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Donnerstag, Dezember 18, 2008

Paule back in Bundesliga?

Bisher meine Meldung des Tages: Angeblich soll Borussia Mönchengladbach an einer Verpflichtung von Paul Stalteri interessiert sein, einem der Bremer Helden aus dem Double-Jahr 2004.

Auch, wenn er dann nicht mehr im Werder-Trikot den Platz umpflügen würde, ich wäre sehr froh über eine Bundesliga-Rückkehr des Kampf-Kanadiers. Derzeit ist er ja nicht besonders glücklich beim Tottenham Hotspur FC. Also, come back, Paule!

Mittwoch, November 12, 2008

Hamburg callin’.

Ich hatte den Herrn Dr. Selzsam, seines Zeichens glühender Anhänger des einzig wahren Hamburger Fußballclubs, gebeten, doch bitte mal die zehn besten Argumente für regelmäßige Stadionbesuche bei seinem Lieblingsverein vom Kiez aufzulisten. Herausgekommen ist die folgende Liebeserklärung an Braun-Weiß, die ich äußerst überzeugend finde. Danke übrigens auch für die Blumen im Prolog, lieber Doktor!

Der Sofa-Experte Jensen siedelt demnächst von Bremen nach Hamburg über. Links der Weser ist das natürlich ein schmerzlicher Verlust, doch die Elbestadt kann sich freuen. Fußballtechnisch dürfte für die Hamburger dann auch etwas zu verdienen sein, denn ganz ohne Stadionbesuche in der künftigen Wahl-Heimatstadt wird der Gute wohl kaum auskommen. Wo er nicht hingeht, ist nicht zuletzt aufgrund des Gestanks der nahen Müllverbrennungsanlage bereits klar. Doch damit Jensen am Ende nicht bei Altona oder Eintracht Norderstedt landet, werde ich hier mal die zehn wichtigsten Gründe für regelmäßige Besuche am Millerntor bereitstellen. Aus tiefer Überzeugung und großer Wehmut übrigens, doch das ist eine andere Geschichte. Also los:

Nummer 10: Die Ruhe
Am vergangenen Spieltag haben die Hamburger Fans, wie auch ihre Kollegen aus Freiburg, gezeigt, dass sie durchaus schweigen können. Das ganze war zwar nur eine Aktion gegen fanfeindliche Anstoßzeiten, aber dennoch: Auf einen regelmäßigen Weserstadion-Besucher muss diese Ruhe heimisch wirken. Das Potential zur Schweigsamkeit dürfte daher bei der Eingewöhnung am Millerntor sehr hilfreich sein und liefert den ersten Pluspunkt.

Nummer 9: Das Sofa
Jensen ist Sofa-Experte. Am Millerntor werden in den kommenden Jahren nach Plan des „Fan-Präsidenten“ Cornelius Littmann ganz unzotig „Separées“ getaufte Logen eingerichtet, in denen man auch halb wohnen können soll. Für ein Sofa ist da natürlich auch Platz. Der Vorteil liegt auf der Hand.

Nummer 8: Die Wärme
Nach dem Aufstieg hat sich der FC Sankt Pauli eine Rasenheizung gegönnt. Das bedeutet: Nie wieder Eis und Schnee. Soweit ich mich erinnere, war das ja besonders für Bremer ein ganz wichtiger Punkt bei der Entwicklung des Fußballsports auf Sankt Pauli.

Nummer 7: Der Antifaschismus
Was Werders Fanszene am vergangenen Spieltag völlig zurecht viel Lob eingebracht hat, wird bei Sankt Pauli bekanntermaßen schon länger praktiziert: Nazis müssen draußen bleiben. Und zum Eigenschutz auch besser auf etwas Abstand vom Stadtteil… Der Vorteil für Jensen am Millerntor: Wenn es doch mal einen Zwischenfall gibt, regelt sich das in der Regel ohne dass der Fanbetreuer die Polizei ruft, die dann die eigenen Leute mit Pfefferspray eindeckt. Der Vorteil ist im wahrsten Sinne des Wortes augenscheinlich.

Nummer 6: Erfolgsfanfreiheit
Auch wenn es in letzter Zeit steil bergauf ging mit dem magischen FC, Platz sieben in Liga zwei und das sträfliche Fehlen von Lechner, Sako und Co. in Doppelpass-Runden, in Panini-Sammel-Alben und auf Bravo-Sport-Postern hält die Erfolgsfangemeinde auf Abstand. Auch nach vier Auswärtsniederlagen in Folge fordern daher immer noch die wenigsten die sofortige Köpfung des gesamten Trainer-Teams. Hat was Entspannendes.

Nummer 5: Die Abwechslung
Auch wenn der Spielbetrieb in Liga zwei den Champions League verwöhnten Fan nicht immer direkt zu 90-minütigen Jubelstürmen hinreißt, ist ein Besuch am Millerntor immer mit großer Spannung verbunden. Welche Tribünenteile sind wohl in den letzten zwei Wochen dazu gekommen? Wo fährt der „Fan-Präsident“ diesmal medienwirksam mit dem Abriss-Bagger vor, obwohl die Verträge für die neue Tribüne noch längst nicht stehen, wo reckt sich das nächste Stahlrohr-Monster von Kurve in den Hamburger Himmel? Wer da nicht aufgeregt ist…

Nummer 4: Das Bier
Hat Herz. Schmeckt. Und gibt es noch ohne eigene Stadionwährung. Auch wenn das knapp war.

Nummer 3: Die Ölsardine
Heute kann es regnen, stürmen oder schneien, denn du bist ja selbst schon – warm wie Sonnenschein. Wie das kommt? Nachdem der FC Sankt Pauli 2005/2006 eine recht erfolgreiche Saison im DFB-Pokal spielte, fiel einigen Fernsehzuschauern mit DFB-Funktion auf, dass in der elektrisierten Masse gar keine Schneisen zu erkennen waren. Seitdem wurde der Verein gezwungen, die Aufgänge freizuhalten. Seitdem haben sich im Stadion zwei Dinge geändert: Es gibt mehr Ordner und weniger Platz zum Stehen. Gerade bei den besser besuchten Spielen, also im Prinzip bei allen, die keine Freundschafts- oder U-18-Länderspiele sind, erzeugt die Nähe zum bisher meist unbekannten Nachbarn daher nicht nur soziale Wärme. Mit etwas Glück lässt sich so auch noch die ein oder andere legale bis semilegale Droge konsumieren – als Dusche oder als Schwade.

Nummer 2: Der Totenkopf
Auch wenn Spätaussiedler aus ehemaligen Sowjetrepubliken aufgrund des von der Hausbesetzerszene ins Stadion geschleppten Symbols der Freibeuter der Liga teilweise noch heute eine Verbindung zur SS vermuten, haben sich die Kleidungsstücke in Alltag und alternativen Stadtteil- und Musiksümpfen bestens bewährt. Damit auf zu linken Pfaden zu wandeln, braucht aber niemand befürchten. Das Logo wurde wie alle Merchandising-Artikel zu 90 Prozent an eine Vermarktungsagentur verkauft, die das Symbol der Rebellion nach den Regeln des Marktes politisch korrekt kapitalisiert. Che Guevara lacht auch gern von Fanutensilien, selbst kubanische Nationalflaggen haben es inzwischen in die Höhle der Anti-Nationalen geschafft. Das nennt man dann Kult.

Nummer 1: Die Fans
Trotz allem Kult und aller Ironie zum Schluss doch noch die Liebeserklärung. Denn es gibt auch wirklich noch viele Gute im und am Millerntor. Bekloppte Abendblatt-Bye-Bye-Bayern-Winkehände mit eigenen Bye-Bye-Littmann-Winkern zu kontern, ein Fanbetreuer, der zusammen mit dem Stadion-Sicherheitschef mangels versagter Polizei-Unterstützung zu zweit in den Chemnitzer Fanblock geht, um eine Nazi-Fahne abzumontieren, ein Sport- und Softporno-Sender, der sich über seinen Sprecher aus verletztem Stolz über Fanproteste gegen von ihm initiierte Spieltagszerstückelungen in der lokalen Boulevard-Presse ausheult, ein organisierter Fanmarsch mit 8000 Menschen gegen eine Polizei-Aktion gegen den Fanladen und jedes Heimspiel eine riesige Choreo – all das hat schon was. Und wenn auswärts ein paar faschistoide Rostocker hupen, hagelt’s auch mal Gürtel. Das ist mein Sankt Pauli. Wer Fußball mag, wer Fankultur ohne Atzengeballer mag und wer Emotionen mag, der ist hier richtig. Also lass es dir nicht entgehen, Jensen!

Sonntag, August 03, 2008

Güle güle, Alparslan.

Es mag ein bisschen zu dick aufgetragen klingen, aber verliert Werder im Moment zumindest einen Teil seiner Zukunft?

Nach Amaury Bischoff, der Werders U23-Nachwuchs kürzlich Richtung London verließ, um bei Arsenal anzuheuern, macht sich nun das zweite Riesentalent aus Werders Schmiede vom Acker.

Wie Werder selbst verlauten lässt, hat sich Michael Skibbes Club Galatasaray Istanbul die Dienste des 19-jährigen Linksverteidigers gesichert. Für Werder soll das Geschäft finanziell so lukrativ gewesen sein, dass ein Nein anscheinend nicht ernsthaft in Frage kam.

Ich persönlich finde es sehr schade, da ich Erdem für einen sehr guten Außenverteidiger halte und mir immer gewünscht hab, dass er auch in der ersten Mannschaft mal eine ernsthafte Chance bekommt. Nun hat Werder zum wiederholten Mal einen Spieler richtig gut ausgebildet und ein anderer Verein fährt die Ernte ein.

Hoffentlich geht der Aderlass bei Werder II jetzt nicht noch weiter, sonst sieht's bald düster aus für Trainer Thomas Wolter und auch für die Möglichkeit, nach Borowski, Schulz, Harnik et cetera erneut einen richtig guten Nachwuchsmann in die Elitetruppe zu integrieren.

Mittwoch, Juli 16, 2008

Wat denn nu?

Braucht Werder noch einen richtig guten Angreifer oder vielleicht doch nicht? Diese Frage scheint momentan die bedeutendste zu sein in der Saisonvorbereitung der Grün-Weißen.

Schaaf und Allofs äußern sich nur äußerst widerwillig und undurchschaubar zu Transferaktivitäten, dafür sind aus dem Kreis der Spieler umso deutlichere Stimmen zum Thema "Top-Stürmer für Werder?" zu vernehmen.

Vor knapp einer Woche teilte Stürmer Markus Rosenberg Reportern der Bild mit, er sei der Meinung, dass Werders Sturm auch ohne Neuzugang durchschlagskräftig genug sein werde. Almeida, Sanogo, Harnik und er selbst - das reiche für Bundesliga und Champions League.

Nun hat Mannschaftskamerad Torsten Frings den Kollegen der Sport-Bild etwas ganz anderes gesagt. Heute erschien ein Interview mit Werders Vize-Kapitän, in dem er die Verpflichtung eines zusätzlichen Angreifers geradezu fordert:

"Wenn man die Bilanz unserer Stürmer sieht, dann kann man mit der Ausbeute zufrieden sein. Fast alle haben zehn oder mehr Tore geschossen und den Weggang von Miroslav Klose zu den Bayern gut aufgefangen. Man hat nicht gemerkt, dass er weg war. Richtig ist aber auch: Um uns weiter zu verbessern, müssen wir einen Top-Stürmer holen", so Frings, bei Werder wohl einer der einflussreichsten Spieler.

Tja, Einigkeit sind anders aus. Ich neige übrigens dazu, Frings Recht zu geben. Bei Rosenberg ist zu vermuten, dass er eher zusätzliche Konkurrenz fürchtet, als tatsächlich davon überzeugt zu sein, dass Werder einen meisterlichen und für die CL reifen Sturm hat. Frings sieht das sicher objektiver.

Dienstag, Juli 01, 2008

Adieu, Amaury

Die Werder-Homepage vermeldet, Amaury Bischoff, begnadeter Fußballer aus der der Zweiten Mannschaft, hat eine Vertragsverlängerung abgelehnt. Damit endet die Zeit des im Sommer 2005 von Racing Straßburg an die Weser gewechselten 21-jährigen im Dress der Amateure mit 62 Spielen und 6 Toren. Bei den Profis kam Amaury einmal im UEFA-Cup-Spiel gegen Celta Vigo im März 2007 zum Einsatz.
Amaury wechselt - zumindest sagen dies verschiedene Medienberichte - zum FC Arsenal, der vom französischen Coach Arsene Wenger trainiert wird und in der Vergangenheit Talente wie Cesc Fabregas und Aleksandr Hleb zu Spielpersönlichkeiten geformt hat. Ob Bischoff jedoch schon so weit ist, wie Hleb vor drei Jahren, ist fraglich. Dennoch: Alles Gute von den Sofa-Experten, bon voyage!

Dienstag, Mai 20, 2008

Wer geht wohin, wer kommt woher?

Kaum ist die Bundesligasaison vorbei, dreht sich das Personalkarussell ganz schnell. Hier mal eine kleine Übersicht, was in Werders Kaderküche momentan so am Köcheln ist:

Christian Vander hat seinen Vertrag kürzlich um zwei Jahre verlängert.

Kevin Schindler soll für eine Saison ausgeliehen werden, allerdings auf keinen Fall an einen Regionalligisten. Mehrere Klubs aus Liga eins und zwei sollen Interesse haben.

John Jairo Mosquera wird ebenfalls wieder ausgeliehen. Wohin der Kolumbianer nach den Kurzzeit-Stationen Wacker Burghausen und Alemannia Aachen diesmal geht, ist bisher noch nicht klar.

Dusko Tosic wird trotz Arbeitspapiers bis 2011 woll gehen, falls ein Angebot für ihn kommt.

Pierre Wome hat Vertragsgespräche mit Allofs abgelehnt, wird Werder also verlassen.

Carlos Alberto verlässt den FC Sao Paulo, kommt aber nicht zurück an die Weser. Stattdessen wird er für ein Jahr an Botafogo Rio de Janeiro ausgeliehen.

Marcelo Moreno von Cruzeiro Belo Horizonte soll an die Weser wechseln, ist Werder aber momentan offenbar noch zu teuer. Der 20-jährige Stürmer soll die Lücke füllen, die der Abgang von Ivan Klasnic hinterlässt.

Ivan Klasnic wiederum ruft immer mehr Interessenten auf den Plan. Nach Stuttgart, Hannover und Istanbul soll jetzt auch noch Olympiakos Piräus an ihm interessiert sein.

Sonntag, Mai 18, 2008

Der letzte Mohikaner.

Nach der Ankündigung Ivan Klasnic', Werder zur neuen Saison zu verlassen, dachte ich erst, damit würde zusammen mit Tim Borowski tatsächlich der letzte Meister und Pokalsieger von 2004 Bremen den Rücken kehren. Bei genauerem Hinsehen fiel mir aber auf, dass Frank Baumann ja weiterhin die Stellung hält. Irgendwie dennoch traurig, dass von einer solch geilen Mannschaft nur noch ein Spieler da ist.

Hier mal in der Übersicht, wohin die Double-Sieger (nur das im weiteren Sinne Stimmpersonal) von vor vier Jahren im Laufe der Zeit entschwunden sind:

Tor: Andreas Reinke -> Karriereende

Abwehr: Ümit Davala -> Karriereende; Valérien Ismael -> Bayern München -> Hannover 96; Mladen Krstajic -> FC Schalke 04; Victor Skripnik -> Karriereende; Paul Stalteri -> Tottenham Hotspur -> FC Fulham

Mittelfeld: Tim Borowski -> Bayern München; Fabian Ernst -> FC Schalke 04; Krisztian Lisztes -> Borussia M'gladbach; Johan Micoud -> Girondins Bordeaux; Christian Schulz -> Hannover 96; Pekka Lagerblom -> 1. FC Köln -> Alemannia Aachen

Sturm: Ailton -> FC Schalke 04 -> Besiktas Istanbul -> Hamburger SV -> Roter Stern Belgrad -> Grasshopper Zürich -> MSV Duisburg -> Metalurg Donezk; Angelos Charisteas -> Ajax Amsterdam -> Feyenoord Rotterdam -> 1. FC Nürnberg; Markus Daun -> 1. FC Nürnberg -> MSV Duisburg; Ivan Klasnic -> ???; Nelson Valdez -> Borussia Dortmund

Insbesondere bei unseren ehemaligen Angreifern fällt auf, dass sie bei ihren neuen Clubs nicht so recht glücklich geworden sind. Manche wurden zu Wandervögeln (Ailton, Harry), andere kackten richtig ab (Nelson). Tja, selbst schuld. Wären sie mal an der Weser geblieben!

Freitag, November 23, 2007

Auf die Fresse! Zero Tolerance.

Platz zwei in der Bundesliga, Schlagdistanz zu den Bayern, da könnte man meinen: Alles in Butter in der Wesermarsch. Weit gefehlt: Mittlerweile dürfte jeder mitbekommen haben, dass sich Boubacar Sanogo und Carlos Alberto am Donnerstag beim Training mal so richtig auf den Zahn gefühlt haben.

Vielleicht sollte man dem Herrn Alberto mal erzählen, dass es langsam Zeit wird, sich fußballerisch in den Vordergrund zu drängen, als nur mit seltsamen Krankheiten (für die er nichts kann), Steuerproblemen (...), Ernährungsumstellungen (geht auf sein Konto) und Fausthieben.

Auch wenn er vielleicht von Sanogo provoziert wurde (was ich mir gut vorstellen kann, er hatte in Hamburg auch die eine oder andere Rangelei) - er sollte langsam akzeptieren, was von ihm erwartet wird. Auch wenn das für einen jungen Spieler in einem fremden Land nicht so einfach ist. Die gezeigte Aggressivität sollte, gepaart mit seinen fußballerischen Qualitäten, dem SVW wirklich helfen in den nächsten Wochen.

Ich finde es gut, dass Werder die beiden "Profis" komplett aus dem Kader für das kommende Wochenende genommen hat. Vor dem Hintergrund der vermehrten Berichte über Gewalt im Fußball (auf den Rängen wie auch auf dem Spielfeld) müssen sich die Spieler ihrer Vorbildrolle bewusst sein. Auch wenn sie nicht um diese Rolle gebeten haben. Es ist nunmal die Realität, dass nicht nur Kids zu den gutbezahlten Berufsfußballern aufschauen.

Montag, September 03, 2007

Was macht eigentlich..?

Kolumnen dieser Art sind definitiv meine Liebsten. Geht es um Schauspieler, Musiker, vor allem aber um Sportler.
Vor kurzem kam die Frage auf, was eigentlich Pascal Borel macht, ehemals Ersatz-Keeper des SV Werder Bremen? Nachdem er sich aufgrund unheimlich durchschnittlicher Leistungen in Bremen nicht auf Dauer durchsetzen konnte, aber dennoch zu immerhin 32 Erstliga-Einsätzen kam (sogar in der Meistersaison 03-04) wechselte er ablösefrei zu LR Ahlen. Auch dort konnte er sich nicht durchsetzen, fand sich ein Jahr später dann gänzlich ohne Job wieder. Das änderte sich auch ein weiteres Jahr lang nicht. Er trainierte in diesem Jahr unter anderem ein paar Mal beim SC Freiburg mit, es ging um die Stelle als Zweiter Torhüter beim Zweitligaclub. Daraus wurde nichts.
Als der HSV dann in der vergangenen Woche gegen Honved Budapest in der Champions-League Qualifikation ranmusste, traute ich meinen Augen kaum: Ein gewohnt breit grinsender, leicht debil schauender Pascal Borel durfte den ersten Torhüter aus Budapest warmschießen und sich dann auf die Bank setzen. Budapest hat sich Borel geangelt, da sich alle Torhüter, bis auf die Nummer eins, verletzt hatten
Borel hat einen seltsamen Weg eingeschlagen, bedenkt man, dass er 2003 noch zum "DFB-Team 2006" gehörte - also zu der Persepektivmannschaft für die WM 2006. Bleibt ihm zu wünschen, dass er bei Honved glücklich wird. Im UEFA-Cup ist In der UEFA-Cup Quali war sein Verein ja immerhin, die nationale Meisterschaft wird wohl auch wieder Honved zufallen.

Samstag, August 18, 2007

Trümmer einer Beziehung

Nachdem es in Sachen Klose lange hin und her ging, kam der verlorene Sohn heute mit seiner neuen Equipé zurück nach Bremen. Was ihn in den Augen einiger "Fans" und T-Shirt-Besitzer damit zu einem "Hurensohn" machte. Schade. Wie gesagt, das Ende der Dreiecksbeziehung Klose-SVW-Fans war natürlich nicht schön. Aber ist das nicht oft so bei einer heißen Liebe? Muss das nicht so sein? Bei derart inniger Zuneigung, starken Gefühlen, Unterstützung und Leidenschaft? Leidenschaft erschafft Leiden. Danke Miro, wir haben uns wohl beide verändert, es ist wie es ist.

Und wer jetzt denkt: BlaBla, der Miro hat es sich mit der Art und Weise seines Abgangs verscherzt, dem seien hier zwei Dinge an die Hand gegeben: 1. Was weiß man denn bis jetzt genau über die Fakten in Sachen Klose-Wechsel? Und 2., auf eine tragische Art und Weise lustig: Sollte diese Geschichte (hier nochmal auf Deutsch) stimmen, hat sich Klose verhalten, als sei er noch das schüchterne Reh aus der Pfalz, für das er lange gehalten wurde...
Spanischkenntnisse sind von Vorteil. Aber Bildbearbeitungskenntnisse noch besser. Bearbeitet oder Echt? Wenn echt, dann gute Nacht.

Mittwoch, August 15, 2007

Die dicken Kinder vom HSV.

Gerade habe ich im Videotext von Eurosport etwas gelesen, was ein schneller Blick auf sport1 bestätigt hat:

Rafael van der Vaart, der Hamburg ja lieber heute als morgen Richtung Valencia verlassen möchte, hat sich beim Spielen mit seinem einjährigen Sohn am Rücken verletzt - Hexenschuss durch Hochheben, der kleine Damiam van der Vaart muss wohl eine ganz schöne Wuchtbrumme sein - und kann morgen in der zweiten Qualifikationsrunde für den Uefa-Cup bei Honved Budapest eventuell nicht mitspielen.

Wenn vdV wirklich nicht auflaufen und es kurz danach trotz aller Beteuerungen von diversen HSV-Verantwortlichen zum Transfer nach Spanien kommen sollte, wäre das eine schöne Parallele zum Fall Boulahrouz im vergangenen Jahr, der sich kurz vor dem CL-Quali-Spiel in Osasuna "verletzte", nicht auflief und so zufälligerweise doch noch für seinen neuen Arbeitgeber Chelsea im Europacup spielberechtigt war.

Nachtrag: Aus aktuellem Anlass hier der Link zum Spon-Artikel "Die Wechseltricks der Fußballprofis"

Dienstag, Juli 24, 2007

Sanogo ist da.

Seit gestern ist es amtlich: Boubacar Sanogo spielt ab sofort für Werder Bremen. Ich muss zugeben, dass ich zum Lager der Zweifler gehöre, die Sanogo nicht für die benötigte Verstärkung halten. Aber eine Chance sollte er auf jeden Fall bekommen.

Was in der letzten Saison beim HSV los war, ist ja eh nicht ganz für voll zu nehmen. Da ist es kein Wunder, dass unser neuer Bomber abgesoffen ist.

Würde gerne mal hören, was unsere Leser von dieser Verpflichtung halten. Freue mich schon auf die Giftpfeile aus dem Bazi-Lager!

Sonntag, Juni 10, 2007

Wettrüsten.

Wettrüsten ist eigentlich das falsche Wort für die Vorgänge, um die es hier gehen soll. Für irgendeinen Wettstreit braucht es schließlich mindestens zwei Beteiligte, im Moment rüstet allerdings lediglich der FC Bayern groß auf und die anderen vermeintlichen Topvereine hinken etwas bis ganz schön doll hinterher.

Die Bazis haben bisher Ribery, Toni, Jansen, Ze Roberto, Schlaudraff, Sosa und Altintop verpflichtet, Klose kommt eventuell noch dazu.

Vergleichen wir das mal mit Werder, Stuttgart und Schalke, die ich jetzt einfach mal als potentielle Bayern-Spielverderber für die kommende Saison nominiere. Werder hat bisher so gut wie gar nix auf der Habenseite zu verbuchen, Schalke hat auch noch keine großen Knaller geholt. Die größte Verstärkung hat sich meiner Meinung nach der VfB mit Bastürk gegönnt, ist aber auch nicht der Megaknaller.

Gut, natürlich hat Bayern ne ganze Ecke mehr Kohle als die anderen drei Genannten, aber sollten die nicht noch ein bisschen was locker machen und mit ein wenig mehr Risiko einkaufen, damit sie ab August überhaupt eine Chance haben, an Bayern dranzubleiben?

Natürlich weiß ich, dass die Sommerpause noch lang ist und da noch viel passieren kann. Aber so, wie Bayern personaltechnisch jetzt schon vorne liegt, fürchte ich ein bisschen, dass deren Dominanz 2007/2008 doch wieder sehr deutlich werden könnte.

Sonntag, Juni 03, 2007

Biete: Ehemaligen Klasse-Stürmer und Sympathieträger

Suche: Jemanden, der mir glaubhaft erklärt, Klose könne auch noch ein Jahr in Bremen bleiben und damit dem Verein und der Mannschaft helfen.

Nachdem uns' Miro sich auch am Sonnabend gegen San Marino nicht den Kopf "freischießen" konnte, hier nochmal eine kleiner Rückblick auf die Posse in unserem Blog: Klose bleibt, Worttreu und Mach's gut, Miro. Der vermeintlich aktuelle Stand der Dinge auf Sport1.
Am Rande des Qualifikations-Spiels zur EM 2008 habe ich dann interessante Dinge gehört. Vielleicht lags daran, dass ich einfach in der letzten Zeit zu sehr mit anderen Dingen beschäftigt war, und die Transferbühne nicht so genau beobachtet habe. Aber wie schon mal erwähnt, vielleicht ist es auch einfach zu naiv auf eine Äußerung eines Profi-Fußballers zuviel zu geben. Jedenfalls dachte ich irgendwie, es sei Stand der Dinge, dass Klose in Bremen bleibt. Zumindest offiziell. Da war es schon überraschend, als Nationalcoach Joachim Löw nach dem Match am Sonnabend im ZDF-Interview auf die Frage von Kerner bezüglich Klose so antwortete (frei aufegezeichnet): Naja, die Verhandlungen laufen noch, da ist noch nichts entschieden. Da muss man abwarten. Gut zu wissen.

Mittwoch, Mai 09, 2007

Worttreu

Frings bleibt Werder treu. So die Überschrift einer großen deutschen Fußball-Gazette. Der "Lutscher" bleibt also bis 2011 in Bremen. Das ist erfreulich. Zumindest für die Bremer Fans. Für die Anhänger des italienischen Traditionsvereins Juventus Turin und deren Führungsriege sicher nicht. Ich möchte an dieser Stelle nur mal kurz einen Punkt anmerken: Frings hatte schon zugesagt. Also: Nachdem wir mittlerweile wissen, dass Verträge im Profibusiness nicht mehr so viel bedeuten, sind also auch getroffene Zusagen hinfällig.
Ich habe lange gekämpft. Es war eine große Gelegenheit für mich. Ich hatte sogar schon bei Juve zugesagt.
Hat Miroslav Klose nicht auch gerade zugesagt, noch auf jeden Fall ein Jahr in Bremen bleiben zu wollen? Warten wir's ab.

Mittwoch, Mai 02, 2007

Mach's gut, Miro.

In den letzten Tagen verdichteten sich ja die Gerüchte um einen Wechsel von Miro Klose zu den Bayern nach München. Selbst Qualitätsmedien wie die "Süddeutsche" berichten nun über zwei bereits unterschriebene Verträge, einer für den Dienstantritt zur Saison 2007-2008, einer für 2008, ablösefrei nach Vertragsende an der Weser.
Ich habe dann heute morgen mal die GoogleNews nach Klose suchen lassen, in der Hoffnung, mal irgendwas Neues zu erfahren, als immer nur das Berichten über das Treffen Kloses mit den Bayern zu dem wohl geschicktesten Zeitpunkt von allen, zwei Tage vor dem Uefa-Cup Halbfinal-Hinspiel vor genau einer Woche. Und ich bin fündig geworden. Leider beginnt der Bericht mit "Wie SportBILD erfuhr (...)" - was zwar nicht per se auf mangelnden Wahrheitsgehalt hindeuten muss, aber dennoch oft mehr mit Kartenlegen als mit Fakten-basierten, recherchierten Artikeln zu tun hat. Dennoch haben die Redakteure in der Vergangenheit schon bewiesen, dass sie sehr gute Kontakte haben. Gerade auch zu den Bayern. (Chelsea-Wechsel von Michael Ballack, etc).
Nun steht in der SportBILD, dass Klose sich lediglich mit den Bayern getroffen habe, um ihnen mitzuteilen, dass sein Weg nach Barcelona gehen wird. Ob zur kommenden Saison oder ein Jahr später, bleibt auch hier offen. Diese Version vom Bayerntreffen ist auf den ersten Blick deutlich angenehmer - zumindest für einen Werderfan - als die FCB-Wechselvariante. Aber dennoch: Der Beigeschmack des falschen Timings wird dadurch nicht vom Tisch gewischt, eher noch verstärkt. Dafür hätte man sich wirklich zu einem anderen Zeitpunkt treffen können.
So, wie es also aussieht, stehen die Zeichen auf Trennung. Wenn dem aber so ist, und schon einiges in Punkto Zukunft festzustehen scheint, warum spielt Klose dann so gehemmt, unelegant und glücklos? Vielleicht ist er sich darüber im Klaren, dass die Art und Weise, wie er mit dem Verein und den Fans umgegangen ist, nicht im geringsten dem entspricht, was der Spieler und Mensch Klose in den Jahren an der Weser für Unterstüzung erfahren hat. Bei aller Abgezocktheit - sowas kann bedrücken. Und dass solch eine Umgebung, in dem ein professionelles Management, sportliche Erfolgsaussichten, treue Fans und nicht zuletzt auch zurückhaltende Medien ein insgesamt menschliches, soziales Umfeld darstellen, im Geschäft Profifussball heutzutage einfach sehr schwer zu finden ist.
Weiterhin muss er sich eigentlich auch im Klaren darüber sein, dass er seinen Kredit bei Fans und Vereinsleitung wohl ziemlich eingebüßt hat. Sollte er im kommenden Jahr noch mit der Werder-Raute auflaufen, so denke ich, wird das garantiert nicht sein schönestes Jahr in Bremen gewesen sein. Wenn die Zeichen auf Trennung stehen, sollte man auch den Mut haben, sie zu vollziehen. Ein klarer Schnitt - das wär' doch was. Mach's gut Miro, es war schön mit Dir, wir sehen uns.

Freitag, April 27, 2007

Scheinheilig? (Klo$se - Update)

Oder wirklich nur dumm. Eben wars auf Radio Bremen in den Nachrichten zu hören, hier ist's schriftlich. Klose entschuldigt sich. Dafür, dass das Treffen mit den Bayern so kurz vor dem UefaCup Halbfinale stattfand. Und das war's eigentlich auch schon. Außerdem: Es habe sich um ein Informationsgespräch gehandelt, nicht um Vertragsverhandlungen. Meiner Meinung nach ist das alles nur scheinheilig. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Mensch wirklich so blöd ist und seine eigene Situation so verkennt, und dann immer wieder solche Augen-wischenden Aussagen von sich gibt. Denkbar wäre in meinen Augen auch, dass Allofs Miro die Pistole auf die Brust gesetzt hat, á la "Du spielst nicht, bevor Du Dich nicht entschuldigst." Aber das ist auch nur eine Mutmaßung...

Dienstag, April 24, 2007

Wieder einmal Ausverkauf?

In den letzten Monaten oder sogar Jahren war bei mir nach anhaltendem Erfolg und dem Zusteuern auf die vierte CL-Teilnahme in Folge die Annahme gereift, dass die Zeiten der Ausverkäufe bei Werder langsam vorbei wären.

Nun bekomme ich langsam Angst, dass demnächst ein paar noch größere und ruhmreichere Vereine allen Grund dazu haben, mir ein lautes und höhnisches "Ätsch!!!" entgegenzurufen. Klose geht vielleicht, Frings geht vielleicht - beides alte Hüte.

Und als wäre das nicht schon schlimm genug, melden heute verschiedene Quellen (zum Beispiel die und die), dass Real Madrid Diego schon zur neuen Saison will und der angeblich sogar Bock drauf hat. Gut, noch ist nichts klar und die Seriosität solcher Verlautbarungen darf ja immer angezweifelt werden, aber allein die Gerüchte nerven mich schon tierisch. Was muss denn noch passieren, damit man vor solchen Geschichten hier mal für eine Weile Ruhe hat?