Freitag, Juni 06, 2008

EM-Spieler im Fokus. Teil 3: Das Mittelfeld

Morgen beginnt die EM 2008 in Österreich, übermorgen greifen die deutschen Mannen um Michael Ballack in das Turnergeschehen ein. Ballack ist das Herz der Mannschaft, und damit auch das des Mittelfelds, um das es an dieser Stelle gehen soll.

Torsten Frings

Frings hat eine wirklich wechselhafte Saison hinter sich. Nachdem er in der Vorsaison zu den Gestaltern der Bremer Mannschaft gehörte und bei den Fans nach seiner Absage an Juventus Turin endgültig eine gewisse Unantastbarkeit erlangte, lief es 2007-2008 nicht so gut. Nicht nur ihm ist die schwere Knieverletzung mit diversen Rückschlägen in der Reha in Erinnerung geblieben. Bremer Mannschaft und Fans haben Frings' Elan und Siegeswillen an manchen Stellen vermisst. Aber zum Ende der Saison ist er ja wieder fit geworden und hat sich stetig verbessert. Dennoch: Wo sein Leistungsniveau momentan liegt, ist schwer zu sagen. Auf jeden Fall ist der Wille da, endlich einen internationalen Titel zu holen. In einem Interview im Tagesspiegel hat er kürzlich darauf hingewiesen dass man mit ihm während der WM 2006 Italien im Halbfinale geschlagen hätte. Leider war er ja gesperrt aufgrund der Tumulte nach dem Viertelfinale gegen Argentinien. Der Mann hat also auch noch eine Rechnung mit den großen Turnieren offen.





Michael Ballack

Bei Michael Ballack ist es ähnlich. Auch er hatte nach einer sehr langwierigen Verletzung (am Knöchel) er spät in der Meisterschaft in England die Möglichkeit, in das Spielgeschehen einzugreifen. Da war aber schon einer seiner größten Fürsprecher im Team, Trainer Mourinho, von Millionär Abramowitsch geschasst worden, die Mannschaft lag weit hinter Manchester United in der Meisterschaft zurück. Aber Ballack sagte früh: »Wir kommen da noch ran« und war davon überzeugt, sich durchzusetzen. Und er behielt recht - Die Entscheidung in der Meisterschaft wurde noch sehr knapp, er trumpfte im Mittelfeld stark auf und ließ alle Kritiker verstummen. Dennoch reichte es nicht zum Titel, dafür war die Saison schon zu fortgeschritten und Manchester zu abgezockt.
Es schien dann aber lange Zeit zumindest im Champions-League Finale so, als würde sich die Spielzeit für Ballack mit seinem größten Triumph zu einem positiven Ende wenden. Aber im Elfmeterschießen rutschte sein Teamkollege John Terry vom FC Chelsea mit dem Standbein weg - Manchester holte auch diesen Titel. Ballack kennt das. Mit Leverkusen verlor er bereits ein CL Finale, im gleichen Jahr auch Meisterschaft und DFB Pokalfinale kurz vor Schluss. Bei der folgenden WM war er im Finale 2002 gelbgesperrt zum Zusehen verdammt. 2007 wäre er echt mal dran gewesen. Ballack war bester Spieler des Finales, unbestritten. Er steht dennoch mit leeren Händen da. Ballack bleibt einer der großen Unvollendeten. Vielleicht kann er dieses Bild bei der EM wieder geraderücken.



und hier ein ziemlich ausführliches Video mit erstklassiger Musik



Thomas Hitzlsperger

Hitzlsperger, sonst auch eher ein Sportler mit der Ausdauer eines Duracell-Hasen, musste in dieser Post-Meisterschaftssaison mit dem VfB Stuttgart auch mit Verletzungen kämpfen. Als es dann bei ihm wieder lief, stabilisierte sich auch der gesamte VfB. Dennoch: Die Form und Konstanz der Vorsaison konnte »The Hammer« dieses Jahr nicht erreichen. Es ist durchaus denkbar, dass er die durchwachsene Saison im harmonischen Kreis der Nationalmannschaft abhaken kann, um dann bei der EM auf einige Einsätze zu kommen. Für ihn bleibt nur zu hoffen, dass er nicht wieder als Linksverteidiger wie im Testspiel gegen Weißrussland ran muss. Das ist nicht seine Position.

Hier mein Libelingstor von »The Hammer«

In folendem Video wechseln sich Michael Tarnat und Hitzlsperger mit diversen Hammerschüssen ab - leider ist die Musik nicht zu ertragen, also ausmachen.


Simon Rolfes

Wir Bremer Fans sind ja ein wenig traurig, dass Rolfes sein Potenzial in seiner Bremer Zeit nicht so umsetzen konnte wie in den letzten Spielzeiten in Leverkusen. Hier spielt er auf der Sechser-Position, ist aber auch noch deutlich torgefährlicher als Torsten Frings. Da die Rollen im Mittelfeld in der Nationalelf im Mittelfeld auf seiner Position jedoch klar vergeben sind, wird er höchstwahrscheinlich nicht zu langen Einsatzzeiten kommen. Wenn er seine Entwicklung konsequent fortsetzt, wird Fussball-Deutschland auch an ihm noch eine Menge Freude haben.



Tim Borowski

Boro hatte Schnupfen. Oder sogar Grippe? AUf jeden Fall konnte er in der Vorbereitung des DFB auf Mallorca keine Akzente setzen. Dennoch durfte er bleiben, obwohl er im Mittelteil der Saison sowohl bei Werder wie auch in der Nationalelf umstritten war. Nach einer Verletzung kam er nicht so in die Spiele wie früher, mir kam er staksig und nicht engagiert vor. Aber er hat sich wieder rangekämpft und aalen Unkenrufen zum Trotz auch als kommender Bayern-Spieler alles dafür gegeben, Werder im Meisterschaftsrennen, bzw. auf Champions League Kurs zu halten. Sowieso: Die Art, wie sich das Bremer Eigengewächs verabschiedete, hatte Stil. Er hat den Wechsel früh bekannt gegeben (anders als ein gewisser Herr M.K.) und sich wie erwähnt richtig reingehauen. Das wird das Bremer Publikum nicht vergessen. Dass er im DFB-Team bleibt, zeigt die Wertschätzung, die ihm das Trainingsteam entgegenbringt. Ich bin mal gespannt, inwiefern Boro das in Einsatzzeiten umgemünzt bekommt und auf welcher Position wir ihn sehen werden.

Hier noch sein schönes Abschiedstor gegen Hannover


Bastian Schweinsteiger

Er wurde 2006 hochgelobt. Klinsmann mochte den frechen, unverbrauchten Jungspund mit den verrückten Ideen, Tempodribblings, genauen Pässen und dem starken Schuss. Deutschland liebte ihn in Kombination mit Lukas Podolski, die beiden waren Sympathieträger Nummer eins. Spätestens in dieser Saison war der Glanz der WM im eigenen Land verblasst, die beiden wunderschönen Tore im Spiel um Platz drei bei der WM gegen Portugal vergessen. Uli Hoeneß nahm den Spieler weniger unter seine schützenden Fittiche, er kritisierte, er forderte. Nun kann man nicht sagen, das Schweini den Nachweis seiner Klasse schuldig blieb, aber überzeugen konnte er nicht. Er hat seine Unbekümmertheit verloren, das wird auch in einem klasse Interview/Bericht im Zeit Magazin sehr deutlich. Aber deutlich wird halt auch, dass es nicht einfach ist, auf dem Boden zu bleiben und seine Leistungen abzurufen, wenn man unendlich viele Schulterklopfer hat, die von einem auf den anderen Tag auch wieder weg sind und man mit seinen Problemen alleine dasteht. Und ob eine Sozialisation in einem Fußballinternat so förderlich für eine bodenständige Persönlichkeitsentwicklung ist, sei mal dahingestellt.
Wie dem auch sei, Schweinsteiger scheint sich zum Ende der Saison wieder stabilisiert zu haben, auch wenn er bei Löw angeblich nicht mehr so geschätzt wird wie vielleicht 2006. Die Nicht-Aufstellung in dem letzten inoffiziellen Test gegen eine Tessin (Schweiz) - Auswahl soll da ja so eine Art Warnsignal gewesen sein. Wir werden sehen, ob er genug Biss hat, zu einem ganz großen zu werden.



David Odonkor

David Odonkor wird ja gerne auf seine Sprinterqualitäten reduziert. Wie ich finde, zurecht. Aber er hat sich immerhin getraut, früh den Schritt aus der Bundesliga in eine andere internationale Spielklasse - die spanische Primera Division - zu machen. Und dort hat er sich in seinem zweiten Jahr richtig gut durchgesetzt. Betis Sevilla, in den letzten Jahren auch eher ein trauriges Negativ der eigenen Erwartungen, hat sich zumindest im letzten Saisondrittel wieder ganz gut verkauft, Odonkor gehörte zum Stamm. Außerdem kann ich mir gut vorstellen, dass ihm die Neulinge des Löw'schen Casting-Konzeptes am nähesten gekommen sind. Das er sich in dieser weiteren Drucksituation empfehlen konnte, spricht für ihn. Ich freue mich auf seine Einwechslungen, wenn er dann nochmal in vermeintlich statische Spiele ein wenig Feuer bringt.





Piotr Trochowski

Was soll ich sagen, der Mann ist schon irgendwie eine Bombe: Hammerschuss, Spielverständnis, Ballsicherheit, Schnelligkeit und auch noch irgendwie sympatisch. Aber: Es bleibt nicht viel zählbares zurück. In Hamburg hatte er unter Stevens immer mal wieder Spiele, konnte sich aber nicht etablieren. Ich habe immer den Eindruck, der spielt ein wenig gehemmt. Vielleicht löst sich ja mal bei ihm der Knoten. Ich denke, dann kann er eine Menge positives bewegen. Ob er aber als Impulsgeber nach einer Einwechslung in einem großen Turnier funktionieren kann, bezweifle ich an dieser Stelle.



Hier noch einmal das ganze Mittelfeld in einem Filmchen zusammengefasst:

Lesetipp: "Der Spielmacher - EM-Sonderausgabe"

Vor gut zwei Monaten hatte ich schon einmal auf eine Ausgabe des kostenlosen PDF-Magazins "Der Spielmacher" hingewiesen. Für alle, die es trotzdem noch nicht wissen: "Der Spielmacher" ist eine Kooperation der Betreiber der vier Blogs Abenteuer Fußball, Der Kommentator, Medien-Sport-Politik und Passivsportler.

Pünktlich zum Start der EM ist nun ein neues "Heft" erschienen, diesmal mit dem hoffentlich nicht ganz ernst gemeinen Untertitel "Das Alpenmärchen".Wer eine Alternative zu den gängigen EM-Sonderheften sucht, wird hier natürlich nicht ganz so viele Infos finden wie z.B. im Kicker, zur Einstimmung auf das Fußballereignis des Jahres ist "Der Spielmacher" aber prima geeignet.

Herzstück des PDF-Files ist der Blick auf potentielle Schlüsselspieler jedes einzelnen Teams, der den Bloggern richtig gut und lesenswert gelungen ist. Dazu kommen noch einige andere Texte, aus denen besonders ein Ausblick auf die Fernsehberichterstattung über die Euro im deutschen Fernsehen heraussticht.

Zu bekommen ist die EM-Sonderausgabe des Spielmachers hier.

Mittwoch, Juni 04, 2008

EM-Spieler im Fokus. Teil 2: Die Abwehr

Was man anfängt, das soll man auch zu Ende bringen. Und nachdem ich meine Sicht auf die Torwartfrage bereits zum Besten gegeben habe, folgt hier nun konsequenterweise der nächste Mannschaftsteil: Die Abwehr.

Philipp Lahm

Der kleine Bayer hat in den letzten Monaten nicht so überzeugend gespielt wie vor, während und auch noch einen gewissen Zeitraum nach der WM 2006 in Deutschland. Er hat damals mit einem bandagierten Arm das erste Tor des Turniers für Deutschland geschossen und damit die Lawine irgendwie losgetreten. Ich kann mich in diesem Zusammenhang noch daran erinnern, dass Lahm immer dafür gelobt wurde, so gut wie nie zu grätschen, da er ein unheimlich gutes Stellungsspiel hat und außerdem noch sehr flink auf dem Flügel unterwegs ist. Nach einer Verletzung im letzten Jahr hat er ein wenig gebraucht, wieder richtig in Schwung zu kommen. in vielen Uefa-Cup-Spielen habe ich ihn dann auch vermehrt grätschen sehen, ebenso in der Bundesliga. Spricht eigentlich dafür, dass er noch nicht so ganz der alte ist. Aber dennoch ein unheimlich guter Mann, das dürfte auch anderen Vereinen international nicht entgangen sein. So vermeldete das Fachblatt Kicker bereits eine Einigung mit Barca - mittlerweile jedoch sind die Äußerungen von Lahm eher so zu verstehen, dass er sich gut mit Klinsmann unterhalten hat und mal die kommende Saison abwartet oder gar verlängert. Laut Bayern-Webseite läuft sein Vertrag jedoch nur noch bis 2009. Er hat wohl einen Stammplatz in der Abwehr sicher.

Das Video ist ein wenig grenzwertig, das WM-Tor ungefähr in der Mitte.



Per Mertesacker

Ja, der gute Per. Zu dem muss ich hier nicht viel sagen, er selbst ist ja auch nicht so der Mann der vielen Worte. Auch seine Saison war bei Werder gut, aber dennoch von manchen Leistungsschwankungen geprägt. Ich denke, bei einem kompakten Turnier von der Bedeutung einer EM ist das eine ganz andere Sache, daher wird er da bestimmt überzeugen. Hat mit 24 Jahren auch schon 24 Länderspiele gemacht - darauf lässt sich die Abwehr schon aufbauen.

Zu den Videos: Es ist schwieriger Videos zu den Abwehrspielern zu finden als zu Torhütern und Offensiv-Spielern...





Christoph Metzelder

Der gute Mann spielt bei Real Madrid. Zumindest hat er dort einen Vertrag, gespielt hat er in der Saison nicht so häufig. Dennoch: Bei der WM 2006 war er auch fit und hat einen Weltklasse-Verteidiger abgegeben, trotz vorangegangener Verletzung und ebenfalls fehlender Spielpraxis. Dennoch fand ich den Eindruck, den er in den beiden zurückliegenden Testspielen gemacht hat desaströs. Ich finde, der gute Mann ist auch einfach zu langsam für die Spieler, die ihm in der Innenverteidigung international begegnen werden. Dennoch wird Löw wohl an ihm festhalten. Sollte er aber seine Leistung nicht bringen, tippe ich darauf, dass Arne Friedrich ihn ersetzen wird.

Tja, hier gab es kein vernünftiges Video, aber dieses Stück, leider auf Spanisch, in dem alle Deutschen auftauchen, die mal bei Real waren - über Breitner, Schuster und Illgner bis eben auch Metze.



Arne Friedrich

Momentan nicht so richtig im Team, aber dennoch mit guten Einsatzchancen. Siehe vorangegangenen Spieler. Leider spielt Friedrich bei einem unheimlich schlechten und unattraktiven Verein, woanders könnte er bestimmt mehr als Kopf der Mannschaft glänzen - Und das ist er bei Hertha wohl in der Bundesliga - wenn auch manchmal noch zu leise und zurückhaltend. Wie gesagt, ich denke, er wird Metzelder ablösen.

Auach hier nicht so die tollen Videos - aber eine Brotaufstrich-Werbung, die Arnes Rolle als verkannter Ballvirtuose aufnimmt...



Heiko Westermann

Der Schalker Abwehrrecke gehört noch nicht lange zum DFB-Aufgebot, ist auch bislang mehr Ergänzungsspieler. Vielleicht spielt er aber eine größere Rolle, sollte Metzelder sich nicht stabilisieren. Videos? Fehlanzeige.

Marcell Jansen

Auch Marcell Jansen hat in dieser Saison so seine Schwierigkeiten gehabt - bedingt durch Verletzungen, ,die den schnellen Außenverteidiger zurückgeworfen haben. Ist er fit, dann isst er auch in der Abwehr dabei. Auch zu Jansen gab es keine wirklichen Fußballvideos, sondern nur liebesbekundende animierte Fotostrecken von meist weiblichen Fans. Die Ausnahmem bildet ein Film aus der Zeit bei M'Gladbach.



Clemens Fritz

Zum Abschluss der Abwehrspieler: Clemens Fritz. Der gute Mann wird ja allen Orten sehr geschätzt. Aber auch er hat in dieser Saison nicht bei Werder restlos überzeugen können. Natürlich lag dies auch an zahlreichen Verletzungen. Aber das ist schon immer sein Problem gewesen: Er ist ein wenig anfällig. Er laboriert of an solchen Verletzungen wie Bauchmuskelzerrung o.ä. rum - Vielleicht verkrampft er ab und an vor dem Spiegel. Aber wenn er fit ist, kann er mit seinem dynamischen Antritt einiges bewegen. Leider hat das Flügelspiel Werders trotz seiner Aufstellung in der zurückliegenden Saison nicht so funktioniert, wie es eigentlich sollte. Und nach hinter ist er manchmal etwas unkonzentriert. Aber in ihm steckt eine Menge. Warten wir's ab.

Hier sein Tor beim 4:0 über Zypern in der EM-Qualifikation.


Und sein Tor über San Marino. Er trifft also immer die sogenannten »Big Points« ;-)

So, und wer die Abwehr zusammengefasst sehen möchte, schaue sich bitte das Video von Sport1 an:

Goleos wahrer Nachfolger.

Die hier? Nein, der hier! Wer sich aufregen will, immer dran denken: Satire darf (fast) alles.

Dienstag, Juni 03, 2008

Die deutschen EM-Stimmen.

Die beste Nachricht zuerst:Zum Glück bleiben uns allen bei der Europameisterschaft Übertragungen von RTL wie bei der WM vor zwei Jahren erspart.

ARD und ZDF sitzen allein am Ruder, übertragen alle 31 Spiele. Die fünf Kommentatoren, die dazu auserkoren wurden, sämtliche Spiele mit ihren Expertisen zu versehen, sind auf Seiten des Ersten Deutschen Fernsehens Steffen Simon und Tom Bartels, beim ZDF Béla Réthy, Thomas Wark und Wolf-Dieter Poschmann.

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich mit diesem Kader nur bedingt glücklich bin. Wolf-Dieter Poschmman ist beim Fußball zuweilen eine Zumutung, weil er oft einfach rüberkommt, als hätte er weniger Ahnung als der Durchschnittsfan mit Pulle Bier und Chipstüte zuhause auf dem Sofa.

Béla Réthy höre ich mir ganz gerne an, Thomas Wark dafür wieder nicht. Ich erinnere mich zum Beispiel, wie er das CL-Quali-Spiel Zagreb gegen Werder im vergangenen August kommentierte und mir tierisch auf den Keks ging. Warum, kann ich leider nicht sagen, und entschuldige mich für derart destruktive Kritik, sehe ich aber nun mal so.

Die ARD-Männer sind okay. Tom Bartels, dem die FAZ heute ein langes Portrait widmet, ist ein richtig Guter und gefällt mir in der Sportschau immer mit am Besten. Steffen Simon geht auch, vor allem, weil er im Gegensatz zu vielen Kollegen gerne mal den Mund hält und die Zuschauer in Ruhe das Spiel gucken lässt. An seiner Stelle hätte ich mir zwar eher Gerd Gottlob gewünscht, aber Simon passt schon. Immerhin bleibt uns Fernsehguckern bei diesem Turnier der sonst omnipräsente Beckmann erspart.

Montag, Juni 02, 2008

Spielzeug für Statistikfreaks.

Jedes einzelne Spiel der EM wird im Fernsehen und auf geschätzten 17 Millionen Internetseiten genauestens analysiert und geradezu obduziert werden. Es soll aber Leute geben, denen selbst diese Flut von Informationen, die man schon bekommt, ohne sich groß einzulesen, vorne und hinten nicht reicht.

Für all die bietet die Firma Castrol, sonst eher für Schmierstoffe als für ausgeprägtes Fußballwissen bekannt, einen gelungenen Service an. Per "Castrol Performance Index" kann man sich während der EM-Spiele jederzeit auf dem Laufenden halten, was zurückgelegte Wegstrecke, bevorzugte Aufenthaltsorte auf dem Spielfeld et cetera jedes einzelnen Spielers angeht. Ballbesitz, Torschüsse und den anderen üblichen Kram wertet das System natürlich ebenfalls aus.

Unterm Strich bekommt man auf der Seite viel mehr Infos als man braucht, hatte aber noch nie so viele Möglichkeiten, seine Forderungen, warum dieser und Spieler auflaufen und jener Kollege draußen bleiben sollte, zu untermauern als jemals zuvor.

Wer den "Castrol Performance Index" mal testen will, kann sich hier als Beispiel die Statistiken des Freundschaftsspiels Schweiz gegen Deutschland angucken.

Sonntag, Juni 01, 2008

Auf dem Trockenen.

Nicht viel los an diesem Sonntag, über das sich zu bloggen lohnen würde, aber eine nette Geschichte ist dann vorhin doch aufgetaucht.

In Budapest findet momentan die Weltmeisterschaft im modernen Fünfkampf statt. Auf Anhieb hätte ich nicht sagen können, was man dabei als Athlet alles können muss, aber ich habe mich natürlich schlau gemacht: Ein moderner Fünfkämpfer sollte möglichst gut mit dem Degen fechten, mit der Pistole schießen, schwimmen, springreiten und crosslaufen können. Da ham' wa doch mal wieder was gelernt!

Aber zurück nach Budapest. Im dortigen Ferenc-Puskas-Stadion sollte heute mittag eigentlich geschwommen werden, aber plötzlich war kein Wasser mehr da. Das kühle Nass hatte sich durch ein Leck im Schwimmbecken davon gemacht und nur noch eine ziemlich große, leere Wanne zurück gelassen. Daraufhin wurde Disziplin Nummer vier, das Reiten, vorgezogen. Außerdem konnte die Budapester Feuerwehr ihren freien Sonntag vergessen - sie musste zusehen, dass wieder Wasser ins Becken kam.

Es ist doch immer wieder schön, wenn in der ach so durchorganisierten und fast perfekten Welt der Großveranstaltungen noch solche charmanten Pannen passieren. Danke, Budapest!

Freitag, Mai 30, 2008

Alles Gute nachträglich.

Mit einem Tag Verspätung möchten wir an dieser Stelle dem Blogger-Kollegen Felix zum ersten Jahrestag der Gründung seiner Seite Medien-Sport-Politik gratulieren.

Wer äußerst Fundiertes über die englische Premier League, die NBA und ganz viel anderen Sport lesen will, ist bei Felix seit nunmehr 367 Tagen (2008 ist ein Schaltjahr!) und sicher auch in Zukunft ganz hervorragend aufgehoben. Und auch mit Politik kennt der Mann sich aus. Soll noch mal einer sagen, das Sport-Junkies nix als Bälle im Kopf haben.

Donnerstag, Mai 29, 2008

Lacrosse im Sofa-Experten-Test.

Ich werde heute todesmutig ein Probetraining beim Lacrosse-Team des ATS Buntentor absolvieren. Mehr dazu morgen, falls ich dann schreiben kann. Mir wurde nämlich empfohlen, einen Tiefschutz mitzubringen. Den konnte ich aber auf die Schnelle nicht mehr organisieren. Wenn das mal gut geht ...

Update von Freitag, 30. Mai:
Ich hab's gut überstanden - auch ohne Tiefschutz - und erfreue mich nach meinem ersten Lacrosse-Training bei den Likkedeeler Bremen bester Gesundheit, wenn man mal von Muskelkater hier und da und eigentlich überall absieht. Um das Fazit vorweg zu nehmen: Ich finde Lacrosse richtig geil und werde wohl wieder hingehen.

Dabei fing alles erst mal nicht so gut an. Ich musste mich in eine regelrechte Rüstung bestehend aus Brust-/Rückenpanzer, Ellbogen-/Armschützern, dicken Handschuhen und einem noch fetteren Helm mit Gesichtsschutzgitter zwängen. Ich kam mir damit anfangs vor wie He-Man, nach gut zehn Minuten laufen in den schweren Klamotten bei 25 Grad dann eher wie Skeletor.

Während die anderen Spieler nach dem Warmmachen gleich richtig Passen üben durften, bekam ich von Coach Andreas Kuschel (der Nachname passt bestens zu einem Lacrosse-Spieler, finde ich) eine kurze Einführung in Schlägerhaltung sowie Wurf- und Fangtechniken. Ist nicht ganz einfach, das Leben eines Lacrossers (gibt es das Wort überhaupt?), das sag' ich euch. Habe mich aber wohl nicht allzu blöd angestellt, sonst hätte ich bestimmt nicht gleich danach bei Zweikampfübungen mitmachen dürfen.

Und jetzt wurde es erst richtig gut. Beim Lacrosse darf man nämlich als Verteidiger ziemlich brutal mit seinen Gegenspielern umspringen. Bodychecks, mit dem Stick auf die Finger und den Unterarm hauen, rigider Ellbogeneinsatz - da geht einiges. Also gleich mal richtig reingewuppt in die "Routiniers" und Respekt verschafft. Gut, an mir vorbeigekommen sind die meistens trotzdem, aber nicht ohne ein paar Auffahrunfälle ...

Und dann war zum Glück auch bald Schluss. Ich will hier jetzt gar nicht mit diesem "Fußballer sind Weicheier"-Quatsch anfangen, weil ich ja auch selbst kicke und es besser weiß, aber Lacrosse ist doch ein anderer Schnack. So rundum zerbeult und fertig war ich echt ewig nicht, da kommt kein Fußballtraining mit. Gutes Gefühl, das besorg ich mir jetzt öfter!

Wen's interessiert, welchem Verein ich mich da zum freundschaftlichen und sportlichen Verprügeln mit Stockeinsatz angeschlossen habe, kann einfach hier klicken.

Mittwoch, Mai 28, 2008

Irgendwie gemein.

Patrick Helmes, Marko Marin und Jermaine Jones haben sich nach ihren guten Leistungen im Trainingslager (laut Medienberichten) und im Spiel gegen Weißrussland gestern (selber gesehen) bestimmt große Hoffnungen gemacht, heute nicht aus dem EM-Kader zu fliegen. Erwischt hat es sie jetzt aber doch.

Ich frage mich nun ein bisschen, was die Nominierung dreier Spieler mehr letztendlich eigentlich sollte. Wäre es wirklich rein nach Leistung gegangen, hätte zum Beispiel Tim Borowski rausfliegen müssen. Er konnte sich schließlich wegen einer Grippe überhaupt nicht präsentieren.

Nun sieht es so aus, als hätten die Entscheidung von Anfang an festgestanden und die Spieler eh nichts daran ändern können. Gefällt mir nicht besonders.

Montag, Mai 26, 2008

Des Werderaners neue Kleider.

Früher als gedacht, nämlich schon an diesem Donnerstag, werden die neuen Werder-Outfits für die kommenden Saison vorgestellt.

Werder hat dazu eine große Aktion geplant, die übermorgen von 14 bis 16 Uhr vor dem Bahnhof über die Bühne gehen soll.

"Drei nette Kappa-Mädchen" sollen die 100 ersten Trikots unters Volk bringen - wer eins haben will, muss aber bereit sein, irgendein anderes T-Shirt, Hemd oder Trikot dagegen einzutauschen. Könnte mir vorstellen, dass es da fast zu Mord und Totschlag kommen wird.

Laut einem Eintrag im offiziellen Werder-Fan-Forum sollen die künftigen Heimhemden und Eventjerseys in etwa so aussehen. Der Verbreiter dieser Grafiken beruft sich auf Aussagen von Augenzeugen, die bei der hochoffiziellen Kappa-Präsentation dabei gewesen sein wollen.

Sonntag, Mai 25, 2008

Nimm II.

Gestern war der erste Samstag in diesem Sommer ohne Bundesligafußball und schon wurde es langweilig. Bis zur EM dauert es noch bis zum 7. Juni, also muss das kommende Wochenende irgendwie überbrückt werden. So ganz ohne gepflegtes Gekicke geht es ja nun wirklich nicht.

Mein Tipp für alle in Bremen und umzu wohnhaften Fußballverrückten mit drohenden Entzugserscheinungen ist ein Besuch auf Platz 11 im Schatten des Weserstadions am Samstag. Dort beendet Werder II oder U23, wie es ja offiziell heißt, eine sehr gute Saison hoffentlich mit einem Sieg gegen den SC Verl. Ist immer schön da. Es gibt meistens guten Fußball zu sehen und ein bisschen Werder-Promi-Watching ist im Preis inbegriffen.

Geht mal ruhig alle hin, Thomas Wolters Jungs haben zum Saisonfinale richtig viele Zuschauer verdient. Vertreter der Sofa-Experten werden aller Voraussicht nach auch am Start sein und den ganz souveränen Erhalt der dritten Klasse beklatschen. Ach ja, Anpfiff ist um 13.30 und nicht wie gewohnt um 14 Uhr.

Freitag, Mai 23, 2008

Bremer EM-Chancen.

Acht Werder-Profis werden bei der EM für fünf verschiedene Nationalmannschaften spielen. Hier auf dem Experten-Sofa nehmen wir gut zwei Wochen vor dem ersten Anpfiff der Euro 2008 ihre Aussichten - sowohl die ihrer Teams als auch ihre persönlichen - etwas genauer unter die Lupe.

Torsten Frings

Nach langer Verletzungspause kam der Fringser zum Saisonende wieder in Topform. Sollte sich wie schon bei der WM vor zwei Jahren als nicht wegzudenkende Stütze des deutschen Teams erweisen und seinen Stammplatz im defensiven Mittelfeld auf jeden Fall sicher haben. Eventuell die letzte Chance für ihn, mit der Nationalelf einen großen Titel zu gewinnen. Könnte durchaus sein, dass er sie zusammen mit seinen Teamkollegen nutzt.

Per Mertesacker
Hat seinen Stammplatz in der Innenverteidigung sicher. Ihm dürfte auch ganz klar die Rolle des Defensivchefs zufallen, da Christoph Metzelder lange verletzt war und ihm sicher noch die letzte Spielpraxis fehlt. Wird eine starke EM spielen, nachdem er sich in den letzten Bundesligaspielen zum Glück wieder seiner Bestform angenähert hat - vorher waren doch einige Patzer und weniger gute Spiele von ihm zu verzeichnen.

Tim Borowski
Durch den Ausfall Bernd Schneiders sind seine Chancen, bei der Euro zum Stammpersonal zu gehören, kräftig gestiegen. Hat sich darüber hinaus mit ganz starken Auftritten zum Werder-Abschied für einen Startplatz im Mittelfeld beworben. Könnte eine noch größere Rolle spielen als bei der Weltmeisterschaft vor zwei Jahren.

Clemens Fritz
Eigentlich ein aussichtsreicher Kandidat für die rechte Außenbahn, muss sich aber mit Arne Friedrich um diesen Platz streiten. Pech für den Bremer, dass der Herthaner bei Löw und Co. wohl einen etwas dickeren Stein im Brett hat. Wird aber dennoch zu seinen Einsätzen kommen, weil er gut in Form ist und einfach mehr kann als Friedrich. Punkt.

Hugo Almeida
Sein Team gehört vielleicht nicht zu den ganz großen Favoriten auf den EM-Titel, die besten Chancen aller Außenseiter haben die Portugiesen aber allemal. Wie oft Hugoal im Laufe des Turniers zum Einsatz kommen wird, ist schwer vorherzusagen. Ich finde aber, dass er als regelrechte Urgewalt eine gute Ergänzung zum filigranen Cristiano Ronaldo wäre.

Markus Rosenberg
Dürfte nach 14 Toren und zuletzt starken Leistungen in der Bundesliga im Sturm der Schweden gesetzt sein, die mit ihm und Ibrahimovic ein richtig starkes Angreifer-Duo haben. Dennoch dürfte es höchstens für das Viertelfinale reichen. Vielleicht ist in einer schweren Gruppe mit Russland, Spanien und Griechenland auch schon nach der Vorrunde Schluss.

Ivan Klasnic

Unglaublich, dass diese für ihn sowieso schon krasse Saison nun auch noch mit der Teilnahme an der EM endet. Hat im kroatischen Team aber so große Konkurrenz (u.a. Ivica Olic, Mladen Petric), dass für ihn wohl kein Stammplatz herausspringen wird. Dafür hat Klasnic gute Chancen, über die Vorrunde hinaus im Turnier dabei zu sein. Kroatien sollte es schaffen können, sich hinter Deutschland Platz zwei in der Vorrunde zu sichern.

Sebastian Prödl
Offiziell ist er natürlich erst ab dem 1. Juli ein Werderaner, viele Bremer Fans werden bei der EM aber wohl trotzdem schon ein bisschen Prödl-Watching betreiben. Da er für Österreich spielt, denke ich aber, dass diese Tätigkeit bereits nach der Vorrunde wieder eingestellt werden kann. Mit Werder läuft's dann nächste Saison bestimmt besser.

Mittwoch, Mai 21, 2008

Very British.

Heute Abend geht's drum: das Finale im wohl wichtigsten Vereinswettbewerb überhaupt steht an. Manchester United kämpft mit dem FC Chelsea inklusive Michael Ballack in Bestform um den Champions-League-Pokal.

Ich hatte erst überlegt, dieses äußerst reizvolle Spiel hier live mitzubloggen, mich dann aber doch dagegen entschieden. Stattdessen gucken ich mir das Spiel nun ganz in Ruhe zusammen mit Sofa-Experten Marco und ein paar kalten Getränken an und lasse den Laptop Laptop sein.

Wer dennoch nicht auf ein höchst kompetente Begleitung in Liveblog-Form verzichten möchte, ist beim geschätzten Kollegen Felix an der richtigen Adresse. Der meldet sich ab 20 Uhr auf seinem Blog zu Wort und weiß eh viel mehr über Premier-League-Vereine als ich.

Auf allesaussersport fand ich vorhin noch einen Link zu diesem interessanten Artikel, in dem erklärt wird, warum man die Red Devils aus Manchester keinesfalls als "ManU" bezeichnen sollte.

Dienstag, Mai 20, 2008

Zu genau gezielt.

Pünktlich zum Mittagessen ein Link für alle, denen auch eklige Fotos nicht den Appetit verderben.

Der Mensch, der da sein eigenes Bein inklusive temporär integriertem Sportgerät fotografiert hat, wollte eigentlich einen Schülerwettbewerb im Diskuswerfen irgendwo im US-Bundesstaat Utah ablichten. Doch dann kam ein Speer des Weges geflogen und entschied sich, den Unterschenkel des Bildjournalisten als Landeplatz anzusteueren. Zum Glück war die daraus resultierende Verletzung nicht besonders schlimm.

Ich würde spontan vermuten, die Wahrscheinlichkeit, irgendwann im Leben von einem Blitz getroffen zu werden, ist höher. Was muss das für ein Schreck sein, plötzlich einen Speer im Bein stecken zu haben?

Wer geht wohin, wer kommt woher?

Kaum ist die Bundesligasaison vorbei, dreht sich das Personalkarussell ganz schnell. Hier mal eine kleine Übersicht, was in Werders Kaderküche momentan so am Köcheln ist:

Christian Vander hat seinen Vertrag kürzlich um zwei Jahre verlängert.

Kevin Schindler soll für eine Saison ausgeliehen werden, allerdings auf keinen Fall an einen Regionalligisten. Mehrere Klubs aus Liga eins und zwei sollen Interesse haben.

John Jairo Mosquera wird ebenfalls wieder ausgeliehen. Wohin der Kolumbianer nach den Kurzzeit-Stationen Wacker Burghausen und Alemannia Aachen diesmal geht, ist bisher noch nicht klar.

Dusko Tosic wird trotz Arbeitspapiers bis 2011 woll gehen, falls ein Angebot für ihn kommt.

Pierre Wome hat Vertragsgespräche mit Allofs abgelehnt, wird Werder also verlassen.

Carlos Alberto verlässt den FC Sao Paulo, kommt aber nicht zurück an die Weser. Stattdessen wird er für ein Jahr an Botafogo Rio de Janeiro ausgeliehen.

Marcelo Moreno von Cruzeiro Belo Horizonte soll an die Weser wechseln, ist Werder aber momentan offenbar noch zu teuer. Der 20-jährige Stürmer soll die Lücke füllen, die der Abgang von Ivan Klasnic hinterlässt.

Ivan Klasnic wiederum ruft immer mehr Interessenten auf den Plan. Nach Stuttgart, Hannover und Istanbul soll jetzt auch noch Olympiakos Piräus an ihm interessiert sein.

Montag, Mai 19, 2008

EM-Spieler im Fokus. Teil 1: Das Tor

Als inoffizieller Torwart-Beauftragter der Sofa-Experten hier noch mal meine Sicht auf die Torwartfrage und eine Prognose, wie das alles so weitergehen könnte.

Jens Lehmann
Die Entscheidung, Lehmann das Tor hüten zu lassen, finde ich ok. Er hat in der Nationalmannschaft bis auf das Spiel in Österreich eigentlich immer ansprechende Leistungen gezeigt. Außerdem hat er einen Erfahrungsschatz, den man bei den anderen deutschen Torhütern vergeblich sucht. Er wird das Ding schon schaukeln. Außerdem ist er anscheinend menschlich sehr gut in der Nationalmannschaft etabliert, die jungen Spieler scheinen ihn zu schätzen und er hilft ihnen auch bei ihrer Entwicklung weiter. Und das, obwohl er bei Arsenal wohl nicht so der Beliebteste zu sein scheint.

Robert Enke
Meiner Meinung nach seit 2 Jahren leistungsmäßig ganz vorne dabei. Unheimlich ruhiger, intelligenter Spielertyp mit überzeugender Strafraum-Beherrschung und unschlagbarem Eins-zu-Eins Spiel, dazu noch unglaubliche Reflexe auf der Linie.
Kann mir durchaus vorstellen, dass er Hannover doch verlässt, sollte z.B. der FC Bayern München einsehen, dass Michael Rensing zwar ein guter Torhüter ist, aber nicht außergewöhnlich genug, um in der Champions-League zu bestehen. Ansonsten aber wohl sicher bei Hannover.
Enke wird nach Lehmanns Rücktritt die Nummer eins werden und wohl auch die WM 2010 in Südafrika spielen.


René Adler
Ist die Zukunft des DFB. Wird im »Schatten« Enkes weiter aufgebaut, ihm gehört die Zukunft. Vielleicht nach 2010 oder EM 2012. Nur: Auch er muss sich noch stabilisieren. Aber im Gegensatz zu Konkurrenten wie etwa Manuel Neuer von S04 ist er bereits wesentlich weiter.

Tim Wiese
wird sowohl kurz- als auch mittel- und langfristig in der DFB- Auswahl nicht zum Zuge kommen. Auch wenn er ein Spitzen-Bundesligatorhüter ist. Bei ihm ist einfach der Unterschied zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung viel zu groß.



Timo Hildebrand

Hm. Nun ja, den Kollegen habe ich eigentlich immer sehr geschätzt, auch wenn es bezüglich dieses Themas innerhalb der Sofaexperten-Redaktion stark variierende Auffassungen gibt. Hildebrand verfügt über ein gutes Stellungsspiel und ebenfalls tolle Reflexe. Vielleicht nicht der absolute Überflieger, aber seit Jahren bereits unheimlich konstant. Seine »Ausbootung« vor der EM ist schon ein wenig fragwürdig. Er hat den schwierigen Schritt gewagt, ins Ausland zu gehen. Und dann auch noch in ein Land, in welchem die Offensivspieler eher im Fokus stehen. Er hat es geschafft, sich in einem offenen Konkurrenzkampf gegen Canizares, ein regelrechtes Torwartidol in Spanien und Publikumsliebling in Valencia, durchzusetzen. Still, meistens nur über Leistung. Ebenso konnte er die spanische Sportpresse hinter sich bringen. Auch nicht so leicht... Und dann gewinnt er mit Valencia den spanischen Pokal, hält sehr gut. Ich finde dies alles schon ziemlich klasse und eigentlich auch »nominierenswert«.



Aber man kann und muss die Torwart-Auswahl langfristig sehr gut nachvollziehen: Lehmann dankt ab, dann wird Enke die neue Nummer 1. Nummer zwei ist Adler, ein junger Spieler mit klasse Perspektiven. Um die Nummer drei werden sich abwechselnd Menschen wie Manuel Neuer oder Fromlowitz streiten. Auch Tim Wiese darf vielleicht einmal dabeisein. Wir werden sehen.

Und außerdem: Man stelle sich vor, wir müssten uns mit solchen Torleuten rumschlagen wie die Engländer. Undenkbar....



Ach, hier noch ein Lehmann-Klassiker:

Was taugen Prognosen vor der Saison?

Jetzt ist erst mal Sommerpause, aber Ende Juli geht es dann wieder los mit Vorschauen und Prognosen in Richtung neue Bundesligasaison. Ich wollte mal schauen, was diese Experten-Vorhersagen à la "bleibt drin", "steigt ab", "wird Meister" eigentlich wert sind und habe das zerschlissene 2007/2008er-Sonderheft der SportBild ein weiteres Mal bemüht.

Ich poste einfach mal die auf Platzierungen reduzierte Tabelle und schreibe hinter die jeweiligen Verein, was die SportBild ihnen in der vergangenen Saison zugetraut hat. Hinterher gucken wir dann mal, wie oft die Fachleute aus Hamburg richtig lagen:

1. Bayern München - "Spätestens ab dem dritten Spieltag wird Bayern die Liga von der Tabellenspitze aus dominieren"

2. Werder Bremen - "Bremen spielt um den Titel ... Voraussetzung: Die Mannschaft bleibt von langwierigen Verletzungen verschont"

3. FC Schalke 04 - "stark genug, um sich für die Champions League zu qualifizieren"

4. Hamburger SV - "reicht nicht, um unter den ersten Fünf der Liga zu landen"

5. VfL Wolfsburg - "Der VfL kommt [..] nicht übers Mittelmaß hinaus"

6. VfB Stuttgart - "Prognose: Platz fünf."

7. Bayer Leverkusen - "Platz zwei bis drei möglich, in jedem Fall wieder Rang fünf"

8. Hannover 96 - "So ist Hannover jetzt ein UEFA-Cup-Kandidat"

9. Eintracht Frankfurt - "Für den Klassenerhalt ist der Klub stark genug"

10. Hertha BSC - "erneut nicht mehr als ein Platz im Mittelfeld drin"

11. Karlsruher SC - "der Karlsruher SC [hält sich] souverän in der Bundesliga"

12. VfL Bochum - "zum Klassenerhalt reicht es"

13. Borussia Dortmund - "Dortmund spielt um Platz fünf bis neun"

14. Energie Cottbus - "Cottbus bleibt drin"

15. Arminia Bielefeld - "Bielefeld schafft den Klassenerhalt"

16. 1. FC Nürnberg - "ein einstelliger Tabellenplatz ist sicher"

17. Hansa Rostock - "Es [Klassenerhalt] wird eng"

18. MSV Duisburg - "Das spielerische Potential reicht zum Klassenerhalt"

Fazit: Ganze acht Mal lagen die Redakteure der SportBild daneben - das ist fast die Hälfte aller Prognosen. Wer also im kommenden Sonderheft liest, sein Verein sei gut genug für den UEFA-Cup oder zu schlecht für den Klassenerhalt, sollte mit Hoffen und Bangen erst einmal noch abwarten - die Vorhersage der Journalisten ist nämlich mit einigermaßen großer Sicherheit schlichtweg falsch.

Sonntag, Mai 18, 2008

Der letzte Mohikaner.

Nach der Ankündigung Ivan Klasnic', Werder zur neuen Saison zu verlassen, dachte ich erst, damit würde zusammen mit Tim Borowski tatsächlich der letzte Meister und Pokalsieger von 2004 Bremen den Rücken kehren. Bei genauerem Hinsehen fiel mir aber auf, dass Frank Baumann ja weiterhin die Stellung hält. Irgendwie dennoch traurig, dass von einer solch geilen Mannschaft nur noch ein Spieler da ist.

Hier mal in der Übersicht, wohin die Double-Sieger (nur das im weiteren Sinne Stimmpersonal) von vor vier Jahren im Laufe der Zeit entschwunden sind:

Tor: Andreas Reinke -> Karriereende

Abwehr: Ümit Davala -> Karriereende; Valérien Ismael -> Bayern München -> Hannover 96; Mladen Krstajic -> FC Schalke 04; Victor Skripnik -> Karriereende; Paul Stalteri -> Tottenham Hotspur -> FC Fulham

Mittelfeld: Tim Borowski -> Bayern München; Fabian Ernst -> FC Schalke 04; Krisztian Lisztes -> Borussia M'gladbach; Johan Micoud -> Girondins Bordeaux; Christian Schulz -> Hannover 96; Pekka Lagerblom -> 1. FC Köln -> Alemannia Aachen

Sturm: Ailton -> FC Schalke 04 -> Besiktas Istanbul -> Hamburger SV -> Roter Stern Belgrad -> Grasshopper Zürich -> MSV Duisburg -> Metalurg Donezk; Angelos Charisteas -> Ajax Amsterdam -> Feyenoord Rotterdam -> 1. FC Nürnberg; Markus Daun -> 1. FC Nürnberg -> MSV Duisburg; Ivan Klasnic -> ???; Nelson Valdez -> Borussia Dortmund

Insbesondere bei unseren ehemaligen Angreifern fällt auf, dass sie bei ihren neuen Clubs nicht so recht glücklich geworden sind. Manche wurden zu Wandervögeln (Ailton, Harry), andere kackten richtig ab (Nelson). Tja, selbst schuld. Wären sie mal an der Weser geblieben!

Ostfriesland schuftet für ein neues Stadion.

Am Samstag war ich in Emden beim Regionalligaspiel der Kickers gegen Borussia Dortmunds zweite Mannschaft. Da hab ich mir natürlich ein Exemplar des Vereinsmagazins "Kickers-Kurier" gesichert und darin von einer wirklich interessanten Aktion erfahren.

Momentan spielen die Kickers noch auf einem besseren Dorfsportplatz, um den herum die Zuschauer auf ein paar Tribünen ganz, ganz alter Schule sitzen und stehen. Nebenan kann man, wie mir unser Autor Dr. Selzsam versicherte, hin und wieder sogar ein paar Kühe grasen sehen, was die Fußballprovinz-Idylle perfekt macht.

Nun wollen die Emder aber eine neue Heimspielstätte bauen. Die soll im Grunde genommen eine kleine Ausgabe der Allianz-Arena für 15.000 Fans werden. So ein Schmuckstück kostet aber selbstverständlich gut Geld und das haben die Kickers erst zu 80% zusammen. An dieser Stelle kommt die oben angesprochene Aktion ins Spiel.

Zwei Mitarbeiter des VW-Werks in Emden, natürlich Kickers-Fans, hatten am Fließband die Idee, eine zusätzliche Schicht lang ranzuklotzen und das verdiente Geld ihrem Lieblingsverein für den Stadionbau zukommen zu lassen. Diese Geschichte ist nun Inspiration für viele andere, es genauso zu machen. Das ganze hat sich mittlerweile zu einer offiziellen Riesenaktion mit dem Slogan "Arbeitszeit für unser neues Stadion!" gemausert. Man kann als Fan einen Antrag ausfüllen und dort seine Bereitschaft erklären, für das Stadion zu schuften. Die Abstimmung mit dem Arbeitgeber übernimmt dann der BSV Kickers Emden.

Ich finde diese Bereitschaft, dem örtlichen Verein zu helfen, ziemlich cool. Richtig gut gefällt mir, dass das ganze nicht vom Club, also von oben, sondern direkt an der Basis entstanden ist. Macht mir die Emder noch viel sympathischer!

Freitag, Mai 16, 2008

Ohne Timo fahr'n wir zur EM.

Die größte Überraschung bei der Bekanntgabe des vorläufigen EM-Kaders war wohl, dass Timo Hildebrand nicht mit ins Trainingslager nach Mallorca fährt und dafür René Adler nachrückt (ganz nebenbei: Ich finde diese Entscheidung sportlich durchaus okay, aber auch richtig fies).

Was die ausgebootete, bisherige Nummer zwei im deutschen Tor darüber denkt, ist auf ihrer persönlichen Homepage nachzulesen: "Heute vormittag hat mich Torwart-Bundestrainer Andreas Köpke angerufen und mitgeteilt, dass man sich im Trainerstab der Nationalmannschaft entschieden habe, mich für die kommende Fußball-Europameisterschaft nicht zu nominieren. Ich bin überrascht, geschockt, auch irritiert."

So fängt das Statement eines wohl ziemlich auf dem falschen Fuß erwischten Timo Hildebrand an und so geht es weiter.

Dschinghis Kahn.

Oliver Kahn, seines Zeichens seit gefühlten 300 Jahren Torwart-Titan beim FC Bayern München, läuft morgen zu seinem allerletzten Pflichtspiel auf. Darüber wurde schon viel geredet und geschrieben, aber noch nicht besonders oft gesungen.

In dieser Hinsicht hat das NDR-Satiremagazin "extra3" am Donnerstagabend mit einer wunderbaren Ode an Olli Kahn für Abhilfe gesorgt. Wer die Premiere des Schlagers mit Ohrwurm-Potential im TV verpasst hat, kann auf der Internetseite der Sendung noch nachgucken. Hu-Ha!

Donnerstag, Mai 15, 2008

Bildschön.

Vor einer Weile hatte ich ja schon einmal kurz auf das Buch „Reuters – Sport im 21. Jahrhundert“ hingewiesen und mich darauf gefreut, endlich selbst reinschauen zu können. Nun ist mir endlich ein Exemplar dieses tollen Bildbands ins Haus geflattert, wobei das wohl angesichts dieses Brockens von Buch ein viel zu elegantes Wort ist.

Kiloschwer und fast 400 Seiten dick sind in diesem Wälzer genau 766 der außergewöhnlichsten, spektakulärsten oder auch einfach „nur“ schönsten Fotos gesammelt, die im Laufe der Jahre 2000 bis 2007 von Reuters-Fotografen (kurze Info für alle, die sich in der Medienwelt nicht so auskennen: Reuters = größte Nachrichtenagentur der Welt) gemacht wurden.

Eingeteilt ist der große Fototeil, der auf eine kurze textliche Einführung zum „Sport im 21. Jahrhundert“ folgt, in vier große Kapitel: Sportliche Triumphe, Helden und Verlierer, Der Geist des Sports und Abseits des Spielfelds.

Mir haben es besonders die Kapitel drei und vier sehr angetan, weil man vor allem dort Motive zu sehen bekommt, die es nicht oft in die alltäglichen Medien schaffen. Es gibt Fotos von abseitigen Sportarten wie Moor-Schnorcheln oder Menschen, die beim englischen Tough Guy Event durch Flammen laufen. Diese besonderen Leibesertüchtigen sind ganz speziell von den Fotografen eingefangen worden, wodurch sich dem Leser/Betrachter ganz neue Perspektiven auf die Welt des Sports eröffnen.

Natürlich kommen auch die „großen“ Disziplinen und ihre Vertreter keineswegs zu kurz. Es gibt neben vielen anderen Bilder des Moments, in dem Zidane im WM-Finale 2006 die rote Karte sieht und von Tiger Woods, der gerade zu einem seiner präzisen Schläge ansetzt. Die abwechslungsreiche Mischung zwischen Top-Athleten und völlig unbekannten Sportlern macht dieses Buch besonders schön.

Die Bilder stehen übrigens niemals ganz für sich, immer gibt es auch einen kurzen Text dazu. Der sorgt für die nötige Einordnung, sowohl zeitlich als oft auch in dem Sinne, dass er erklärt, warum gerade dieser eine Augenblick wichtig genug war, für das Buch ausgewählt zu werden. Die Texte trüben den Genuss des Buches kaum, sie stehen so weit zurück, dass die Bilder immer noch die unbestrittenen Stars jeder einzelnen Seite bleiben und genug Platz bekommen, ihre volle Wirkung zu entfalten.

Ich kann guten Gewissens jedem – nicht nur Sportfans – raten, wenigstens mal einen Blick in diesen wirklich brillanten Fotoband, der hierzulande im Bucher Verlag erschienen ist, zu werfen. Wer sich das Buch selbst kaufen möchte, aber den recht hohen Preis von fast 40 Euro scheut, der bekommt mit der englischen Originalausgabe "Reuters - Sport in the 21st Century" eine Variante geboten, die zuletzt vielerorts im Preis gesenkt wurde.

PS: Leider habe ich keine Möglichkeit, hier einige der Fotos aus dem Bildband zu zeigen und diesen Buchtipp so etwas anschaulicher zu machen. Ich kann nur noch einmal auf die Bildergalerie auf Spiegel online verweisen, wo einige Highlights aus „Reuters – Sport im 21. Jahrhundert“ gezeigt werden.

Dienstag, Mai 13, 2008

Vander bleibt.

Am Samstag im Stadion habe ich noch mit einem Kumpel über die in der Sommerpause anstehenden Baustellen im Bremer Kader diskutiert. Einer der Punkte, über die wir gesprochen haben, war die Position des zweiten Torwarts hinter Tim Wiese. Bis vor wenigen Minuten war ich oder besser gesagt waren wir nämlich davon ausgegangen, dass Christian Vander (drei Bundesligaspiele in den letzten drei Jahren) Werder verlässt und eine neue Nummer zwei her muss.

Nun die Überraschung, nachdem Vander eigentlich eine neue Herausforderung suchen und zum ersten Mann werden wollte: Er hat seinen Vertrag verlängert und bleibt erst mal noch zwei Jahre. Tja, da gab's wohl keine besseren Angebote, was? Kein Wunder - ich würde mir Vander auch nicht als Stammtorwart holen.

Montag, Mai 12, 2008

Flitz, Forest, flitz!

Meist sind es Momente, in denen das Spiel völlig langweilig dahinplätschert. Keine Aussicht mehr auf Spannung, wahlweise reifen Gedanken an kühles Bier in knallender Sommersonne oder heißen Tee in verwehtem Schneeregen. Und plötzlich sind alle wieder wach, es ist Leben in der Hütte - denn ein Flitzer hat sich zum Ordner-Slalom auf dem Rasen eingefunden.

Gestern war wieder so ein Tag: Der FC Sankt Pauli liegt im bedeutungslosen Gipfeltreffen um Platz sieben 0:2 gegen Alemania Aachen zurück. Das Führen von Zweikämpfen mit Körperkontakt haben beide Mannschaften längst eingestellt, die Strafräume sind tabu, anscheinend hat der Platzwart in der Halbzeit schonmal frischen Rasen vor den Toren ausgesät, der nun geschont werden soll. Kurzum: Ein Grottenkick, einzig ansehnliches Element ist die Schiedsrichterin, die übrigens komplett ohne Karte auskommt.

Und dann rennt er. Wahrscheinlich von der Südkurve aus hat sich ein Fan - etablierte Medien werden später von einem "vermeintlichen Fan" schreiben, so als könnten sie in seinen Kopf sehen und seinen Charakter bei zehn Bier weniger mit diesen zwei Worten auch gleich mitbeschreiben - auf den Weg über den Platz gemacht. Mit jedem Meter, den er dem Mittelkreis näher kommt, nimmt die Aufmerksamkeit des Publikums zu. Erst als sich die Aktion auch bis auf die hinterste Stadiontoilette rumgesprochen haben dürfte, werden die Ordner wach und wackeln dem Mann mit ihren aufgepumpten Körpern unbedarft hinterher. Die Menge ringsum hat richtig Spaß und wäre nicht Aachens Herzig mit einem technisch etwas unsauberen Body-Check zum Spielverderber avanciert, wäre das Rennen wohl immer noch nicht beendet. Danach plätscherte der Sommerkick ereignislos weiter, einzig Herzigs folgende Ballkontakte gaben dem Kick eine Prise Würze.

Unterm Strich lässt sich festhalten: Der Flitzer hat niemandem wehgetan, die Sicherheitslücken im Ordnersystem anschaulich dargelegt und nebenbei noch das Publikum erheitert. Trotzdem droht dem Mann jetzt ein Stadionverbot, dem Verein eine Geldstrafe. Auch wenn diese Handhabung inzwischen quasi manifestiert ist, wirft die Geschichte die Frage nach dem warum auf.

Flitzer gehören zum Fußball seitdem es Stadien gibt. Sie sorgen für Gesprächsstoff in den Kurven und an den Stammtischen und der Schaden, den sie anrichten beschränkt sich meist auf zwei Minuten Nachspielzeit. Dass Zuschauer, die Spieler oder Schiedsrichter tätlich angreifen, hart bestraft werden müssen, steht außer Frage. Aber wenn friedliche Flitzer ebenso mit Stadionverboten belegt werden, kann gar keine Verhältnismäßigkeit mehr gewahrt werden. Niemand wird jetzt für eine Generalamnestie für die lustigen Renner plädieren, schließlich setzen sie sich über die Stadionordnung hinweg und stören das Spiel. Dennoch sollten Liga und Vereine hier nicht das Augenmaß verlieren und die Selbstdarsteller zwar spürbar aber trotzdem nicht drakonisch abstrafen. Sie könnten beispielsweise dazu verdonnert werden, einmal die komplette Kurve zu fegen oder das Vereinsemblem frisch zu streichen. Finden lässt sich da immer was.

Alternativ böte sich zur Bestrafung auch eine Vollzeit-Video-Analyse des gestrigen Spiels an. Auch wenn das vielleicht schon wieder etwas zu drakonisch ist.

Sonntag, Mai 11, 2008

Spruch des Tages.

Matthias Sammer gestern als Premiere-Experte über Energie Cottbus:

"Lieber ekelig drin geblieben, als symphatisch abgestiegen."

Ich teile diese Ansicht des Herrn Sammer ehrlich gesagt nicht so ganz. Mir wäre es am liebsten gewesen, Cottbus wäre ekelig abgestiegen. Aber gut, man kann nicht alles haben. Müssen sich halt leider alle, die nicht für Energie Cottbus schwärmen (ich schätze mal so circa 99,7 Prozent der deutschen Fußballfans), noch mindestens eine Saison lang diesen Schrott in der ersten Liga angucken.

Zahl des Tages.

20. So viele verschiedene Torschützen hatte Werder Bremen in dieser Saison. Das ist ein neuer Bundesligarekord, der in Zukunft wohl ähnlich schwer zu knacken sein wird wie die 40-Buden-Rekordmarke von Gerd Müller.

Ich konnte es kaum glauben, als ich die Zahl gehört habe, und habe gleich mal geprüft, ob sich da auch keiner verzählt hat. Hier zum Beweis die komplette Liste (bei Spielern, die mehrfach getroffen haben, steht in Klammern die Zahl der Tore):

1. Diego (13)
2. Sanogo (9)
3. Harnik
4. Pasanen (2)
5. Almeida (11)
6. Niemeyer
7. Mertesacker
8. Rosenberg (13)
9. Jensen (2)
10. Andreasen (2)
11. Naldo (3)
12. Mosquera
13. Baumann
14. Klasnic (7)
15. Fritz
16. Boenisch
17. Borowski (2)
18. Frings
19. Özil
20. Hunt

Freitag, Mai 09, 2008

Hartplatzhelden unterstützen.

Die Seite Hartplatzhelden ist eine feine Sache für die Amateurfußballszene: Hier wird allen Kickern, die ihren Sport hauptsächlich aus Leidenschaft und nicht für große Kohle ausüben, eine richtig schicke Plattform im Netz geboten.

Leider ist der Württembergische Fußballverband (WFV) den Hartplatzhelden-Betreibern richtig böse dazwischengegrätscht, weil er nicht will, dass dort einfach so und völlig umsonst Videos von Spielen zu sehen sind, die unter der Hoheit des WFV stattfinden. Das ist gelinde gesagt scheiße für Hartplatzhelden und eine sehr negative Entwicklung, was den Amateurfußball insgesamt angeht.

Es gab eine Klage, der wurde in erster Instanz Recht gegeben und nun haben die Hartplatzhelden eventuell ein Problem. Solidasieren kann und sollte sich jeder, indem er/sie diesem Link folgt und eine virtuelle Signatur hinterlässt.

Autsch.

Das Spiel HSV gegen Werder am Mittwoch hat mich dazu inspiriert, hier endlich diesen sehr unterhaltsamen Zusammenschnitt der "Top 10 football fights and fouls" zu verlinken. Mein Favoriten sind ganz klar Roy Keane bei 1:14 und der Ultimate-Fighting-Move des Torwart kurz vor Schluss, gegen den Tim Wieses Anschlag auf Olics Gesundheit nur noch halb so schlimm anmutet. Aber seht selbst:

Mittwoch, Mai 07, 2008

Kill Bernd

Ich weiß ja nicht, ob das wirklich noch Sport ist, aber den Wettbewerb, den sich russische und US-amerikanische Marine-Soldaten demnächst in Wladiwostock liefern wollen, kann ich nur gutheißen: Man misst sich im Sandwich-Machen. Ich vermute ja, dass es keine warmen sind, nach all dem was vorgefallen ist, aber dieser Kalauer ist doch um Welten schlechter als der, den die ARD liefert. Immer noch Schenkel klatschend poste ich den Link.

Montag, Mai 05, 2008

Kleines Bilderrätsel zum Nordderby.

Welchen Verein mögen wir lieber?

Beim HSV hackt's auch.

Zweiter Teil unserer beliebten "Es hackt"-Reihe.

Wer sich mit mir schon einmal über die Pressestelle des HSV unterhalten hat (ich weiß, nicht gerade DAS Partythema), der weiß, dass ich darüber bisher nur Gutes zu berichten hatte. Freundliche Antworten sowie ausführliche Auskünfte am Telefon und per Mail, dazu eine Pressekarte für mich als bremen4u-Reporter für das Spiel HSV gegen Werder am Mittwoch.

Doch nun fällt ein großer, schwarzer Schatten auf das Bild, dass ich bisher von der Medienbetreuung des Hamburger Sport-Vereins hatte: Will man aus dem Stadion nämlich live per Internet berichten, wie ich es eigentlich vorhatte, muss man über die Telekom einen ISDN-Anschluss extra für das jeweilige Spiel und den zugewiesenen Platz beantragen, was dann mal eben schlappe 150 bis 200 Euronen kostet. Aus diesem Grund verzichtet bremen4u jetzt auf Jensen-Liveblogging aus dem Stadion; stattdessen wird der geschätzte Kollege Christoph aus der Redaktion anhand von Premierebildern berichten.

Ich kann die Entscheidung absolut verstehen, so viel Geld für einen schnöden Internetanschluss nicht ausgeben zu wollen. Bei Werder zahlt man entweder gar nix (wenn man schon ein Nordcom-Passwort von zu Hause oder sonstwo her hat) oder maximal 30 Euro, wenn ich mich richtig erinnere. Ich persönlich finde ja, dass gewisse technische Ausstattung (und dazu rechne ich einen W-Lan- odervon mir aus auch ISDN-Anschluss) grundsätzlich umsonst vom Verein zur Verfügung gestellt werden sollte, aber gut. Ein paar Euros gehen ja auch noch, aber 150? Ne, da hört für mich der Spaß auf.

Kleines bisschen Reklame noch: Mein Interview mit Tim Borowski ist vorhin erschienen.

Samstag, Mai 03, 2008

Bei Delling hackt's.

Und das ist ja nicht eben neu. Aber was er sich gerade eben geleistet hat, versteh' ich nun gar nicht mehr. Die Anmoderation zum Spielbericht Werder-Cottbus in der Sportschau enthielt folgenden Satz: "... in einer Woche, die den Bremern an die Nieren ging..." - Für diejenigen, die nicht informiert sind: Ivan Klasnic verklagt Vereinsärzte, weil er der Meinung ist, sie hätten eine Nierenerkrankung nicht rechtzeitig erkannt und somit eine Transplantation erst unumgänglich gemacht.

Dumm, respektlos, ohne weitere Worte.

Ohne Diego, mit Boro.

Werder muss heute gegen Energie Cottbus leider auf Spielmacher Diego verzichten. Ob es trotzdem für einen Sieg reicht, lässt sich ab 15.15 Uhr im bremen4u-Liveblog nachlesen.

Das nächste Spiel steht dann schon am Mittwoch gegen den HSV an. Unter anderem darüber habe ich mit Tim Borowski gesprochen. Das komplette Interview gibt's Anfang kommender Woche ebenfalls im Citytalk von bremen4u online. Einfach im Laufe des Montags mal reinlesen!

Montag, April 28, 2008

Ivan hat was zu sagen.

Ein kleiner Programmhinweis für alle, die es noch nirgendwo anders gelesen haben: Ivan Klasnic wurde relativ kurzfristig als Gast für die ARD-Talkshow "Beckmann" verpflichtet. Heute mittag war er auf der Homepage der Sendung noch nicht angekündigt, das wurde mittlerweile geändert. Demnach wird der "Killer" nicht allein kommen, sondern seine Frau Patricia, seinen Bruder Josip und einen Anwalt mitbringen. Thema: Natürlich die Klage gegen Werders Mannschaftsarzt Dr. Dimanski. Eigentlich sehe ich Beckmanns Weichspül-Talk ja nicht gerne, aber die Ausgabe heute Abend um 22.45 Uhr werde ich mir wohl nicht entgehen lassen. Mal gucken, ob Ivan die Tür zur Vertragsverländerung noch ein wenig mehr zustößt.

Klasnic in den Medien, Teil zwei: Der Spiegel berichtet heute auf mehreren Seite über den Fall Klasnic. Habe den Artikel noch nicht gelesen, kann also auch nicht mehr dazu sagen. Einfach mal selber reinschauen, wird schon keine Zeitverschwendung sein.

Freitag, April 25, 2008

Grün-weiße Wohngemeinschaft.















Klar, die "Die Werder-WG" ist keine ganz brandneue Geschichte mehr, für vorstellenswert halte ich sie aber dennoch. Gibt ja sicher nach wie vor den einen oder die andere, die noch nicht darauf aufmerksam geworden ist.

Der Werderfan Tim Hollje veröffentlicht auf seiner Seite witzige Cartoons im "South Park"-Stil, die sich weitesgehend auf reale, aktuelle Geschichten aus dem grün-weißen Lager beziehen.

Bemerkenswert finde ich die Liebe zum Detail bei der Gestaltung der Figuren und die Kreativität und den Humor, die der Autor beim Basteln an den Tag legt.

Wer keinen Bock oder keine Zeit hat, sich die kompletten Storys reinzuziehen, der sollte wenigstens einen kurzen Blick auf den Werder-Kader oder die Liste der Gaststars werfen - die sind nämlich auf jeden Fall für eine ganze Menge Lacher gut.

Donnerstag, April 24, 2008

Die Sorgenkinder.

Jaja, dazu wurden sie einmal mehr gemacht in den letzten Wochen, zu Sorgenkindern der Vereine und der Fußballszene überhaupt: die Ultras. In Frankfurt und Stuttgart warfen Idioten aus ihren Reihen (so hieß es zumindest allerorten) bengalische Feuer auf's Spielfeld und rückten somit das schlechte Licht auf die Ultras, welchem diese sowieso noch nie richtig entkommen konnten.

Heute morgen ist mir auf sportal.de ein ganz neuer, erstaunlich langer Artikel über Ultras untergekommen, den ich für durchaus lesenswert halte. Das "Phänomen" Ultras wird ausführlich beleuchtet, erfreulicher Weise nicht nur komplett einseitig, d.h. aus Sicht der Außenstehenden. Natürlich werden sich die meisten Ultras auch in diesem Fall wahrscheinlich wieder völlig falsch dargestellt sehen, aber ein ordentlicher Versuch, sich der Thematik zu nähern, ist der Artikel allemal, finde ich.

Montag, April 21, 2008

Unbedingt sehenswert.

Ein Tipp für alle, die Momentaufnahmen schätzen und denen die ästhetische Seite der Sportwelt besonders am Herzen liegt: Die Nachrichtenagentur Reuters hat kürzlich ein Buch mit dem Titel "Sport im 21. Jahrhundert" veröffentlicht, in dem 750 Aufnahmen der besten Aufnahmen von Reuters-Fotografen zu sehen sind.

Die Auswahl auf Spiegel online ist schon fantastisch, bin gespannt auf das ganze Buch.

Dienstag, April 15, 2008

Bundesliga: Die Spiele am Dienstag.

Hansa Rostock - Werder Bremen
Hansa in dieser Saison zu Hause mit nur fünf Siegen aus 14 Spielen, Werder auswärts mit schwachen vier Erfolgen bei 13 Versuchen und einer negativen Tordifferenz. Trotz der klaren Favoritenrolle für die Bremer ist ein Sieg also lange nicht garantiert. Zwar war Werder zuletzt bei zwei Siegen ganz klar im Aufwärtstrend, aber auch die Mannschaft von Frank Pagelsdorf war ganz gut drauf und gewann am Samstag sogar überraschend bei den starken Karlsruhern. Ich gehe von einem knappen Sieg der Bremer aus, ein Unentschieden ist aber durchaus ebenfalls drin. Mein Tipp: 1:2
[Alles über die Partie gibt's im Liveblog auf bremen4u.de]

Schalke 04 - Energie Cottbus
Der erste Schalker Auftritt nach dem Rausschmiss von Mirko Slomka. S04 zeigte sich beim 1:5 in Bremen gaaanz schwach im Angriff und teilweise desolat in der Defensive - zwei Baustellen, die die Interimscoaches Büskens und Mulder wohl kaum innerhalb von anderthalb Tagen beseitigt haben können. Da kommt Cottbus als Gegner im eigenen Stadion gerade recht: Die Lausitzer haben erst von einer Reise drei Punkte mitgebracht und auswärts in 13 Spielen mickrige neun Törchen geschossen. Dennoch sollte Schalke vor Energie gewarnt sein: Das Hinspiel im Stadion der Freundschaft gewann im November der Underdog mit 1:0. Mein Tipp: 2:0

Hertha BSC - Hamburger SV
Für Hertha geht es in dieser Saison höchstens noch darum, vorzeitig die Klasse zu sichern. Von zwischenzeitlich realistischen UEFA-Cup-Ambitionen ist längst nichts mehr übrig geblieben. Beim HSV hat sich in der Rückrunde langsam aber sicher eine Krise eingestellt, deren Überwindung unbedingt schnell kommen muss, bevor der Champions-League-Zug plötzlich ohne die Stellinger abgefahren ist. Zum ersten Mal seit genau einem Monat sollte es gegen schwache Berliner aber mal wieder für drei Punkte reichen. Mein Tipp: 0:1

VfL Wolfsburg - VfL Bochum
Für mich zwei Überraschungsteams, die hier aufeinander treffen. Wolfsburg fällt in diese Kategorie, weil ich nach einer sehr schwachen Hinrunde nicht damit gerechnet hätte, dass sich das Magath-Team noch so nah an die UEFA-Cup-Plätz heranschleichen kann. Bei Bochum hingegen war ich davon ausgegangen, dass die Westfalen bis zum Ende im Abstiegskampf stecken würden. Zwar sind sie noch nicht gerettet, aber unmittelbar in der Bredouille stecken sie auf keinen Fall. Könnte ein interessantes, offenes Spiel werden. Mein Tipp: 2:2

Montag, April 14, 2008

Was macht eigentlich Jan Schlaudraff?

Erst gestern habe ich mich mit jemandem über den FC Bayern unterhalten, wobei wir irgendwann auf die Spieler kamen, die mit großem Potential nach München kamen und dort dann versauerten. Nach einer Weile fiel der Name Jan Schlaudraff, von dem ich ehrlich gesagt schon fast vergessen hatte, dass es ihn überhaupt noch gibt.

Vorhin habe ich nun eine Meldung auf sport1 entdeckt. Dort heißt es, Schlaudraff könne den FCB, wo er so gut wie nie spielte, am Saisonende verlassen. Der Verein habe ihm mitgeteilt, es gäbe für ihn keine Perspektive.

Krass, wie sehr einer der Senkrechtstarter von vor zwei Jahren abgestürzt ist. Der Traum von Bayern München wurde für ihn kein bisschen wahr. Okay, er wird nicht schlecht verdient haben in seiner einen Saison an der Säbener Straße, aber sportlich hat er sich ein richtig schlimmes Eigentor geschossen. Mal gucken, wer sich jetzt für ihn interessiert. Ich halte ja sehr viel von ihm - vielleicht haben Thomas Schaaf und Klaus Allofs ja auch Bock auf ein Talent von gestern, das morgen wieder auf einem guten Weg sein könnte.

Freitag, April 11, 2008

Auf die Fresse.

Die meiner Meinung nach schönste Szene des unfassbaren Fußballspiels zwischen dem FC Getafe und Bayern München gestern Abend:



Ich missgönne es den Bayern übrigens nicht, dass sie es doch noch ins Halbfinale geschafft habe. Ich freue mich nur, dass van Bommel jetzt auch von seinen Mannschaftskameraden bekommt, was er schon lange verdient.

PS: Ich möchte die Gelegenheit nutzen, in diesem Post auch noch auf etwas völlig anderes hinzuweisen. Werder spielt morgen gegen Schalke und ich blogge einmal mehr für bremen4u live mit. Also morgen ab 15:15 Uhr hier klicken und kommentieren!

Dienstag, April 08, 2008

Let's go Caps!


In der National Hockey League beginnen bald die Playoffs und die Washington Capitals mit dem deutschen Torwart Olaf Kölzig haben sich zum ersten Mal seit fünf Jahren wieder dafür qualifiziert.

Dieses Ereignis nahmen die Washingtoner Metal-Heads Darkest Hour zum Anlass, einen "Fight Song" für ihr Lieblingsteam zu schreiben. Zu finden ist das Stück mit dem einfachen, aber voll seinen Zweck erfüllenden Text hier.

Diesen Track sollten sich alle Musikproduzenten anhören, die schon einmal ein schleimiges Lied für irgendeinen Verein geschrieben haben. So muss meiner Meinung nach Musik klingen, die das Publikum anheizen und richtig Stimmung machen soll!

Montag, April 07, 2008

NASCARussell.


(gefunden auf American Arena)
Unfassbarer Unfall aus der amerikanischen NASCAR-Serie. Boa, was müsste ich nach diesen gefühlten 200 Überschlägen mit meinem Mageninhalt um mich werfen. Der Fahrer entschied sich für eine andere Variante: Er stieg einigermaßen unbeeindruckt aus und winkte nett Richtung Zuschauer.

Freitag, April 04, 2008

Sie sind schlau - sie sind Fans vom h$v

Das Abendblatt hat momentan anscheinend Fan-Wochen. Doch nachdem gestern die Sankt-Paulianer für ihr fehlendes wirtschaftliches Kalkül im Stadion verbal Prügel bezogen, gibts heute ein großes Lob für die Anhängerschaft des Nachbardinosauriers (zum Artikel). Die Einleitung fing eigentlich noch ganz normal an:

"Gehören Sie zu den Menschen, die die HSV-Fans im Stehblock tendenziell als dumpfe Masse einstufen? Als eine Spezies, die außer den drei Buchstaben H-S-V nicht viel hinter den Augen hat, vor allem in der Kreativabteilung?"

Doch der Einstieg lässt es erahnen, kaum hat man beim Lesen laut "JA!" geschrien, offenbart der Autor des Artikels, der von mir ernsthaft hoch geschätzte Kollege Alexander Laux, dass er komplett anderer Meinung ist. Ok, es gibt bestimmt auch h$v-Fans, die sich noch einen vierten Buchstaben merken können und schließlich darf man die Messlatte für die Rautenträger auch nicht zu hoch ansetzen, aber mit welcher Begeisterung Laux in der Folge eine "beispiellose Aktion" feiert, ist für mich doch etwas befremdlich.

Endlich zur Sache: Gerüchteweise hatte sich ein Wolfsburger Fan vorm Spiel gegen den h$v auf eine Stellinger Fan-Page gehackt, um dort eine VfL-Fahne und den Spruch "Ihr nehmt es mit den Besten auf!" hinterlassen. Bei der Aktion ging der Jung wohl genauso schlau vor, wie beim Texten seines Spruchs und ließ seine IP gleich noch mit da. Die Stellinger haben dann damit wohl seine Adresse (beziehungsweise die seiner Eltern, bei dener er wohnt...) herausgefunden und bombardieren den Fan der "Besten" nun massenhaft mit Post, Laux zählt unter anderem Gratisproben von Gleitmitteln und Damenbinden auf.

Gut, obwohl die Kreativität der Zusendungen meiner Meinung nach noch getoppt werden könnte, kann man kann die Sache nun durchaus lustig finden, ob man das offiziell im Abendblatt tun sollte, weiß ich aber nicht. Und zumindest die Verlinkung einer Internetseite für Gratisproben im Text ist dann vielleicht doch etwas dick aufgetragen. Andererseits: Die Fans mit den drei Buchstaben hinter den Augen wollen sich ja vielleicht auch mal einen Spaß gönnen, da lässt man sie ungern allein mit der schwierigen Aufgabe, Werbepost im Netz zu bestellen...

Donnerstag, April 03, 2008

DSF spielt beleidigte Leberwurst.

Das DSF will keine Montagsspiele mehr am Hamburger Millerntor, berichtet das Hamburger Abendblatt.

Der Grund: In der Vergangenheit hatten sich beim vom DSF übertragenen Spielen St.-Pauli-Fans lautstark und mit Plakaten gegen die bei einigen Anhängern unbeliebten Montagabend-Termine ausgesprochen. Unter anderem wurde wohl "Scheiß DSF" gerufen und Plakate mit demselben Slogan hochgehalten.

Nun ist das DSF sauer und entzieht dem Kiez-Club bis auf Weiteres die lukrativen Montagsspiele. Pro nicht gezeigtem Live-Spiel gehen dem FC St. Pauli nach eigenen Angaben rund 100.000 Euro flöten.

Sieg für die Protestfans, herber finanzieller Schlag für den Verein - da kann man drüber streiten, was mehr Gewicht hat.

Mittwoch, April 02, 2008

Reklame: Der Spielmacher 02/2008.

Der Kollege Felix bietet auf Medien-Sport-Politik die neue, zweite Ausgabe des Blogger-Magazins "Der Spielmacher" an. Gebastelt hat er das kleine und sehr feine Heftchen im PDF-Format zusammen mit Kollegen befreundetet Blogs.

Was die Jungs dafür geschrieben haben, ist durchaus lesenswert sowie ansprechend gestaltet und vor allem völlig kostenlos zu bekommen. Also werft mal einen Blick rein und lest eine interessante Analyse zum Thema Qualität bei Premiere Sport, ein Plädoyer für Fehlentscheidungen im modernen Fußball und noch so Einiges mehr.

Montag, März 31, 2008

Auswärtspiel: SC Paderborn - FC St. Pauli

1:4 in Paderborn. Was für eine Klatsche für St. Pauli - und Dr. Selzsam und ich waren auch noch live dabei. Da quält man sich um 8:18 Uhr Winterzeit mit der Bimmelbahn nach Hannover und von dort über zwei Stunden ohne Pause in einer Sardinenbüchsen-ähnlichen S-Bahn weiter ins tiefste Ostwestfalen, um knapp zwei Stunden im Gästeblock eines der wohl unkomfortabelsten Stadion Deutschlands zu stehen und was bekommt man geboten? Den momentan vielleicht schlechtesten Profitorwart Deutschlands und eine Pauli-Mannschaft, die eigentlich alles im Griff hat und dann in der zweiten Halbzeit viele Argumente dafür liefert, warum der Wiederabstieg in die dritte Liga doch nicht so unwahrscheinlich ist. Für kürzere Sätze und einen ausführlichen Spielbericht bin ich gerade zu faul. Wer zumindest auf zweiteren nicht verzichten möchte, wird hier fündig.

Doch es gab auch viel Positives auf diesem kleinen Ausflug ins untere Drittel der zweiten Bundesliga. Die Fahrt war trotz aller Unannehmlichkeiten dank der wie eigentlich immer gut gelaunten Paulianer sehr amüsant, wir konnten uns mal wieder ein paar Dosen Paderborner direkt vom Ursprung gönnen (halt, das müsste doch eigentlich auf der Minus-Seite stehen...), und ein paar Situationen im Hermann-Löns-Stadion werden mir in schöner Erinnerung bleiben.

Da war einmal der junge Verkäufer am Bierstand, der auf die Frage nach Zigaretten nüchtern antwortete: "Wir hatten hier sonst immer einen Automaten, aber seit Osnabrück ist der weg." Böse Osnabrücker! Und dann gab es noch den Familienvater in meinem Block, der seinen kleinen Sohn auf den Schultern hatte. Beim Stand von 3:1 für den SCP und Freistoß nahe dem Pauli-Tor ließ der kleine Fan sich zu einem enthusiastischen "Papa, Papa, wetten der geht rein?" hinreißen, was der schwer genervte Vater mit einem liebevoll dahingeranzten "Ruhe. Hier wird gar nix gewettet!" pädagogisch wertvoll beantwortete. Herrlich.

Offen blieben genau zwei Fragen: Wann merken die Verantwortlichen beim FC St. Pauli endlich, dass Patrik Borger eine Gefahr für den Klassenerhalt ist und warum zur Hölle wurde am bisher wohl hellsten Tag des ganzen Jahres um 15 Uhr zur zweiten Hälfte das Flutlicht eingeschaltet? Erhellende Antworten bitte in die Kommentare!

Donnerstag, März 27, 2008

Jensen meets Jensen.

Mal wieder ein bisschen Werbung in eigener Sache: Ich komme gerade aus dem Weserstadion zurück, wo ich Gelegenheit hatte, mich ausführlich mit Daniel Jensen zu unterhalten. Wir haben über die aktuelle sportliche Lage bei Werder, seine Vertragsverlängerung bis 2011, die für Dänemark verpasste EM und noch ein paar Dinge mehr gesprochen.

Sobald ich das Gespräch verschriftlicht habe und es von Werders Medienwachhund Tino Polster abgenommen wurde, wird es im Citytalk von bremen4u zu finden sein. Das dürfte irgendwann morgen Nachmittag der Fall sein. Also vormerken und ruhig mal fünf Minuten ins Lesen investieren! Besten Dank.

Update: Das Interview ist jetzt erschienen und hier zu finden.

Sonntag, März 23, 2008

Schone deine Stimme.

Aus aktuellem Anlass (Werder hat heute in Bielefeld gespielt) habe ich mich gerade an ein witziges Filmchen erinnert, dass vor einer Weile in der Sportschau gezeigt wurde. Der sehr kurze Streifen wurde zum 500. Bundesligaspiel der Arminia produziert und ist ursprünglich über "Halbvier TV" auf der Arminen-Seite zu sehen gewesen. Ich finde den Clip auf jeden Fall sehr gelungen. Wer ihn noch nicht gesehen hat:

Die Medientipps für den Ostersonntag.

Frohe Ostern und viel Erfolg bei der Eiersuche sei euch gewünscht! Da aber niemand den ganzen Tag mit Eier pellen, gutem Essen und dem ein oder anderen Spaziergang verbringen kann, braucht's natürlich auch ein wenig Fußball zum Glücklichsein.

Eine ordentliche Dosis hiervon gibt's ab kurz vor 17 Uhr auf bremen4u.de, wo der liebe Kollege Christoph live vom Spiel Bielefeld gegen Werder berichtet.

Dann bleibt genug Zeit für ein leckeres Abendessen und einen schönen Spielfilm, bevor Radio Bremen um 22.45 Uhr im NDR mit dem Sportclub auf Sendung geht. Dort wird heute Sebastian Boenisch zu Gast sein, außerdem gibt es einen ausführlichen Bericht des Werder-Spiels. Lohnt sich auf jeden Fall!

Donnerstag, März 20, 2008

Petri Pasanen bleibt in Bremen!

Hauskaa Pääsiäistä!

Oder auch "Frohe Ostern", nur auf Finnish. Petri Pasanen bleibt bis 2011 ein Grün-Weißer. Auf Finnisch liest sich das übrigens so:

Spekulointi A-maajoukkuepuolustaja Petri Pasasen jatkolla on päättynyt, kun suomalainen laittoi nimensä seuran tarjoamaan jatkosopimukseen. Uuden sopimuksen myötä Pasanen jatkaa Saksan kärkiseuroihin lukeutuvan bremeniläisseuran riveissä kesään 2011 saakka.

Ivo! (Freude)









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Mittwoch, März 19, 2008

Ein außergewöhnlicher Sportsmann.

Olli Kahn bekommt nach seinem Karriereende im Sommer ein offizielles Abschiedsspiel vom DFB. Olli Kahn hat 86 Länderspiele gemacht und keinen WM- oder EM-Titel gewonnen. Als Thomas Häßler, Jürgen Kohler und Jürgen Klinsmann, allesamt Weltmeister und mit über 100 Länderspielen auf dem Konto, aufhörten, gönnte ihnen der DFB eine solche Ehre nicht.

Das finde nicht nur ich unglücklich, sondern auch noch ein paar andere Leute, wie hier lesenswert festzustellen ist.

Schade, dass Kahn nicht mehr da ist, wenn sich Klinsmann bei den Bayern auf die Trainerbank setzt. Hätte lustig werden können.

Sie steht im Tor, im Tor, im Tor

Als Stadiongänger kennt man ja schon länger diese unglaublich niveaugeladenen Gesänge, in den behauptet wird, dass einzelne Spieler der jeweils gegnerischen Mannschaft weiblichen Geschlechts seien. Der Kicker, immer ein Ohr am Fan, hat da wohl was für bare Münze genommen:
"Michael Hofmanns Ablösung durch Philipp Tschauner im "Löwen"-Tor endete nicht im Streit, sondern in der Vertragsverlängerung beider Keeper. Nachdem Hofmann vergangene Woche bis 2009 unterschrieben hatte, dehnte nun auch Tschauner ihren Kontrakt bis 2011 aus."
Was der Keeper dazu wohl sagt? Tschauner mal!

Dienstag, März 18, 2008

Kein Bock mehr, Werder-Fan zu sein?

Es war in den letzten Wochen schon ziemlich deprimierend, Werder Bremen zu unterstützen. Raus aus dem DFB-Pokal, raus aus dem UEFA-Cup, raus aus dem Meisterschaftstrennen. Das Stadion wird in den kommenden Wochen wahrscheinlich nicht mehr aus allen Nähten platzen, weil man in Bremen schnell wieder zum Nichtstadiongänger wird, wenn es gerade nicht so gut läuft.

Wer noch einen Schritt weiter gehen und lieber Fan eines anderen Vereins werden will, für den hat Werder.de-Forumsuser "Bierstandszene" einen tollen Tipp: Die "Fanconsult Ltd." Sein Text dazu ist so köstlich, dass ich ihn euch nicht vorenthalten möchte:

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Dann komm zu uns, komm zu Fanconsult Ltd !

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Du liebst Bengalos, Rauchpulver, Leuchtraketen und stadionverhüllende Choreos? Deine Kreativität als Pyromane wird vom Verein nicht genügend gewürdigt?

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25 kg Überraschungspaket Pyrotechnik mit Höhenfeuerwerk
Styleberatung (welcher casual wear ist wo angesagt)
Sprachkurs ( gängigste Beschimpfungen von Schiri, Ordnungsdienst und Polizei in Landessprache)
Kautionsversicherung (nach maximal 7 Tagen Besuch vom Rechtsanwalt in der Zelle)

Wir übernehmen auch Härtefälle mit vorhandenem Stadionverbot!

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Du warst schon dabei, als Rapid Wien deutscher Meister wurde?
Früher war sowieso alles besser? Die Ronhof- Grätsche ist für dich der Inbegriff der Spielkultur? Du meinst, Sitzplätze und überdachte Tribünen sind was für Warmduscher?

Dann komm zu uns!

Wir bieten Stehplätze auf bröckelnden Betonruinen und Bierpreise wie 1975!
Der Charme der alten Zeit- entdecke ihn wieder in den 2. Ligen des Baltikums!

Zum Wechselpaket gehören

Strickpulli und 4m-Strickschal in Vereinsfarben
30er Kasten Haake-Beck
Nostalgischer Flaschenöffner
Auswärtsfahrten mit garantiertem Teilnehmerlimit von 25 Leuten maximal

Jetzt neu im Angebot: 2. schottische Liga mit Regen- und Windgarantie!

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Du bist Mode- und Erfolgsfan?
Du ärgerst dich, mal wieder auf den falschen Verein gesetzt zu haben? Du hast wieder für hunderte von Euros Karten und Fan- Equipment gekauft, dass du jetzt in die Mülltonne schmeissen kannst?

Dann komm zu uns!

Jede Woche das Spiel des Tabellenführers sehen ist mit uns kein Problem! Wir haben anonyme Tribünenkarten für alle Spiele, die nach Bedarf auf deinen Namen umgeschrieben werden. Mehrmaliger Vereinswechsel während der Saison ist problemlos möglich!

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Eintrittskarte Haupttribüne
Kurze Einweisung in die Biographie des Vereins
Gefakte Bilder, die dich mit den wichtigsten Spielern des jeweiligen Vereins zeigen
Paket Fanartikel mit dem peinlichsten, was der Verein zu bieten hat

Ob Pokal oder Meisterschaft- mit uns bist du immer der Gewinner!


Fanconsult Ltd- denn der Fan ist größer als sein Verein!
supporting supporters since 1899

Freitag, März 14, 2008

Wenn es denn nur so wäre...

"Schön gedacht, schlecht gemacht": Der Kicker stellt unter Beweis, dass er zumindest für den Bereich Geografie kein Fachblatt ist. Anlässlich der Auslosung des UEFA-Cup Viertelfinals schreiben die Nürnberger online:
"In der Champions League sind vier Vertreter aus der Premier League dabei, im UEFA-Cup haben sich dagegen alle Klubs von der Insel bereits verabschiedet."

Nach dem, was ich gestern abend mit ansehen musste, würde ich mir zwar wünschen, es wäre wahr, aber auch der UEFA-Cup ist halt kein Ponyhof. Die "Insel" übrigens auch nicht - die ist nämlich viel größer...

Mittwoch, März 05, 2008

Urlaub.

Wenn hier im Blog in der kommenden Woche nicht allzu viel passiert, liegt das daran, dass ich mich ausnahmsweise selbst ausführlich sportlichen Aktivitäten widme, statt bloß darüber zu schreiben. Sieben Tage Skiurlaub in Österreich, präziser gesagt in dem kleinen Bergdörfchen Königsleiten, liegen vor mir.

Ich hoffe, unversehrt zurückzukommen und hier bald wieder meinen Senf zum aktuellen Sportgeschehen abgeben zu können. Die erste Bewährungsprobe (allerdings nur für mein Sitzfleisch) wird schon die Hinfahrt: locker-flockige 956 Kilometer...


Größere Kartenansicht

Liveblogging Glasgow Rangers - Werder Bremen

Wenn Werder morgen Abend ab 21 Uhr im Ibrox Park gegen die Glasgow Rangers spielt, ist das deutsche Fernsehen ja nun leider nicht mit von der Partie. Einzig werder.tv zeigt für fünf Euro neunundneunzig Livebilder aus Schottland.

Dumme Sache, die aber durch die Berichterstattung der Sofa-Experten im Citytalk-Blog von bremen4u etwas besser wird. Falls die Technik mitspielt, sind wir ab kurz vor Anpfiff auf Sendung. Wir würden uns freuen, wenn der eine oder andere, der hier mitliest, mal einen Blick riskiert und 'nen Kommentar hinterlässt.

Dienstag, März 04, 2008

Skifahrer muss Bein amputiert werden.

Dem österreichischen Skirennläufer Matthias Lanzinger muss der linke Unterschenkel amputiert werden. Der 27-Jährige war am Sonntag beim Weltcuprennen im norwegischen Kvitfjell in der Disziplin Super-G richtig böse gestürzt und hatte sich dabei offene Brüche an Schien- und Wadenbein zugezogen.

Weil kein Rettungshubschrauber vor Ort war, dauerte der Abtransport viel zu lange. Nach zwei langen OPs steht jetzt fest, dass das Bein Lanzingers abgenommen werden muss, um schlimme Folgeschäden zu vermeiden.

Der Verband der Ösis ist nun natürlich fassungslos und stocksauer und überlegt, wegen Fahrlässigkeit eventuell rechtlich gegen die Organisatoren vorzugehen. [Quelle: sport1.de]

Wahnsinn, dass es passieren kann, dass ein Profi-Sportler wegen unzureichender medizinischer Versorgung seine weitere Karriere in die Tonne kloppen kann.

Unten der Sturz in bewegten Bildern. Leser mit schwachen Mägen sollten es vermeiden, nach dem Hinfallen auf das schlackernde linke Bein zu gucken.