, Oktober 08, 2007

Revolution sells

Sie mach alles zu Plastik, das ist völlig egal
sie nehmen den Zorn, die Wut, die Rebellion und ab ins Regal

Diese zwei Zeilen aus "T-shirts für nur 35,-" von But Alive hat sich Ultra Sankt Pauli als Signatur für das Info-Flugblatt verteilt, das sie seit ich ins in Stadion gehe zu jedem Heimspiel verteilen. Ultras lehnen die Vermarktung des Fußballs halt generell ab. Ich persönlich sehe das etwas relaxter, aber was sich der "Sponsor of the Day" Germanwings da gestern am Millerntor leistete, ist einfach nur noch dummdreist: Ein "Revolutions-Quiz" mit bahnbrechenden Fragen wie "Wer hat dann und dann mit einem revolutionären Kopfballtor den Klub vor dem Abstieg gerettet?" in der Halbzeitpause. Zu gewinnen gab es einen von 1000 "Revolutionsflügen". Toll! Was sich dahinter wohl verbirgt? Bremen-Minsk hin und zurück mit Drei-Gänge-Menü im KGB-Knast gegen Aufpreis? Oder doch eher der nostalgische Trip nach Havanna mit Vorzugs-CHEck-In, Cuba Libre bis zum Abwinken und anschließender Stadtführung mit Cornelius Littmann? Ich weiß es nicht, erkläre mich aber vorsichtshalber schonmal zum Konterrevolutionär. Achso, und wer noch mitmachen will, hier der revolutionäre Link.

Sonntag, Oktober 07, 2007

...auch ne Mahlzeit

Was war das für ein erheiternder Betriebsausflug heute. Ich schätze einfach Spieler, die es sich nicht nehmen lassen, nach einer (meiner Meinung nach natürlich berechtigten) roten Karte erst auf so ziemlich alle verfügbaren Personen im Innenraum loszugehen und sich dann auch noch von den Fans provoziert zu irgendwelchen lächerlichen Gesten hinreißen lassen. Und in solch einer Situation ist natürlich nahezu jede Geste lächerlich. Und für den Fan ist es ein Fest. Dank Timo Röttger vom SC Paderborn kam ich heute mal wieder in diesen Genuss. Da vergisst man dann auch gerne mal, dass die eigene Truppe sich fast gegen neun Leute noch ein 2:2 einschenken lässt. Wobei man die Schwierigkeit der Situation nicht unterschätzen sollte, denn neun Paderborner wollen auch erstmal getrunken werden. Im übrigen will ich nicht wissen, wie der Herr Röttger nach einer solchen Durststillung abgehen würde...

Ein bewegendes Interview mit Sebastian Deisler

Er galt Ende der Neunziger bis zu seinem Abschied vom Fußballgeschäft vor knapp einem Jahr als der wohl talentierteste Fußballspieler Deutschlands. Viele Verletzungen warfen ihn immer wieder zurück, auch seine Seele nahm Schaden, er ließ sich schlussendlich aufgrund von Depressionen behandeln, versuchte erneut, seine fußballerischen Träume zu verwirklichen. Doch er kam für sich zu der Erkenntnis, dass ihm dies im mediatisierten Business Fußball nicht gelingen würde.

Im Tagesspiegel vom 30.9.2007 gab Sebastian Deisler nun zum ersten Mal ein Interview, in dem er tief blicken lässt. Er spricht offen über die Gründe für seinen Abschied vor etwa einem Jahr. Meiner Meinung nach ein wirklich feinfühliges Interview.

Da wird mir wieder bewusst, warum ich persönlich diesen Spieler doch vermisse: Eben weil es nie so richtig schien, als gehöre in den Kreis von egomanen Ballsport-Geschäftsleuten und selbstverliebten Werbeikonen: Er war mehr ein Junge, der einfach nur bolzen wollte.


Die letzte Frage des Interviews:
Herr Deisler, welches Bild soll von Ihnen bleiben?

Antwort Deisler:
Er hat seinen Weg gefunden.

Samstag, Oktober 06, 2007

An der Weser, ein anderer Wind

Nach dem wirklich schlechten Championsleague-Spiel der Bremer gegen Piräus gab es allerhand Erklärungsbedarf: Z.B: Warum Trainer Schaaf nicht den zuletzt oft eingesetzten Jurica Vranjes spielen ließ, stattdessen einen sichtlich undynamischen Tim Borowski. Der Trainer reagierte bekannt kauzig: "Schauen sie sich doch mal an, was der bei Ihnen für die letzten Spiele für Noten bekommen hat." und "Ich hatte keine Alternativen auf der Bank."

Auch ich gelte nicht zu den absoluten Vranjes-Fans. Aber: Er hat in den letzten Wochen doch bewiesen, wie wichtig er für die Mannschaft sein kann, gerade wenn die Stammspieler verletzt sind. Ich denke, er würde bei vielen anderen Vereinen eine gewichtigere Rolle spielen. Vranjes scheint auch relativ sensibel zu sein, er braucht die Unterstützung eines Trainers. Ich kann daher nicht verstehen, warum Schaaf anfängt, so seltsam rumzupoltern. Das kann schnell mal dazu führen, dass der Spieler sich bei der nächsten Gelegenheit verabschiedet.

Solche Äußerungen, gepaart mit den vielen Neuverpflichtungen, die sich mir ab und an auch nicht vollends erschließen, führen dazu, dass ich den SVW in der letzten Zeit irgendwie nicht mehr so richtig wiedererkenne.

Dienstag, Oktober 02, 2007

Rechengenies bei BILD.

Wer erfahren will, zu welchen kalkulatorischen Großtaten BILD-Mitarbeiter fähig sind, wenn es um durchschnittlichen Ballbesitz in der Bundesliga geht, der klicke hier.

Traurig, dass so etwas in Deutschlands meistgelesener Zeitung steht.

Auslandsoffensive: Der BVB in Polen.

Borussia Dortmund macht heute Abend (live im DSF ab 18.15 Uhr) ein Freundschaftsspiel gegen Legia Warschau - in Polen. Die Schwarz-Gelben Krisenkicker sollen Werbung für die in Polen sowieso schon beliebte Bundesliga machen. Ob der BVB die richtige Wahl ist, um den Nachbarn zu zeigen, wie ansehnlich in der höchsten deutschen Klasse gekickt wird? Ich habe da so meine Zweifel...

Roland Zorn gibt auf FAZ.NET seinen lesenswerten Senf zu diesem Thema (und zum größeren Ganzen) dazu.

CL-Vorschau: die "deutschen" Spiele.

VfB Stuttgart - FC Barcelona
Die Stuttgarter, denen nach den Leistungen der letzten Wochen einige Medien den Meistertitel anscheinend am liebsten wieder aberkennen würden, bekommen am zweiten CL-Spieltag nicht gerade das geliefert, was man einen Aufbaugegner nennen würde. Mit Barca kommt einer der größten Kracher überhaupt ins Schwabenland. Henry und Messi spielen nah an ihrem bestmöglichen Niveau, Ronaldinho ist nach 13 Tagen Pause auch wieder dabei und will allen Zeigen, dass das Gerede um seine schwache Form Blödsinn ist. Stuttgart wäre in Best- oder vielleicht auch Normalform bestimmt in der Lage, gegen richtig gute Gegner mitzuhalten, im Momemt fürchte ich aber Schlimmes. Vielleicht gelingt dem VfB aber Ähnliches wie Werder, die ebenfalls in einer schlechten Phase gegen Madrid richtig gut ausgesehen haben und sich damit neues Selbstvertrauen holen konnten.

Prognose: Sieg für die Spanier, ein Unentschieden wäre schon eine ziemlich Überraschung


Rosenborg Trondheim - Schalke 04
Schalke hat nach der Niederlage am ersten Spieltag zuhause gegen Valencia schon ein bisschen die Kacke am Dampfen. Drei Punkte in Norwegen sind dringend notwendig, um eine realistische Chance auf Gruppenplatz zwei zu bewahren. Rosenborg hat vor zwei Wochen beim Unentschieden bei Chelsea Eindruck hinterlassen. Allerdings ist die Frage, ob der eine Punkt wirklich der großen Stärke Trondheims oder der immer noch anhaltenden Krise Chelseas geschuldet war.

Prognose: Schalke wird sich schwer tun, die bombensichere Defensive des Gegners zu knacken, aber dennoch knapp gewinnen.


Werder Bremen - Olympiacos Piräus
Werder hat am Wochenende gegen Bielefeld gezeigt, dass sie immer noch in der Lage sind, eine richtige Gala abzuliefern. Selbstbewusstsein sollte nach dem 8:1 genug da sein, eher mangelt es an Personal. Wiese fällt vielleicht aus, Sanogo wahrscheinlich auch, dazu kommen die altbekannten Verletzten. Frings könnte vielleicht wieder eingreifen, ist aber sicher noch lange nicht wieder der alte Allesumpflüger und Chef auf dem Feld, der für Werder so wertvoll ist. Trotz aller Defizite muss und kann Piräus im eigenen Stadion geschlagen werden, da gibt's nix.

Prognose: Sieg für Werder, der bei früher Führung auch recht deutlich ausfallen könnte.

Freitag, September 28, 2007

Schnelle Hände.

Michael Conley, der Spielmacher des NBA-Team Memphis Grizzlies, beim alltäglichen Aufwärmen:


Mehr dazu auf American Arena.

Mittwoch, September 26, 2007

Engelsgleich.

Gerade im Kickerticker - übrigens geiles Wort - gelesen, dass eine der norwegischen Stürmerinnen den wunderschön-grazilen Namen Ranghild Gulbrandsen trägt.

Wer also eine Tochter erwartet und noch keinen niedlichen Namen für die Kleine hat...

Dienstag, September 25, 2007

Fair geht vor.

Dieses immer mehr zur Worthülse verkommende Motto hat sich ein Fußballer des SV Schwörstadt ganz besonders zu Herzen genommen: Weil er fand, dass seine Mannschaft vorher ein unrechtmäßiges Tor erziehlt hatte, schob er den Ball ins eigene Netz und schenkte so dem Gegner FC Grenzach die 2:1-Führung.

Hier ein ausführlicher Bericht über diese sportsmännische Geste aus der Zeitung "Südkurier".

Schöne Geschichte, obwohl das Fairplay ja im Endeffekt nicht belohnt wurde.

(entdeckt auf indirekter-freistoss.de)

Freitag, September 21, 2007

Dem Ästhetizismus verpflichtet.

Die FAZ berichtete gestern über eine Petition aus Österreich, deren Ziel es ist, eine Million Unterschriften gegen eine Teilnahme der Ösi-Nationalmannschaft an der EM im eigenen Land im kommenden Jahr zu sammeln.

Die Begründung der Initiatoren der Petition: "Als eine dem Schönen verpflichtete Kulturnation könne man die Auftritte der Nationalmannschaft nicht länger hinnehmen, denn: 'Sie verletzt unser ästhetisches Empfinden und unseren Anspruch an den Sport.'"

(gefunden auf indirekter-freistoss.de)

Donnerstag, September 20, 2007

Raumschiff Enterprise und der UEFA-Cup auf Pro7.

Guckt gerade noch jemand das Spiel der Bayern auf dem megarenommierten Sportsender Pro7?

Gut, ich könnte jetzt in den Chor derjenigen einstimmen, die rumlästern, weil ein Sender ohne eigene Sportredaktion überhaupt Fußball live überträgt, aber lassen wir das.

Aufregen will ich mich an dieser Stelle lieber über diese völlig nervtötenden Weltraumsounds, die immer dann auftauchen, wenn eine Zeitlupe gezeigt wird. Reicht es nicht, einfach nur ein Fußballspiel zu übertragen? Gibt es da nicht genug Unterhaltung und Action? Nein, es braucht definitiv noch einen bekackten spacigen Soundeffekt, der sämtliche Wiederholungen ein- und ausleitet.

Ich hoffe im Interesse aller Zuschauer, dass nicht viel Wiederholungswürdiges passiert. Ansonsten droht bis zum Abpfiff die Krankheit "Akustikepilepsie" entdeckt zu werden.

Dienstag, September 18, 2007

Ein toller Verein braucht einen tollen Song.

Geistert zwar schon eine Weile durch die Blogosphäre, aber vielleicht gibt es ja den einen oder die andere, die es noch nicht gesehen haben:



"FC Bayern - Stern des Südens", "Forever Number One" und wie die Rekordmeistersongs alle heißen - so geil ihr auch seid, ihr könnt einpacken und zwar für immer!

Hoffentlich kommt kein Werder-Fan auf die Idee, für seinen Verein ein neues "Lied" zu schreiben...

Sonntag, September 16, 2007

Zurück in die Zukunft oder was?

Beim meinem täglichen Ritual, dem Sportblogabsurfen, bin ich bereits mehrfach auf einen jugnen Herren namens Kige Ramsay gestoßen, der sich in Amerikas Bloggerszene bereits einen Namen gemacht hat - zum einen mit zum Teil wohl eher schlichten Kommentaren zu allem möglichen, zum anderen mit geradezu grotesk genauen Vorhersagen der NFL-Ergebnisse (hier und hier nachzulesen). Am ersten Spieltag hat er von 14 Footballspielen 14 richtig getippt. Hier seine Vorhersagen für den zweiten Spieltag an diesem Wochenende:



Mal gucken, ob er wieder so oft richtig liegt mit seinen Prognosen. Erinnert mich schon jetzt irgendwie ein bisschen an "Zurück in die Zukunft", wo dem bösen Gegenspieler von Marty McFly dieser Sportalmanach in die Hände fällt und er diesen nutzt, um mit Sportwetten richtig abzusahnen.

Freitag, September 14, 2007

Flugs ne Bildzeile getextet

Auch wenn's euch wahrscheinlich weh tut, die Unterzeile zum Schmuckfoto is schon genial: Guckstu hier!

Die gelbe WM-Blaskapelle

"Die Gelben Spione," so der Titel des Spiegels vor wenigen Wochen. In dem Artikel "Das Sandkornprinzip" wird der wie ich finde rassistische Tenor des Titels an mehreren Stellen mit Vermutungen unterfüttert, Chinesen in Deutschland würden nichts anderes machen, als Spionage zu betreiben: Seien es Professoren, Studenten, Arbeiter oder einfach nur Urlauber. (siehe ausführlich dazu: denksprit und spiegelkritik)

Bei der Fußballweltmeisterschaft der Frauen in China gab es un einen Eklat, der mir doch ziemlich skurril erscheint. Nach dem Vorrundenspiel China-Dänemark warf der Dänische Trainer den Chinesen vor, eine Taktiksitzung der Dänen im Hotel abgehört zu haben. Aus yahoo-eurosport news:
Bei einer Taktikbesprechung vor dem Duell der Skandinavierinnen mit China sollen in einem angrenzenden Raum zwei Chinesen mit Videoausrüstung gesichtet worden sein, die die Besprechung durch einen Spiegel filmen wollten. Auch das Geheimtraining vor der Partie sei per Video aufgezeichnet worden, hieß es. Zudem sei das Training der Skandinavier häufiger gestört worden durch plötzlich angehende Bewässerungsanlagen, ausgehende Beleuchtung und eine unvermittelt auftauchende Blaskapelle.
Also nicht nur Spionage, nein, jetzt auch noch eine Blaskapelle. Was erwartet uns bloß zu den Olympischen Spielen im kommenden Jahr?

Mittwoch, September 12, 2007

So verspielt man Kredit.

Nach einem Bericht auf sport1.de hört Volker Finke nicht auf, seinem Ex-Verein SC Freiburg und dessen Spielern auf den Keks zu gehen. Finke, der nach gefühlten 100 Jahren auf der Trainerbank von Freiburg Ende der letzten Saison mehr oder weniger gerne seinen Platz geräumt hat, hängt wohl noch ziemlich an seinem alten Club.

Da diese Zuneigung aber immer weniger erwidert wird, dürfte Finke an der Breisgau immer mehr zur persona non grata werden. Schade, dass da anscheinend jemand, der sich in über einem Jahrzehnt im Verein viele Freunde gemacht hat, so massiv am eigenen Denkmal rüttelt. (Wenn's denn überhaupt so stimmt, wie es erzählt wird. Vorsicht ist geboten, schließlich stecken Zitate aus der Bild mit drin...)

Dienstag, September 11, 2007

DVD-Tipp: Frei:gespielt.

Ich habe mir gerade die DVD "Frei:gespielt - Mehmet Scholl - über das Spiel hinaus" angeguckt und bin davon so begeistert, dass ich diesen Dokumentarfilm an dieser Stelle uneingeschränkt empfehlen muss.

Die Doku dauert gute anderthalb Stunden, kommt ohne Sprechertext aus und erzählt anhand von Archivbildern und fast immer tollen O-Tönen sowohl von Scholl selbst als auch von vielen Prominenten (Uli Hoeneß, Harald Schmidt, Markus Kavka, Joschka Fischer, Peter Brugger etc.) viel über den Fußballer, aber auch den Menschen Mehmet Scholl.

Den Rahmen dieser Erzählung, die perfekt geschnitten ist und mit einigen tollen Bildern aufwartet, bildet der allerletzte Auftritt von Scholl für den FC Bayern am letzten Spieltag der vergangenen Saison. Somit endet der Film auch mit der aktiven Karriere eines der besten Techniker der letzten anderthalb Jahrzehnte.

Frei:gespielt läuft in Bayern sogar im Kino, ist hierzulande aber nur auf DVD erhältlich. Das Anschauen lohnt sich auch für Nicht-Bayernfans unbedingt. Einfach mal 15 Euro gut investieren oder bei mir ausleihen!

Freitag, September 07, 2007

Wie prüft man ein Grün?

Heute mal nicht Fußball als Thema, sondern eine kleine Kuriosität vom golfen. Zu sehen der Kolumbianer Camilo Villegas, der auf diese Art immer die Beschaffenheit des Grüns prüft.
Da würde sich Bernhard Langer wohl komplett seine morschen Knochen brechen...

Montag, September 03, 2007

Was kommt da auf Werder zu?

Auf Werders Webseite gibt es seit heute eine wirklich feine Vorstellung der drei Gruppengegner in der Champions League. In langen Texten - da hat sich der zuständige Praktikant Mitarbeiter wirklich Mühe gemacht.

Unter der Überschrift "Was kommt da auf uns zu? Das ist Gruppe C!" gibt's viele Infos zu Historie und aktueller Lage von Real Madrid, Lazio Rom und Olympiakos Piräus. Echt lesenswert.

Was macht eigentlich..?

Kolumnen dieser Art sind definitiv meine Liebsten. Geht es um Schauspieler, Musiker, vor allem aber um Sportler.
Vor kurzem kam die Frage auf, was eigentlich Pascal Borel macht, ehemals Ersatz-Keeper des SV Werder Bremen? Nachdem er sich aufgrund unheimlich durchschnittlicher Leistungen in Bremen nicht auf Dauer durchsetzen konnte, aber dennoch zu immerhin 32 Erstliga-Einsätzen kam (sogar in der Meistersaison 03-04) wechselte er ablösefrei zu LR Ahlen. Auch dort konnte er sich nicht durchsetzen, fand sich ein Jahr später dann gänzlich ohne Job wieder. Das änderte sich auch ein weiteres Jahr lang nicht. Er trainierte in diesem Jahr unter anderem ein paar Mal beim SC Freiburg mit, es ging um die Stelle als Zweiter Torhüter beim Zweitligaclub. Daraus wurde nichts.
Als der HSV dann in der vergangenen Woche gegen Honved Budapest in der Champions-League Qualifikation ranmusste, traute ich meinen Augen kaum: Ein gewohnt breit grinsender, leicht debil schauender Pascal Borel durfte den ersten Torhüter aus Budapest warmschießen und sich dann auf die Bank setzen. Budapest hat sich Borel geangelt, da sich alle Torhüter, bis auf die Nummer eins, verletzt hatten
Borel hat einen seltsamen Weg eingeschlagen, bedenkt man, dass er 2003 noch zum "DFB-Team 2006" gehörte - also zu der Persepektivmannschaft für die WM 2006. Bleibt ihm zu wünschen, dass er bei Honved glücklich wird. Im UEFA-Cup ist In der UEFA-Cup Quali war sein Verein ja immerhin, die nationale Meisterschaft wird wohl auch wieder Honved zufallen.

Freitag, August 31, 2007

Bavarische Judikative.

Den Jungs vom Fanfaktor ist eine erstaunliche Enthüllung gelungen.

Hatte mich eh schon gefragt, wie lange es nach seinen Beschwerden über zu viel Härte in der Liga noch dauert, bis Hoeneß die Rechtssprechung in der Bundesliga selbst in die Hand nimmt.

Mittlerweile hat sich der FCB selbst korrigiert. Was ja nicht heißen muss, dass der nun beseitigte "Fehler" wirklich einer war ;-)...

Donnerstag, August 30, 2007

Südwestdeutscher Hass.

Spiegel online hat heute einen 11Freunde-Text veröffentlicht, in dem es um den mir bisher ehrlich gesagt kaum bewussten Hass geht, den Stuttgarter und Karlsruher füreinander hegen.

Interessant, dass die Rivalität zwischen KSC und VfB der zwischen Schalke und Dortmund oder Bremen und Hamburg in nichts nachzustehen scheint.

Könnte ein spannendes Spielchen werden. Ich drücke dem KSC dafür beide Daumen.

Dienstag, August 28, 2007

Chance vertan? DFB bleibt adidas treu


Nach einem Jahr der Unklarheit und Spekulation steht seit gestern fest, dass Sportartikelhersteller adidas der Ausrüster des DFB bleibt. Zuvor hatte es Diskussionen um einen Einstieg des amerikanischen Unternehmens Nike gegeben und darüber, inwieweit sich der bestehende adidas-Vertrag vielleicht schon durch eine mündliche Absprache bis 2014 verlängert hatte.
Wie genau der Ausrüstervertrag zwischen DFB und adidas im Detail aussieht, ist nicht bekannt. Lediglich die Rahmendaten: Der neue Vertrag läuft bis 2018 (von 2011 an), dafür gibt es etwa 200 Millionen Euro. Damit entspricht das Angebot nicht einmal der Hälfte von dem, was Nike geboten hatte: 500 Millionen.
Für adidas-Chef Hainer war das ein "historischer Tag", und weiter: "50 Jahre (Zusammenarbeit) schmeißt man nicht einfach weg". DFB-Präsident Theo Zwanziger betonte den wohl wichtigsten Grund für ein weiteres adidas-Engagement: "Tradition ist im Fussball ein wichtiger Wert". Das stimmt auf jeden Fall. Nur um welchen Preis?

Ich kann diese Entscheidung nicht nachvollziehen. Natürlich ist es schön, wenn in heutigen Zeiten der vermeintliche Wert der "Tradition des Fusballs" hochgehalten wird - aber das kann sich doch nicht auf die Zusammenarbeit mit einem Ausrüster beziehen, dessen Angebot nur halb so gut (oder doppelt so schlecht) wie das eines Konkurrenten ist. Auch auf eine Identifikation mit der Nationalmannschaft hat der Nike-Swoosh keinen anderen Einfluss als die drei Streifen aus Herzogenaurach.

Man sollte sich mal überlegen, was man mit dem vielen Geld alles in der Jugendarbeit und im Breitensport hätte machen können. Der DFB scheint einfach nicht anpassungsfähig genug zu sein. Das hat man im Rahmen des Engagements von Jürgen Klinsmann und den damit verbundenen Widerständen vor der WM gesehen (Widerstand gegen HockeyCoach Peters, etc.), also ebenso auf der strukturell-organisatorischen Ebene. Was das Spielerische betrifft scheint Joachim Löw einen innovativen, dem modernen Fussball gerecht werdenden Weg eingeschlagen zu haben.
Leider scheint es, dass die Strukturen beim DFB weiterhin traditionell stark verfilzt sind.

Montag, August 27, 2007

Zeigler everywhere.

Nachdem Arnd Zeiglers Kommentare und Kolumnen zum Thema Fußball schon im Radio und diversen Printprodukten zu finden waren, hat seine "Wunderbare Welt des Fußballs" es nun auch ins Fernsehen geschafft.

Wer die drei ersten Ausgaben im WDR (immer Sonntags um 0.15 Uhr) verpasst hat, kann einfach auf die Seite www.zeigler.wdr.de surfen und alle Folgen dort anschauen.

Antesten lohnt sich auf jeden Fall, die Mischung aus TV total, Domian und Sportschau finde ich sehr gelungen.

Zweierlei Maß.

Die Bayern kriegen sich gar nicht mehr ein, weil hin und wieder einer ihrer Spieler auf die Socken bekommt. Klar ist das scheiße für die Spieler und sicher auch gefährlich, aber doch nicht wirklich was Neues, oder!?

Ich finde, Hoeneß und Co. übertreiben maßlos mit ihren Forderungen nach weniger Härte und "zur Not auch mal sieben, acht" Platzverweisen. Hat man in dieser Form schon einmal zum Beispiel Werder oder Stuttgart jammern hören, deren Diego und Gomez auch immer schön auf die Socken kriegen? Ich glaube nicht.

Sonntag, August 26, 2007

Wahre Worte.

11Freunde-Chef Philipp Köster hat einen absolut treffenden und lesenswerten Kommentar zum Thema "Werder in der Krise" geschrieben, der hier auf Spiegel online zu finden ist.

Köster hat meines Erachtens absolut Recht, wenn er schreibt, dass Werder in den letzten Jahren über seine Verhältnisse gespielt hat und dass dies, wenn man von den "Gesetzmäßigkeiten des Fußballgeschäfts" ausgeht, nicht auf ewig so weitergehen kann.

Schöner Text besonders für jene, die momentan meinen, rummeckern zu müssen, weil Bremen "nur" vier Punkte aus drei Spielen geholt hat, im Pokal "nur" 1:0 in Braunschweig gewonnen hat und "nur" mit einem Tor Vorsprung nach Zagreb fährt.

Mittwoch, August 22, 2007

Klares Handspiel!

Das musste sich rächen. Das las ich in der vergangenen Woche in meiner Heimatzeitung, der Harzer Volksstimme, einer Regionalausgabe der Magdeburger Volksstimme, die Headline "HSV Hamburg ohne van der Vaart nur 0:0 gegen Honved" (online ist es inzwischen korrigiert) und fühlte mich in meinen bösartigen Vorurteilen gegen diese tolle Zeitung bestätigt. Mir reichte das, doch beim Kicker scheint es einen HSV-Fan zu geben, der seit dieser Schmähung kein nachts kein Auge mehr zugekriegt hat. Ein - ich vermute aus statistischen Gründen mal - Mann, der auf Rache sann. Heute war nun endlich die Stunde der Abrechnung...

Dienstag, August 21, 2007

Müssen wir uns Sorgen machen?

Und vorallem: was ist dran an den Vorwürfen?
(Klickst du, kriegst du Artikel...)

Montag, August 20, 2007

Wohin die Reise geht.

Nach zwei Spieltagen erlaube ich mir, meine ersten Eindrücke von allen 18 Erstligisten als Grundlage für mehr oder weniger gewagte Saisonprognosen zu nehmen (Reihenfolge der Mannschaften ergibt sich aus dem derzeitigen Tabellenstand):

Bayern München
Die Bayern sind schon zu Saisonbeginn in Topform - meine Hoffnung war eigentlich, dass sie am Anfang noch nicht richtig eingespielt sind, ein paar Punkte verlieren und es dadurch zu Unruhe kommt. Das ist leider nicht geschehen und mit sechs Punkten und 7:0 Toren marschieren sie gleich vorneweg. Sie werden wohl auch ein paar Spiele verlieren, aber ich glaube nicht, dass sie jemand ernsthaft gefährden kann, wenn es um die Meisterschaft geht. Ich weiß, keine besonders revolutionäre Ansicht, aber was soll ich sonst schreiben nach so einem souveränen Auftritt in Bremen?

Hamburger SV
Vor der Saison fand ich, dass der HSV ziemlich unmöglich einzuschätzen ist. Das Team hätte - besonders nach dem Ärger um van der Vaart - viele Richtungen einschlagen können. Nun haben sie zweimal gewonnen und stehen ganz oben. Eine Saison wie die vergangene wird es für die Hamburger auf keinen Fall wieder geben. Vielmehr glaube ich, dass sie diesmal ernsthaft um die ersten vier Plätze mitspielen werden.

Schalke 04
Galten für viele und auch für mich von Anfang an als einer der Favoriten für die Plätze direkt hinter den Bayern. Sind schon ganz gut in Form und wenn Spieler wie Pander und Rakitic den guten Eindruck der ersten Spiele bestätigen und die anderen etablierten Größen wie gewohnt gut spielen, dürften sie kaum Probleme haben, ganz oben dran zu bleiben.

Arminia Bielefeld
Für Arminia-Verhältnisse gigantischer Saisonstart, der aber nicht täuschen sollte. Ich glaube kaum, dass sie jetzt jedes Wochenende punkten können - ein kleine Niederlagenserie ist für diese Truppe immer drin und dann ist der gute Eindruck schnell futsch. Trotzdem denke ich nicht, dass sie allzu viel mit dem Abstieg zu tun haben werden und sich, wie Ernst Middendorp ja schon ankündigte, tatsächlich als eine feste Größe in der Liga etablieren werden.

VfL Bochum
Hier könnte fast der Bielefeld-Text stehen. Allerdings schätze ich Bochum trotz des Abgangs von Gekas etwas stärker ein als die Kollegen aus Ostwestfalen. Letzte Woche gegen Werder habe ich Bochum über 90 Minuten gesehen und muss sagen, dass mich Einiges beeindruckt hat. Leute wie Epalle und auch die Neuzugänge können richtig gut kicken und Bechmann scheint diese Saison den Gekas zu geben. Sieht gut aus, Abstiegskampf momentan nicht in Sicht.

Eintracht Frankfurt
Habe ich bisher kaum etwas von gesehen. Den Ergebnissen nach sind sie gut drauf und vier Punkte gegen den Abstieg sind auch schon auf dem Konto. Funkel war eigentlich mein Kandidat für den ersten Trainerrauswurf, aber diese Prognose dürfte sich nach momentanem Stand nicht als richtig herausstellen. Die Eintracht wird aber noch unten rein rutschen - alles andere wäre für mich eine ziemliche Überraschung.

Karlsruher SC
Schwer einzuschätzen. Starker Auftakt in Nürnberg, dann Heimpleite gegen Hannover. Haben einige gute Leute und auch einen fähigen Trainer, dürften es als Aufsteiger aber trotzdem schwer haben, nicht um die Plätze 16 bis 18 mitzuspielen. Von allen Neulingen traue ich dem KSC aber das Meiste zu.

Hertha BSC
Von Anfang an gleich wieder die Wundertüte, die sie auch im letzten Jahr waren. Sieg gegen den Meister, nachdem sie vorher in Frankfurt versagt hatten. Was ist davon zu halten? Ich prophezeie einen Platz zwischen sieben und elf, mit ein bisschen Glück ist aber auch ein Uefa-Cup-Platz drin.

VfL Wolfsburg
Wolfsburg hat viel investiert und mit Magath zwar keinen richtig tollen, aber immerhin guten Trainer, der sicher ein bisschen was reißen kann. Der Auftakt ging ja gleich richtig in die Hose, aber nun scheinen sich die Wölfe gefangen zu haben. Ein einstelliger Tabellenplatz könnte es am Ende werden.

MSV Duisburg
Dazu fällt mir leider auch nicht viel ein. Für mich zweitstärkster Aufsteiger. Natürlich hängt der Erfolg nicht von einem Spieler ab, aber wenn Ailton richtig in Fahrt kommt, ist er sicher für einige Punkte gut - andersrum funktioniert die Gleichung aber natürlich auch. Auf jeden Fall ein Abstiegskandidat.

Hannover 96
Guter Trainer, sehr guter Torwart, dazu einige fähige Spieler und großes Potential. Hannover könnte mit ein wenig Glück und der einen oder anderen Serie ziemlich weit nach vorne kommen und nächstes Jahr vielleicht sogar europaweit spielen. Andererseits auch ein Kandidat für eine Woche topp, nächste Woche hopp.

FC Nürnberg
Die Last der mega-erfolgreichen Saison 06/07 wiegt sicher schwer. Der Start wurde ordentlich verpatzt, dieses Wochenende ging's. Hans Meyer ist auf jeden Fall ein Trainer, der die nicht ganz so hochkarätige Truppe aufwertet. Ich denke trotzdem, dass diese Saison für die Nürnberger schwer wird, da sie viel öfter als bisher vor allem zu Hause als Favorit ins Spiel gehen werden und damit erstmal umgehen lernen müssen.

Energie Cottbus
Spielen auf jeden Fall den hässlichsten Fußball der Liga. Letzte Saison sind sie damit durchgekommen, dieses Jahr wird es (hoffentlich) nicht reichen, nur zu mauern und zerstören. Ein paar Punkte werden sie auch diese Saison wieder damit holen, aber ohne Radu vorne wird offensiv kaum noch was gehen und Energie sich einen der letzten drei Plätze sichern.

Bayer Leverkusen
Mit vielen Vorschusslorbeeren bedacht, die aber schon nach zwei Spieltagen größtenteils vertrocknet sind. Bisher klappt es vor allem in der Offensive überhaupt nicht. Angeblich soll noch nachgerüstet werden, was eine momentane Pronose relativ unsinnig macht. In der momentanen Verfassung aber kein Kandidat für die angepeilten Europacup-Plätze.

VfB Stuttgart
Der Meister, der seinen Titel ziemlich sicher nicht verteidigen wird. Mit Gomez werden sie zwar wieder deutlich stärker sein, als sie es momentan sind, aber auch das wird dann höchsten für Platz drei reichen.

Werder Bremen
Nach einem katastophalen Start mit nur einem Punkt steht Werder schon gehörig unter Druck. Zu diesem Zeitpunkt scheint die Mannschaft nicht in der Lage, um ganz vorne mitzuspielen. Momentan muss ich sagen, dass ein dritter Platz am Ende ein großer Erfolg in dieser Saison wäre. Gewinnt Werder aber nicht schnell ein paar Spiele, könnte es Bremen schlimmstenfalls auch so gehen wie dem HSV letztes Jahr.

Hansa Rostock
Schwächster der drei Aufsteiger. War in den beiden bisherigen (zugegebenermaßen recht schweren) Spielen relativ chancenlos und steht deshalb schon nach zwei Wochen da, wo ich Hansa auch am Ende der Saison sehe: ziemlich weit unten.

Borussia Dortmund
Die große Euphorie vom Saisonbeginn ist einer großen Ernüchterung gewichen. In zwei Spielen gab's zweimal fett auf die Mütze. Der BVB muss sich ganz schnell was einfallen lassen, um das sicherlich vorhandene Potential in Punkte umwandeln zu können. Da das aber sicher nicht sofort gelingen wird, dürfte es am Ende wenn überhaupt nur knapp für einen Platz in der oberen Tabellenhälfte reichen.

Mal gucken, was meine Vorhersagen wert sind. Wahrscheinlich ist schon bald alles auf den Kopf gestellt und ich bin als Pseudo-Experte entlarvt. Genau wissen wir es aber erst im nächsten Mai.

Samstag, August 18, 2007

Trümmer einer Beziehung

Nachdem es in Sachen Klose lange hin und her ging, kam der verlorene Sohn heute mit seiner neuen Equipé zurück nach Bremen. Was ihn in den Augen einiger "Fans" und T-Shirt-Besitzer damit zu einem "Hurensohn" machte. Schade. Wie gesagt, das Ende der Dreiecksbeziehung Klose-SVW-Fans war natürlich nicht schön. Aber ist das nicht oft so bei einer heißen Liebe? Muss das nicht so sein? Bei derart inniger Zuneigung, starken Gefühlen, Unterstützung und Leidenschaft? Leidenschaft erschafft Leiden. Danke Miro, wir haben uns wohl beide verändert, es ist wie es ist.

Und wer jetzt denkt: BlaBla, der Miro hat es sich mit der Art und Weise seines Abgangs verscherzt, dem seien hier zwei Dinge an die Hand gegeben: 1. Was weiß man denn bis jetzt genau über die Fakten in Sachen Klose-Wechsel? Und 2., auf eine tragische Art und Weise lustig: Sollte diese Geschichte (hier nochmal auf Deutsch) stimmen, hat sich Klose verhalten, als sei er noch das schüchterne Reh aus der Pfalz, für das er lange gehalten wurde...
Spanischkenntnisse sind von Vorteil. Aber Bildbearbeitungskenntnisse noch besser. Bearbeitet oder Echt? Wenn echt, dann gute Nacht.

Mittwoch, August 15, 2007

Die dicken Kinder vom HSV.

Gerade habe ich im Videotext von Eurosport etwas gelesen, was ein schneller Blick auf sport1 bestätigt hat:

Rafael van der Vaart, der Hamburg ja lieber heute als morgen Richtung Valencia verlassen möchte, hat sich beim Spielen mit seinem einjährigen Sohn am Rücken verletzt - Hexenschuss durch Hochheben, der kleine Damiam van der Vaart muss wohl eine ganz schöne Wuchtbrumme sein - und kann morgen in der zweiten Qualifikationsrunde für den Uefa-Cup bei Honved Budapest eventuell nicht mitspielen.

Wenn vdV wirklich nicht auflaufen und es kurz danach trotz aller Beteuerungen von diversen HSV-Verantwortlichen zum Transfer nach Spanien kommen sollte, wäre das eine schöne Parallele zum Fall Boulahrouz im vergangenen Jahr, der sich kurz vor dem CL-Quali-Spiel in Osasuna "verletzte", nicht auflief und so zufälligerweise doch noch für seinen neuen Arbeitgeber Chelsea im Europacup spielberechtigt war.

Nachtrag: Aus aktuellem Anlass hier der Link zum Spon-Artikel "Die Wechseltricks der Fußballprofis"

Sonntag, August 12, 2007

Kann nicht wahr sein.

Tim Borowski wird mehrere Wochen ausfallen.

Ich kann mir diese Verletzungsmisere nur noch so erklären, dass ganz Werder von "Verstehen Sie Spaß?" verarscht wird.

Freitag, August 10, 2007

FC St. Pauli - 1. FC Köln

keine 90 Minuten mehr und es geht los.
Angelo (Haarbrücks größter Paulianer) und meine Wenigkeit gucken uns gleich das erste Saisonspiel unserer Mannschaften live auf Premiere an.
Angelo hat noch 1-2 Kisten Astra im Kühlschrank...das wird ein Schbass...

Danach noch VfB Stuttgart - FC S 04

Sportartikel günstig erwerben

Hier kann man günstig Sportartikel kaufen. Gibt 30 % auf alle Artikel (ausgenommen Happy-Hour und Brandheiß Artikel). Ich habe da auch schon öfters bestellt und noch keinerlei negative Erfahrungen gemacht.

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Donnerstag, August 09, 2007

Vorgestellt: Sonderhefte zum Saisonstart (3/3)

Name: 11 Freunde Sonder- ausgabe Saison 2007/08

Preis: 4,00 €

Umfang: 164 Seiten Magazin, 196 Seiten beigelegtes Büchlein

Extras: kleines Büchlein für die Hosentasche mit Infos zu allen Erst- und Zweitligaclubs

Herzstück: Zu jedem Verein eine kleine Geschichte (oft abseits des eigentlichen Sports) ergänzt um einige launige Rubriken wie "Peinlichster Moment der Vereinsgeschichte".

Drumherum: Sehr gute Reportage "Die Liga. Wer hat die Macht?", erstaunlich interessantes und tiefschürfendes Interview mit Thorsten Legat, Andreas Neuendorfes Ratschläge an junge Spieler uvm.

Fazit: Besonders viele Infos, die über die Anreise zum Stadion hinausgehen, bietet die Kombination aus Sonderheft und Begleitbuch nicht. Die 11Freunde punkten aber wie gewohnt abseits der Felder, die Kicker und Sport Bild beackern: Es sind die mal skurrilen, mal lustigen, aber immer charmanten Geschichten, die sich wunderbar lesen lassen, viel Spaß machen und das 11Freunde-Sonderheft, den Newcomer, zum Gewinner machen. Allerdings sollte sich der Freund handelsüblicher Sonderhefte lieber noch eins der anderen beiden dazukaufen - Mannschaftsfotos oder Spielerinfos finden sich beim Produkt aus Berlin nämlich nicht.

Sofa-Experten-Wertung: 2

Nun, da alle drei Hefte von mir beschrieben sind, möchte ich gerne ein paar weitere Meinungen hören. Wem hat was gefallen oder auch nicht und warum ist das so? Wie könnte das perfekte Sonderheft aussehen?

Wer noch mehr zu diesem Thema lesen will, ist wie so oft bei Kai von allesaussersport gut aufgehoben. Hier klicken, viel Spaß beim Lesen.

Montag, August 06, 2007

Express yourself

Fußball ist in erster Linie ein Ballsport, in zweiter Linie aber auch Heimat der Unterdisziplin Phrasendreschen. Eigentlich auch eine schöne Betätigung, zumal kein Schlusspfiff die Akteure aufhalten kann. Kölns Messias Christoph Daum spielt in dieser Liga auch mindestens so hoch, wie sein FC gerne wäre. Nach dem Pokal-Aus gegen Werders Zweite bereicherte Daum die Spielqualität im Pressezelt mit der Bemerkung, seine Farben seien soeben „brutal hingefallen“, man müsse daraus aber Kraft ziehen. Nachdem der Kölner Bild-Mann vorher schon superlustig darüber sinnierte, ob er sein Tageswerk mit der Überschrift „Daum gelaufen“ krönen sollte, war das eine eindeutige Steigerung. Daum war allerdings der einzige Kölner, der an diesem Nachmittag zu Steigerungen fähig war. Deswegen darf der Werder-Nachwuchs nun ein weiteres „Bonus-Spiel“ (Trainer Thomas Wolter) auf dem Wimbledon-analogen Platz 11 austragen und die Kölner Presse ihrer Lieblingsbeschäftigung nachgehen: den FC niederschreiben. Das ganze natürlich unter Zuhilfenahme eingangs erwähnter Unterdisziplin. Bild („Alb-Daum“) und der Kölner Express legen schon mal vor, wobei bei der nicht ganz zeitgemäßen Bezeichnung für Werders U23 die Frage berechtigt scheint, wer da der Amateur ist.

Freitag, August 03, 2007

Es hätte schlimmer kommen können

Werder muss in der Champignons-League-Qualifikation entweder gegen NK Domzale oder Dinamo Zagreb ran. Gegen wen denn nun genau machen die beiden am 7.08.2007 unter sich aus. Zuerst wird zuhause am 14. oder 15.08.2007 gekickt, das Rückspiel findet dann am 28. oder 29.08.2007 statt.
Wie gesagt - es hätte schlimmer kommen können. Andererseits - haben das nicht auch alle gesagt, als es in der letzten Quali gegen Basel ging und wir uns da durchgezittert haben? Muss dieses Mal meinetwegen nicht unbedingt sein...hoffen wir mal das Beste.