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Dienstag, November 18, 2008

Buchtipp: "Grün-weißes Wunderland".

Die Bremer Journalisten Olaf Dorow und Sven Bremer haben ein Buch über Werder Bremen geschrieben und ich habe es gelesen.

Meine selbstverständlich ehrliche und sehr positive Meinung zu "Grün-weißes Wunderland" findet sich nun im Blog von bremen4u - inklusive Verlosung.

Ich war zu faul, für die Sofa-Experten noch einen Text zu schreiben, daher nur der Link. Bitte seht es mir nach!

Freitag, Juli 04, 2008

Lesetipp: "Nowitzki".


Hin und wieder fallen uns Experten besonders schöne Buch- oder DVD-Veröffentlichungen in die Hände, die wir dann auf unserem Sofa genießen und hier vorstellen.

So ein Fall war zuletzt das äußerst schlicht, aber dennoch völlig treffend "Nowitzki" betitelte Buch der Journalisten Peter Sartorius (Süddeutsche Zeitung, Geo) und Joachim Mölter (ebenfalls SZ) mit Texten von Nowitzkis Dirk persönlich.

Erschienen ist das knapp 300 Seiten umfassende Werk über den besten deutschen Basketballer und einen der populärsten Sportler überhaupt am 1. Juli, mir wurde freundlicher Weise ein Vorabexemplar vom Verlag Rowohlt zur Verfügung gestellt.

So konnte ich die wirklich spannend erzählte Geschichte eines damals noch kleinen Jungen aus der Nähe von Würzburg auf dem Weg in die NBA, in die Nähe des Meistertitels 2007 und zur Trophäe für den wertvollsten Spieler, sprich MVP, in Ruhe nachlesen und schon jetzt, kurz nach Veröffentlichung, meinen Senf dazu abgeben.

Die beiden Haupt-Autoren haben sehr gut recherchiert und bieten Anekdoten und Details, die anmuten, als wären sie bei jedem Karriereschritt Dirk Nowitzkis selbst dabei gewesen. Ergänzt werden ihre neun etwas pathetisch "Die Weissagung", "Victory Lane" oder "Showdown" betitelten Kapitel von Anmerkungen aus Dirk Nowitzkis Sicht, die das Buch noch authentischer und lesenswerter machen.
Hin und wieder sind auch Fotos eingearbeitet, die aber nicht nur als Blickfänge dienen, sondern die Texte sinnvoll unterstützen.

Alles in allem ist "Nowitzki" eine sehr gelungene Sportlerbiographie auf sprachlich hohem Niveau. Lohnt sich unbedingt, auch für nicht unbedingt glühende Basketballfans wie mich.

Donnerstag, Mai 15, 2008

Bildschön.

Vor einer Weile hatte ich ja schon einmal kurz auf das Buch „Reuters – Sport im 21. Jahrhundert“ hingewiesen und mich darauf gefreut, endlich selbst reinschauen zu können. Nun ist mir endlich ein Exemplar dieses tollen Bildbands ins Haus geflattert, wobei das wohl angesichts dieses Brockens von Buch ein viel zu elegantes Wort ist.

Kiloschwer und fast 400 Seiten dick sind in diesem Wälzer genau 766 der außergewöhnlichsten, spektakulärsten oder auch einfach „nur“ schönsten Fotos gesammelt, die im Laufe der Jahre 2000 bis 2007 von Reuters-Fotografen (kurze Info für alle, die sich in der Medienwelt nicht so auskennen: Reuters = größte Nachrichtenagentur der Welt) gemacht wurden.

Eingeteilt ist der große Fototeil, der auf eine kurze textliche Einführung zum „Sport im 21. Jahrhundert“ folgt, in vier große Kapitel: Sportliche Triumphe, Helden und Verlierer, Der Geist des Sports und Abseits des Spielfelds.

Mir haben es besonders die Kapitel drei und vier sehr angetan, weil man vor allem dort Motive zu sehen bekommt, die es nicht oft in die alltäglichen Medien schaffen. Es gibt Fotos von abseitigen Sportarten wie Moor-Schnorcheln oder Menschen, die beim englischen Tough Guy Event durch Flammen laufen. Diese besonderen Leibesertüchtigen sind ganz speziell von den Fotografen eingefangen worden, wodurch sich dem Leser/Betrachter ganz neue Perspektiven auf die Welt des Sports eröffnen.

Natürlich kommen auch die „großen“ Disziplinen und ihre Vertreter keineswegs zu kurz. Es gibt neben vielen anderen Bilder des Moments, in dem Zidane im WM-Finale 2006 die rote Karte sieht und von Tiger Woods, der gerade zu einem seiner präzisen Schläge ansetzt. Die abwechslungsreiche Mischung zwischen Top-Athleten und völlig unbekannten Sportlern macht dieses Buch besonders schön.

Die Bilder stehen übrigens niemals ganz für sich, immer gibt es auch einen kurzen Text dazu. Der sorgt für die nötige Einordnung, sowohl zeitlich als oft auch in dem Sinne, dass er erklärt, warum gerade dieser eine Augenblick wichtig genug war, für das Buch ausgewählt zu werden. Die Texte trüben den Genuss des Buches kaum, sie stehen so weit zurück, dass die Bilder immer noch die unbestrittenen Stars jeder einzelnen Seite bleiben und genug Platz bekommen, ihre volle Wirkung zu entfalten.

Ich kann guten Gewissens jedem – nicht nur Sportfans – raten, wenigstens mal einen Blick in diesen wirklich brillanten Fotoband, der hierzulande im Bucher Verlag erschienen ist, zu werfen. Wer sich das Buch selbst kaufen möchte, aber den recht hohen Preis von fast 40 Euro scheut, der bekommt mit der englischen Originalausgabe "Reuters - Sport in the 21st Century" eine Variante geboten, die zuletzt vielerorts im Preis gesenkt wurde.

PS: Leider habe ich keine Möglichkeit, hier einige der Fotos aus dem Bildband zu zeigen und diesen Buchtipp so etwas anschaulicher zu machen. Ich kann nur noch einmal auf die Bildergalerie auf Spiegel online verweisen, wo einige Highlights aus „Reuters – Sport im 21. Jahrhundert“ gezeigt werden.