Freitag, Februar 08, 2008

Die Partien des 19. Spieltags.

Eintracht Frankfurt - Arminia Bielefeld
Dieses Spiel sieht auf dem Papier nach einer klaren Angelegenheit für die Eintracht aus. Frankfurt ist sehr gut aus der Winterpause gekommen, hat die Hertha in Berlin 3:0 abgefiedelt und mit Neuzugang Martin Fenin anscheinend einen richtig guten Stürmer an den Main geholt, der auch Bielefelds Abwehr einige Problem bereiten könnte. Die ist ja bekanntermaßen alles andere als gut (schon 39 Gegentore) und einer der Hauptgründe, warum die Arminen so schlecht dastehen. Außerst problematisch für Bielefeld ist, dass der neue Coach Frontzeck bei einer Niederlage - das wäre dann die dritte im dritten Pflichtspiel - gleich mächtig unter Druck stehen würde. Mein Tipp: 2:0

Bayer Leverkusen - Hamburger SV

Nach Bayern gegen Werder die interessanteste Partie des Wochenendes. Leverkusen hat letzte Woche mit ein bisschen Dusel in Cottbus gewonnen und ist damit auf Platz drei am HSV vorbeigezogen, der zuhause nur ein Unentschieden gegen Hannover schaffte. Sollte Hamburg verlieren, wäre der Rückrundenstart ziemlich im Eimer und die kommenden Wochen müssten darauf verwendet werden, sich wieder ganz oben ranzukämpfen. Leverkusen findet sich für mich ziemlich überraschend auf Platz drei wieder und hat sicher nicht ganz so großen Druck wie der HSV. Mein Tipp: 2:2

VfB Stuttgart - Hertha BSC
Hier treffen zwei Teams aufeinander, die in dieser Saison auf verschiedene Art zu wenig aus ihren Möglichkeiten machen. Der VfB dümpelt als amtierender Meister mit 14 Punkten Rückstand auf die Spitze im grauen Mittelmaß herum, Hertha ist sogar kurz davor, tatkräftig in den Kampf um die Abstiegsplätze einzugreifen. Ein Unentschieden würde keins der beiden Teams voran bringen, daher sollte man zwei offensive Mannschaften und einen intensiven Schlagabtausch erwarten. So, wie die beiden diese Saison spielen, könnte es aber auch ein furchtbares 0:0 werden... Mein Tipp: 2:1

VfL Bochum - Energie Cottbus
Recht unterschiedliche Ausgangslage in diesem Match: Bochum steht momentan gesichert im Mittelfeld der Liga und hat beim Sieg in Bremen ordentlich Selbstbewusstsein getankt. Cottbus kämpf schon jetzt ums pure Überleben und dürfte nach der sehr unglücklichen Heimniederlage gegen Leverkusen etwas deprimiert sein. Dazu kommt, dass der VfL ganz bestimmt die bessere Mannschaft hat und zuhause immer zu einem Sieg in der Lage ist. Mein Tipp: 1:0

Hannover 96 - Karlsruher SC
Das Duell der beiden positiven Überraschungen der Saison. Wer hätte vergangenen Sommer gedacht, dass in dieser Partie am 19. Spieltag der Siebte auf den Sechsten trifft, um um den Anschluss an die UEFA-Cup-Plätze zu spielen? Ich sehe Hannover leicht im Vorteil, weil dort im Moment alles sehr gut läuft, während die Badener sich mit elenden Diskussionen über die Zukunft der halben Mannschaft rumärgern müssen. Mein Tipp: 3:2

FC Nürnberg - Hansa Rostock
Dreckiger Abstiegskampf. Nürnberg kommt einfach nicht unten raus, obwohl mit der Mannschaft und dem Trainer viel mehr möglich sein sollte. Das ist bei Hansa Rostock ein bisschen anders. Der derzeitige Platz 15 würde den Hanseaten am Ende völlig reichen. Sieht nach einem Spiel aus, das für Fußballästheten wenig zu bieten haben wird. Trotz des Tabellenstands ist Nürnberg klar die bessere Mannschaft, alles andere als ein Sieg für das Heimteam wäre eine große Überraschung. Mein Tipp: 3:1

VfL Wolfsburg - MSV Duisburg
Die langweiligste Ansetzung des Wochenendes. Das einzige, was dieses Spiel vielleicht zu bieten hat, ist, einen Sieg von Wolfsburg vorausgesetzt, ein erster deutlicher Fingerzeig in Sachen Abstiegskampf. Wenn die Duisburger nach dem Spiel immer noch 14 Punkte auf dem Konto haben, ist der Zug Richtung Klassenerhalt zwar noch nicht komplett abgefahren, aber die Türen gehen dann schon so langsam zu. Mein Tipp: 2:1

Borussia Dormund - FC Schalke 04
Das einzig wahre unter den vielen Pottderbys. Schalke hat mit einer Ausnahme in der vergangenen Saison in Dortmund schon lange nicht merh schlecht ausgesehen und die Zeichen für einen erneuten Erfolg im Stadion des Erzrivalen stehen gut. S04 ist letzte Woche gegen Stuttgart eindrucksvoll in die Rückrunde gestartet, während der BVB in Duisburg alles andere als souverän aussah. Dortmund wäre bei einer Niederlage wieder voll dabei im Abstiegskampf, Schalke könnte bei ausbleibendem Sieg aus den UEFA-Cup-Rängen rutschen. Mein Tipp: 1:2

Bayern München - Werder Bremen

Der Tabellenführer gegen den direkten Verfolger - spitzenspieliger geht es nicht. Schade, dass für ein definitives Kräftemessen auf beiden Seiten zu viele Akteure fehlen. Die Bayern müssen mit Ribery ihren besten Spieler ersetzen, bei Werder fällt gleich eine halbe potentielle Startelf aus. Entscheiden wird sein, wie erfolgreich die Bremer Abwehr auch ohne Stamminnenverteidiger Naldo den ganz starken Sturm der Bayern an die Leine legen kann. Ein Sieg für München könnte eine kleine Entscheidung im Kampf um die Meisterschaft sein. Werder würde wahrscheinlich schon mit einem Unentschieden im Gepäck zufrieden wieder an die Weser fahren. Mein Tipp: 2:2
[Dieses Spiel werde ich am Sonntag ab 16.30 Uhr mit einem Liveblog auf bremen4u.de begleiten. Schaut doch mal rein!]

Mittwoch, Februar 06, 2008

Lehmann chancenlos

Das Waldis EM-Club nicht unbedingt das inhaltsvollste Glanzlicht in der deutschen Talkshowlandschaft ist, sollte schon länger klar gewesen sein. Aber was da soeben über den Schirm der ARD flimmerte, war eine Beleidigung für jeden Stammtisch.

Im Kontext einiger Patzer von Jens Lehmann analysiert Hans Krankl, laut ARD-Text "die Verkörperung der deutschen Cordoba-Schmach", haarscharf, dass man dem deutschen Torhüter angemerkt habe, dass er bei Chelsea zu wenig spiele und so keine Chance auf den Platz im Tor der deutschen Nationalmannschaft hätte. Den Verein wiederholt er dann auch noch gefühlte fünf Mal und in der auserlesenen Talkrunde, in der neben Waldemar Hartmann noch Hansi Müller, der Comedian mit dem Künstlernamen Atze Schröder (dessen Klarnamen ich hier aus Angst, verklagt zu werden, weglasse) und ein mir nicht bekannter sowie im Videotext unerwähnter Östereicher saßen, bemerkte den Lapsus anscheinend auch niemand.

Ja selbst Ex-Arbeitgeber-Präsident Dieter Hundt, der im zu Schröders Witzen johlenden Publikum doch tendenziell deplatziert wirkte, schrie nicht empört dazwischen. Denn die Konsequenz wäre wohl die einzige Chance für die Östereicher bei der EM gegen Deutschland irgendetwas zu reißen. Denn weil weder Timo Hildebrand noch Robert Enke, noch die allzeitbereiten Kollegen Wiese, Rost und Neuer ernsthafte Chancen haben, in Chelseas Kasten Erfahrung zu sammeln, bliebe das deutsche Tor wohl leer. Damit hätte es aber immerhin eine markante Gemeinsamkeit mit den Phrasen in Waldis EM-Club.

Was Werder erwartet.

Viele Fans inklusive mir werden nach der UEFA-Cup-Auslosung etwas ratlos gewesen sein, was Werders Gegner für die erste Runde nach dem Ausscheiden aus der Champions League angeht. Sporting Braga - okay, den Namen kennt man und in der Vorrunde des UEFA-Pokals haben sie gegen den FC Bayern zu Hause ein Unentschieden erkämpft. Dann erinnerte ich mich noch daran, dass Braga für die EM 2004 ein ziemlich cooles Stadion zur Verfügung stellte, dass direkt an eine Felswand gebaut wurde und deshalb reichlich spektakulär aussieht.

Das war's dann aber auch mit dem, was der durchschnittliche Fußballinteressierte über diesen Verein weiß, behaupte ich mal. Um ein wenig mehr Licht ins immer noch ziemlich düstere Dunkel zu bringen, hier zwei Links:

Zuerst empfehle ich das fast allwissende Onlinelexikon Wikipedia, das hier in deutscher Sprache ein bisschen was über Sporting Braga anzubieten hat.

Zweitens hat Enrico Bach auf werder.de einen informativen Text über die Portugiesen verfasst, die zuerst am kommenden Mittwoch im Weserstadion antreten müssen.

Freitag, Februar 01, 2008

Die Wahrheit.

Ich gebe offen zu, dass ich es immer wieder in höchstem Maße amüsant finde, wenn in der Öffentlichkeit ein Fußballverein durch den Dreck gezogen wird.

Heute erwischt es mal die Hertha, die von der taz eine ganz böse Abreibung bekommt. Mein Lieblingssatz: "Hertha BSC Berlin ist eine Art Bielefeld mit einer Überdosis Bagdad." Großartig.

Der Autor scheint selbst Hertha-Fan zu sein, was den Text noch bemerkenswerter macht. Lang lebe die Selbstironie!

Antworten auf wirklich wichtige Fragen.



















Die liefert der US-Sportjournalist Todd Gallagher in seinem lesenswerten Buch "Andy Roddick beat me with a frying pan", dass Anfang Oktober 2007 erschien.

Ich bin durch einen Tipp auf american arena darauf aufmerksam geworden und habe den Kauf nicht bereut. Auf dem Cover wird sinngemäß versprochen, dass der Autor sich mit professionellen Athleten und Olympia-Legenden trifft, um die brennendsten Fragen von Sportfans zu beanworten.

Und das tut Gallagher dann auch. Wie der Titel schon andeutet, misst er sich zum Beispiel mit dem Tennisstar Andy Roddick, um herauszufinden, ob ein Profispieler einen "Normalo" auch mit einer Bratpfanne locker besiegen würde. Ansonsten geht er noch der Frage auf den Grund, wie viele "tough men" Mike Tyson innerhalb einer Nacht besiegen könnte oder ob ein lebensbedrohlich übergewichtiger Mann ein überragender Eishockeytorwart wäre. Insgesamt werden auf 31 solcher und ähnlich abseitiger Fragen Anworten gefunden, die immer höchst amüsant und mit einer sprachlichen Fertigkeit präsentiert wurden, die ihresgleichen sucht.

Ein tolles Buch, dass mich zwar oft an die Grenzen meines Wissens über US-Sport stoßen ließ, aber dennoch hervorragend unterhalten hat. Uneingeschränkter Kauftipp für alle Sportverrückten, die mal wieder richtig lachen wollen.

Warum Werder Özil wirklich bekommen hat...

Ich denke, der Herr Özil war schon sehr umworben: So jung und schon so gut. Warum ist er dann nach Bremen gekommen? Wegen der sportlichen Perspektive und dem Wissen, dass sich bei Bremen Spieler sehr gut entwickeln können, bevor sie dann vielleicht einen weiteren Sprung wagen. Was mir aber schon seit einiger Zeit aufgefallen ist: Die Werderspieler scheinen alle einen guten "Draht" zum Sportartikelhersteller Nike zu haben. Bei Herrn Klose war das so, bei Frings, Fritz, Klasnic und vielen mehr ist es das gleiche. Und nun schaut Euch mal das Werbebild zu der Volkswagen-Spaßturnier-Reihe "Volksagenunitedmasters" an, gesponsert von Nike:
Hoffe jetzt mal, dass Marcelinho und Friedrich nicht die nächsten sind...

Donnerstag, Januar 31, 2008

Werder-Liveblogging, die zweite.

Nach dem großen Erfolg gestern mit unserem ersten Werder-Liveblogging auf bremen4u.de wurde beschlossen, auch das kommende Bundesligaspiel am Sonntag auf ähnliche Art zu begleiten.

Wer also am Sonntag ab 17 Uhr nix Besseres zu tun hat, kann ja mal reinschauen und ein bisschen kommentieren, wenn ich Werder gegen Bochum live mitblogge.

Nicht immer nur Abgänge.

Scheint, als hätte sich Werder ein paar Stunden vor Ende der Transferperiode doch noch einen dicken Fisch geangelt, was so nicht zu erwarten war. Mesut Özil soll verschiedenen Medienberichten nach von Schalke an die Weser wechseln.

Ich halte den jungen Mann für ein großes Talent und habe einzig und allein an seiner Haarpracht etwas auszusetzen. Aber so lange unter so einer Frisur ein guter Fußballspieler steckt, soll er meinetwegen rumlaufen wie mit einem geplatzten Wiesel auf dem Kopf.

Mittwoch, Januar 30, 2008

Auf geht's! Sofa-Experteneinsatz


So, die Technik steht, gleich wird losgebloggt. Mal sehen, wie lange die Finger das bei der kalten Luft mitmachen... 

Montag, Januar 28, 2008

Die Sofa-Experten gehen fremd.

Ausnahmsweise mal Werbung für ein kommerzielles Angebot, aber irgendwie auch in eigener Sache:

Am kommenden Mittwoch berichten Marco und ich ab 19 Uhr live aus dem Weserstadion vom DFB-Pokal-Achtelfinale zwischen Werders U 23 und dem VfB Stuttgart. Über die Bühne geht das ganze per Liveblog im Citytalk von bremen4u.

Also schaut doch mal rein und guckt euch an, was eure Sofa-Experten beim "Auswärtsspiel" so treiben.

UPDATE: Seit ein paar Minuten ist der entsprechende Eintrag im Citytalk-Blog jetzt online. Es kann also in ein paar Stunden losgehen!

Samstag, Januar 26, 2008

EM-Halbfinale Deutschlang - Dänemark live.

Nach einer wahren Schlacht mit kriminell spannender Schlussphase hat die deutsche Handballnationalmannschaft am Donnerstag knapp gegen Schweden gewonnen und damit in letzter Sekunde die Runde der besten vier bei der Europameisterschaft erreicht.

Das Halbfinale gegen Dänemark steigt heute um 18 Uhr und wird live in der ARD übertragen.

Falls mir nicht wie in den letzten Tagen so oft technisches Versagen dazwischenfunkt, bin ich wie schon am Dienstag gegen Frankfreich live dabei. Also reinsurfen und mitkommentieren!

Freitag, Januar 25, 2008

Neue Heimat für die Reds.

Das legendäre Stadion an der Anfield Road hat bald ausgedient, das ist schon länger bekannt. Nun hat der FC Liverpool offizielle Bilder veröffentlicht, die schonmal einen Eindruck davon vermitteln, wie spektakulär die neue Heimspielstätte ausfallen wird.

71.000 Fans sollen reinpassen, zur Saison 2011/12 soll die futuristische Arena fertig sein. Wer neugierig ist, findet die Impressionen hier.

Donnerstag, Januar 24, 2008

Fiese Meldung des Tages.

Eigentlich ja eine ziemlich unschöne Sache, aber in Verbindung mit dem Namen des Betroffenen doch für ein Schmunzeln gut:

Der albanische Fußball-Nationalspieler Bekim Kastrati vom Regionalligisten Fortuna Düsseldorf erlitt einen Hodenriss.

Mehr dazu hier.

Dienstag, Januar 22, 2008

Live-Handball mit den Sofa-Experten.

Wenn die Technik mitspielt und mir nix dazwischen kommt, gibt es hier heute ab kurz nach 16 Uhr Liveblogging zum EM-Zwischenrundenspiel Deutschland - Island. Also reinsurfen und Senf dazugeben (aber bitte über das COVERITLIVE-Fenster, nicht wie sonst über die normale Kommentarfunktion)!

American Football on German TV.

Gut 30 Stunden nach Spielende will ich nun doch noch kurz meine Eindrücke vom NFC Championship Game in der NFL (quasi das Liga-Halbfinale) zwischen den Green Bay Packers und den New York Giants aufschreiben.

Das Spektakel wurde in der Nacht von Sonntag auf Montag von kurz nach eins bis kurz vor halb fünf im Ersten live übertragen und tatsächlich bis zum (zumindest für Green Bay) bitteren Ende von mir geguckt.

Auch als ziemlicher Football-Laie kann ich sagen, dass es ein spannendes und vor allem im letzten Viertel und der Verlängerung mitreißendes Spiel war. New York gewann verdient, aber denkbar knapp mit 23:20. Die Giants bestreiten nun am Sonntag, 3. Februar, in Arizona das 42.Superbowl-Endspiel gegen die New England Patriots, die das AFC-Championship-Game gegen San Diego gewannen.

Interessanter als das eigentliche Spiel fand ich aber ehrlich gesagt das ganze Drumherum und die Übertragung der ARD, die ja außerhalb der NFL-Endspiele nicht viel mit American Football am Hut hat. Dafür war die Präsentation ganz ordentlich, auch wenn Kommentator Dirk Froberg doch gelengentlich an seine Grenzen stieß und Experte Tom Nütten, der Froberg an die Seite gestellte Ex-Footballer, einem hin und wieder ziemlich auf die Nüsse ging.

Blöd war auch, dass die ARD während der gefühlten 75 Werbepausen des US-Fernsehens immer wieder eine zwar beeindruckende, sich aber irgendwann dann doch abnutzende Totale des Stadions in Green Bay zeigte, weil offensichtlich keine eigenen Kameras da waren, die andere Bilder hätten liefern können.

Ganz und gar unerträglich war aber lediglich der Moderator des Hessischen Rundfunks im Studio in Frankfurt, dessen Name mir gerade entfallen ist. Der wirkte, als habe er erst zwei Minuten vor Beginn der Sendung von seiner Aufgabe erfahren und leider nicht richtig ausgeschlafen. Namen wichtiger Spieler wollten ihm partout nicht ohne lange Blicke auf seine Notizen einfallen, so dass ich seine Moderationszeiten gerne gegen das oben erwähnte Standbild eingetauscht hätte.

Um nochmal auf das eigentliche Ereignis zurückzukommen: Faszinierend waren die äußeren Umstande, unter denen die Superbowl-Teilnahme ausgespielt wurde. Einblendungen erinnerten immer mal wieder daran, dass es in Green Bay mit 18 Grad Minus gerade kälter war als in Grönland, Alaska oder Moskau. Vor dem Kickoff wurden Bilder von Fans gezeigt, die ihr Bier auf den Grill geschmissen hatten, um es nicht lutschen zu müssen. Das ist das Geile am American Football: Gespielt wird auf jeden Fall - egal, wie beschissen das Wetter ist.

Unter dem Strich kann ich sagen, dass mir die Übertragung trotz der unsäglichen Nachtzeit eine Menge Spaß gemacht hat. Sollte nix dazwischen kommen, werde ich auch am Superbowlsonntag ab 23.45 Uhr ARD einschalten. Dann aber bitte nicht wieder mit Tom Nütten und dem hessischen Sandmännchen!

Hier in bewegten Bildern übrigens das entscheidende Field Goal durch New Yorks Lawrence Tynes aus 47 Yards Entfernung:

Sonntag, Januar 20, 2008

Ohne Rasenheizung.

Bei der diesjährigen Ausgabe des Schneeskulpturen-Festivals im österreichischen Ischgl dreht sich alles um die kommende Europameisterschaft. Die teilnehmenden Künstler haben sich wirklich Mühe gegeben und beeindruckende Werke aus dem Schnee gehauen, gegen die ein 08/15-Schneeman mal so gar nicht anstinken kann, wie diese Bilder eindrucksvoll beweisen.

Samstag, Januar 19, 2008

Wenn Terrier weinen...

Hab grad ein Interview mit Otto Pfister "über Vogts und Voodoo, über Menschenhandel mit jungen Talenten und Gruselgeschichten mit geringem Wahrheitsgehalt" gelesen, darin enthalten ist eine Antwort, die ich euch nicht vorenthalten will:

Frage: In der Gegenwart scheint es dagegen zahlreiche Schwierigkeiten zu geben. Ihr Kollege Berti Vogts, der die Nigerianer betreut, beklagt zum Beispiel die schlechte Zahlungsmoral seines Verbandes.

Pfister: Berti Vogts soll aufhören rumzuweinen. (...)


Morgen geht der Cup los, ick freu mir schon!

Freitag, Januar 18, 2008

Werder hat's ja. Oder nicht?

Tim Borowski nächste Saison weg, Carlos Alberto ab sofort weg und demnächst nun vielleicht auch noch Leon Andreasen, der beim FC Fulham im Gespräch ist.

Ich frage mich, ob das nicht vielleicht ein paar Abgänge zu viel sind, zumal es sich um drei Spieler aus demselben Mannschaftsteil, dem Mittelfeld, handelt. Okay, Boro ist ja erstmal noch ein paar Monate da, aber die anderen beiden wären als Nachrücker für Verletzte aus dem ersten Glied doch noch ganz gut zu gebrauchen gewesen.

Sollte Andreasen wirklich auch noch abgegeben werden, würde ich mir nur dann keine Sorgen darüber machen, dass Werders Kader für die Rückrunde personell stark und tief genug besetzt ist, wenn Klaus Allos noch einen Ersatzmann aus dem Hut zaubert. Die enstandenen und vielleicht noch entstehenden Lücken mit Nachwuchsleuten zu füllen, wäre mir Angesichts der bevorstehenden Doppel- und Dreifachbelastung bestehende aus Bundesliga, DFB- und UEFA-Pokal doch etwas zu gewagt.

Aber gut, die Verantwortlichen bei Werder sind ja alle keine Anfänger und werden schon wissen, was sie tun. Ich bin aber trotzdem gespannt, was das sein wird.

Donnerstag, Januar 17, 2008

Wenn nicht jetzt, wann dann?

Da es sicher noch nicht jeder mitbekommen hat, hier noch einmal eine Erinnerung: Heute geht die achte Handball-EM in Norwegen los. Deutschland geht als amtierender Weltmeister ins Turnier, dürfte es aber schwer haben, auch diesmal wieder den Titel zu holen. Die Topfavoriten für den Finaleinzug sind Frankreich und Kroatien, aber auch Teams wie das traditionell starke Spanien und Polen, die sich 2007 immerhin ins WM-Finale kämpften, sollten nicht unterschätzt werden.

Die deutsche Mannschaft spielt in der Gruppe C an folgenden Terminen:

Donnerstag, 17. Januar, 17:15 Uhr gegen Weißrussland
Samstag, 19. Januar, 18:10 Uhr gegen Ungarn
Sonntag, 20. Januar, 16:30 Uhr gegen Spanien

Sämtliche deutschen Spiele werden im Wechsel von ARD und ZDF übertragen. Zusätzlich zeigt das DSF insgesamt 13 Spiele der anderen Mannschaften.

Dienstag, Januar 15, 2008

FC Bayern unterstützt chinesische Unterdrückung.

Der Blogger-Kollege Easyfunk echauffiert sich hier völlig zu Recht über den FC Bayern und sein Vorgehen gegen eine Gruppe von Tibetfreunden. Die wollte am Rande das Spiels FCB gegen eine China-Auswahl auf die Menschenrechtsverletzungen durch die chinesische Regierung aufmerksam machen. Lesens- und verachtenswert sowie ein neuer Tiefpunkt auf der nach unten offenen Kommerzialisierungsskala.

Highway to hell.

Tim Borowski ist beileibe nicht der erste Werderaner, der sich dafür entscheidet, statt in Bremen seine Karriere lieber 950 Kilometer weiter südlich in der bayrischen Landeshauptstadt fortzusetzen und mit einiger Wahrscheinlichkeit gegen die Wand zu fahren.

Werfen wir doch mal einen kurzen Blick auf die Transfers von Werder zum FCB, die seit 1995 über die Bühne gegangen sind:

1995: Otto Rehhagel & Andreas Herzog
1996: Mario Basler
2001: Claudio Pizarro
2005: Valerien Ismael
2007: Miroslav Klose

Den meisten dieser sieben Abtrünnigen blühte in München nix Gutes. Rehhagel und Herzog scheiterten am schlimmsten und waren beide eine Saison später schon nicht mehr bei den Bayern.

Mario Basler hielt sich mehr als drei Jahre lang ganz gut, wurde dann aber rausgeschmissen. Pizarro ist bislang der einzige der sieben, dem man auch nachträglich noch voll und ganz nachsagen kann, dass der Schritt zu den Bayern der richtige war. Im Gegensatz dazu Monsieur Ismael: Er spielte ein Jahr gut und erfolgreich, verletzte sich dann aber schwer und wurde nun an Hannover weitergereicht.

Bei Klose muss man noch abwarten, wie er sich auf Dauer beim FCB etabliert. Die Chancen stehen aber gut, dass sein Wechsel später einmal ebenfalls als erfolgreich angesehen werden kann.

Und Borowski? Die ihm oft nachgesagte Arroganz wird ihm sicher helfen, in München zurecht zu kommen. Gut genug ist er auch, wenn er wieder so spielt wie vor und während der WM 2006. Auf jeden Fall muss er aber seine Empfindlichkeit gegenüber Kritik, Behandlung durch die Medien und vorzeitige Auswechslungen und Ersatzbank loswerden, wenn er bei Bayern was werden will.

Montag, Januar 14, 2008

Ein paar Worte zu Tim Borowski.

Aber erstmal nicht von mir, sondern aus dem Werder.de-Fanforum:

"Es ist doch gut das so ausgelutschte Geldsäcke wie Boro das Feld für jüngere Talente (Hunt, Andreasen, Kruse etc.) räumen!"

"Ich denke, er wird sich beim FCB größtenteils auf der Ersatzbank wiederfinden. Ich wünsche ihm dennoch alles Gute für die Zukunft."

"Vllt geht Boro ja auch einfach nur zu den bayern weil dort die Werbetonne/-dose nach Auswechslungen nach 30 Minuten leichter einzutreten ist als unsere Vilsa-Flasche neben der Bank..."

"Ich finde es schade, das Timm Werder verlässt. Er hat in seiner langen Zeit für uns immer alles gegeben, wünsche ihm viel Glück!"

"Es besteht überhaupt kein Grund, ihn jetzt als Spieler und als Menschen kleiner zu machen, als er ist. Er ist noch immer ein verdammt guter Fußballer und menschlich ist ihm bei diesem Wechsel überhaupt keinen Vorwurf zu machen."

"Tim Borowski hat doch einen sauberen Weg gewählt und alles in einem vernünftigen Zeitrahmen erledigt. Es gibt also keinen Grund für Aufregung."

So oder ähnlich klingen fast alle Kommentare zu Tim Borowskis bevorstehendem Wechsel. Für mich doch überraschend, wie viele Fans Verständnis zeigen für seine Entscheidung - ich war ehrlich gesagt davon ausgegangen, dass ein wesentlich größerer Kübel Hass über ihm ausgeschüttet würde. Bisher ist alles im Rahmen geblieben. Die geäußerte Enttäuschung kann ich persönlich gut nachvollziehen. Immerhin verlässt der dienstälteste Werderspieler den Verein und geht auch noch zum größten Rivalen. Schade, aber nunmal nicht zu ändern. Werder wird auch Timbo ersetzen, so ging's doch bisher immer.

Tickets für die Euro 2008

Ab morgen ist es soweit: Es können beim DFB die Tickets für die Spiele der Deutschen Nationalmannschaft bestellt werden.
Das Ticketportal auf www.dfb.de wird am Dienstag um 10 Uhr geöffnet und schließt in der Nacht vom 12. auf den 13. Februar um 0 Uhr. (dfb.de)

Es besteht also keine Not, mit glühenden Fingernägeln vor dem Rechner zu sitzen und auf den Startschuss zu warten. Bin mal gespannt, ob ich bei dieser Lotterie mehr Glück habe als 2006 in Deutschland...

Sonntag, Januar 13, 2008

"Wir tun euch auch nix."

Einen freien Sonntagnachmittag zur Verfügung und eine Gelegenheit vor der Nase, die sich doch ziemlich lang hinziehende Winterpause ein wenig zu verkürzen - da muss man einfach zuschlagen! So habe ich es jedenfalls getan, als Christian mich einlud, ihn heute zu einem Testspiel seines FC St. Pauli beim VfB Oldenburg zu begleiten.

Am Oldenburger Bahnhof gerieten wir sofort in den Mob braun-weißer Ultras, die Polizei war natürlich auch nicht weit. Einer unserer Freunde und Helfer lieferte auf dem Weg in Richtung Marschwegstadion dann auch gleich eins der Highlights unserer fröhlichen Auswärtsfahrt. Er versuchte uns mit einem ausgesucht freundlichen "Geht doch mit uns mit, wir tun euch auch nix" (wer hätte das von der Polizei gedacht!) davon zu überzeugen, uns dem in völlig überzogener Zahl bereit gestellten Begleitpersonal anzuschließen. Ne Wahl hatten wir wohl von Anfang an nicht wirklich...

Das Marschwegstadion war bei unserer Ankunft schon ganz passabel gefüllt. Laut Stadionsprecher waren um die 1.700 Zuschauer da, Christian vermutet aber, dass da einige Einnahme am Finanzamt vorbeibugsiert werden sollen - unsere Schätzungen belaufen sich eher auf zweieinhalb bis 3.000 Fans. Ein Schmuckstück ist die Heimat des Oberligisten VfB Oldenburg zwar nicht, aber auf einem Presseplätzchen auf der Hauptribüne ließ sich der Vorbereitungskick ganz gut ertragen.

In der ersten Hälfte war das Spiel tatsächlich ganz passabel und dynamisch. Eine von mehreren guten Chancen auf beiden Seiten nutzte Pauli zum psychologisch günstigen Zeitpunkt (fünf Euro für`s Phrasenschwein liegen schon bereit) kurz vor der Halbzeitpause zum 0:1, bei dem es dann auch bis zum Ende bleiben sollte.

Im zweiten Durchgang gab es zwar noch mehrfach hervorragende Gelegenheiten für die Angreifer beider Mannschaften, das Ergebnis zu ihren Gunsten anzupassen, viel Pech und noch mehr Unfähigkeit wussten dies aber zu verhindern. Unter`m Strich kann man Oldenburg eine gute Leistung attestieren. St. Pauli war auch nicht ganz schlecht, sollte sich bis zum Rückrundenstart aber noch gewaltig mit den Abstimmungsproblemen in der Abwehr auseinander setzen.

Eine besondere Erwähnung hat noch ein besonders schlimmer Auswuchs der voranschreitenden Kommerzialisierung des Fußballs verdient. Man ist als regelmäßiger Besucher von Bundesligaspielen ja schon einiges gewohnt, aber eine verbale Präsentation der diversen Auswechslungen der Heimmannschaft durch verschiedene ortsansässige Unternehmen, u.a. einen Inkasso-Finanzdienstleister, setzt in Sachen Lächerlichkeit auf alles, was ich bisher kannte, noch einen obendrauf. Aber immerhin gab es so bei den sonst nervigen zahlreichen Spielerwechseln bei einem solchen Freundschaftsspiel reichlich zu lachen.

Einen angenehmen Gegenpol zu dieser Geldmacherei bildete allerdings die Würstchenbude vor der Hauptribüne. Wer so langsam Fritten und Würste verkauft wie die Betreiber dieses Ladens, dem kann man ohne Zweifel attestieren, dass er sich um den Kampf gegen die kommerzielle Ausbeutung des Sports verdient macht. Danke dafür!

Freitag, Januar 11, 2008

Schalker Zwerge.

Das Bild des Tages habe ich gerade eben auf Werders Homepage entdeckt. Einfach mal dem Link folgen und das Foto am Ende des Artikels angucken. Müller und Streit sehen aus, als wären sie ungefähr 1,40 Meter groß oder besser gesagt klein und bräuchten zu dem Trikot auf jeden Fall keine Hose... Eine passendere Perspektive hätte sich der Fotograf für dieses Motiv nicht aussuchen können, finde ich.

"Ach du Scheisse" - Klinsmann zu den Bayern

Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann trainiert ab Mitte 2008 den FC Bayern München. So steht es zumindest seit eben auf Spiegel online. Ob er das Zeug dafür hat? Bestimmt. Ob er aber dauerhaft zwischen den vielzähligen starken Egos ehemaliger Bayernstars wie Rummenige, Beckenbauer, Breitner & Co. seine eigenen Vorstellungen durchsetzen kann - die Zeit wird es zeigen. Um 16.00 gibt es die Pressekonferenz, dann wissen wir zumindest schon einmal mehr über Hintergründe, Ziele, Motive.

Nach einer kurzen telefonischen Redaktionssitzung mit Sofa-Experten Jensen fiel dieser folgendes Fazit: "Hm. Das verspricht zumindest spannend zu werden." Ähnlich scheinen es mehr als Zehntausend Spiegel-Besucher bei einer Abstimmung zu sehen. Es gab da wohl selten so ein ausgeglichenes Bild. Frage: "Wird Klinsmann als Trainer in Bayern Erfolg haben?" In der untenstehenden Grafik die Antworten.
Und was sagt die Fußball-Öffentlichkeit? Uns' Torsten Frings: "Das interessiert mich nicht. Das interessiert mich wirklich nicht." Aber noch besser finde ich das Zitat von Klinsmanns Mutter Martha (Wer ruft eigentlich immer gleich in der Bäckerei an?): "Nee, das habe ich noch nicht gewusst. Ach du Scheisse."

Donnerstag, Januar 10, 2008

Testspiele.

Ich habe an dieser Stelle ja vergangenen Sommer schonmal kundgetan, was ich von Testspielen halte. Deshalb spare ich mir das diesmal.

Trotz meiner Abneigung gegenüber diesen meist mülligen Vorbereitungskicks werde ich es aber wieder nicht schaffen, mir die Übertragungen der Werderauftritte vernünftigerweise einfach entgehen zu lassen. Verdammte Fußballsucht...

Für alle, denen es genauso geht, hier die Termine der Vorbereitungsspiele mit grün-weißer Beteiligung bis zum Rückrundenstart:

Donnerstag, 10. Januar, 18:35 Uhr:
Werder - SC Freiburg, live im DSF

Samstag, 12. Januar, 18:05 Uhr:
Werder - FC Schalke, live im DSF

Montag, 14. Januar, 14 Uhr:
Werder - Saturn Ramenskoje, Liveticker auf werder.de

Samstag, 19. Januar, ab 14 Uhr:
Werder - Fortuna Düsseldorf sowie Dortmund oder Leverkusen / Stadtwerke Düsseldorf Wintercup live im WDR

Freitag, 25. Januar, ?? Uhr:
Werder - Hajduk Split, bisher keine TV-Übertragung bekannt

Dienstag, Januar 08, 2008

Africa Cup of Nations 2008.

Weil ich selbst so wenig über den in ein paar Tagen beginnenden Afrika-Cup wusste, habe ich mich mal ein wenig schlau gemacht und beschlossen, die gewonnenen Erkenntnisse in komprimierter Form hier zu sammeln.

Für alle, die es nicht wissen: Der Africa Cup of Nations ist das afrikanische Pendant zu Europameisterschaft, Copa America und Co. Er findet dieses Jahr zum 26. Mal statt.

Ausrichter ist Ghana, wo in den Städten Kumasi, Accra, Tamale und Sekondi-Takoradi gespielt wird. Das Eröffnungsspiel ist am 20. Januar, das Finale wird am 10. Februar gespielt. Eurosport überträgt große Teile des Turniers; ob der Sender aber alle Matches zeigen wird, weiß ich nicht.

16 Teams ermitteln in vier Gruppen die Teilnehmer am Viertelfinale.

Gruppe A: Ghana, Guinea, Marokko, Namibia
Gruppe B: Benin, Elfenbeinküste, Mali, Nigeria
Gruppe C: Kamerun, Ägypten, Sudan, Sambia
Gruppe D: Angola, Senegal, Südafrika, Tunesien

Meine Tipps für die ersten beiden Plätze in den Gruppen sind für A Ghana und Marokko, für B Elfenbeinküste und Nigeria, für C Kamerun und Titelverteidiger Ägypten und für D Senegal und Tunesien.

Los geht's wie gesagt am Sonntag, 20. Januar, um 18 Uhr mit Gastgeber Ghana gegen Guinea. Eurosport überträgt live aus Accra.

Samstag, Januar 05, 2008

Bobbycar in Action.

Mittlerweile sollte jeder Werderfan mitbekommen haben, dass unser Superbomber Boubacar Sanogo in den ersten beiden Rückrundenspielen gegen Bochum und Bayern fehlen wird, weil er für die Elfenbeinküste beim Afrika Cup of Nations an den Start geht. Für alle, die Jürgen beim Toreschießen für sein Heimatland auf Eurosport zugucken wollen, hier schonmal die Termine der Spiele in der Gruppe B mit ivorischer Beteiligung zum Mitschreiben:

Mo 21.01.2008 19:00 Nigeria - Elfenbeinküste

Fr 25.01.2008 19:00 Elfenbeinküste - Benin

Di 29.01.2008 19:00 Elfenbeinküste - Mali

Donnerstag, Dezember 27, 2007

Ein rückblickender Ausblick - Teil 3/3.

Um diese kleine Serie nach einigen Tagen Pause nun endlich abzuschließen, gibt es jetzt die noch fehlenden Plätze eins bis sechs:

1. Bayern München, 36 Punkte, 31:8 Tore
Trotz der kleinen Krise, die die Bayern am Ende der Hinrunde durchmachen mussten, kann man getrost sagen, dass sie zur Winterpause zurecht ganz oben stehen: Nicht einmal waren sie nicht auf Platz eins und die Bilanz mit nur einer Niederlage und einem Torverhältnis von +23 kann sich schon sehen lassen. Ebenfalls festzustellen ist aber, dass es bei den Bayern ein klares Gefälle zwischen erster und zweiter Hälfte der Hinrunde gibt. Bis zum 10. Spieltag wurde bis auf zwei Unentschieden nur gewonnen; Bayern wurde zur Übermannschaft erklärt und die Meisterschale wahrscheinlich schon zum Graveur gebraucht. Von den letzten sieben Spielen gewannen die Münchener dann aber nur noch zwei, hinzu kamen die einzige Niederlage in Stuttgart und gleich vier 0:0-Unentschieden, davon zwei in der Allianzarena und keins davon gegen eins der Spitzenteams von den Plätzen zwei bis sechs. Sollte sich diese etwas sonderbare Schwäche zu Beginn der Rückrunde fortsetzen, könnte es tatsächlich passieren, dass der FCB die schon gesichert geglaubte Schale wieder aus der Hand geben muss. Entscheidend dürfte der Start ins neue Jahr sein - findet Bayern dann zur Stärke vom Saisonbeginn zurück und schlägt inbesondere Werder am 19. Spieltag, dürfte es schwer sein, den Bazis noch in die Suppe zu spucken. Allerdings besteht auch immer die Möglichkeit, dass sie das selbst übernehmen.

2. Werder Bremen, 36 Punkte, 42:24 Tore
Werder kam in dieser Serie unter anderem wegen unfassbar vieler verletzter Spielerganz schwer in Schwung und brauchte bis zum achten Spieltag, um eine gewisse Konstanz in die doch arg schwankenden Leistungen zu bringen. Glücklicherweise hielt die gute Form ab dem 8:1-Rekordsieg gegen Bielefeld bis zum Hinrundenende an. Sowohl Sturm als auch Abwehr hatten bis dahin ungekannte Schwächen offenbart. Seitdem hat wenigstens die Offensive zu alter Galaverfassung zurückgefunden und für insgesamt 42 Treffer gesorgt - Bayern München kommt als zweitbester in dieser Rubrik mit seinem "Traumsturm" auf lediglich 31 Tore. Ein kleiner Haken ist nach wie vor die Defensive. 24 Gegentore sind für einen Tabellenzweiten eigentlich zu viel; selbst der MSV Duisburg hat als Letzter nur zwei Buden mehr kassiert. Sollte Werder in dieser Hinsicht noch stabiler werden und die Abteilung Attacke mit den Anführern Diego und immer mehr auch Jensen weiter so bombig aufspielen, dürfte Werder bis zum Ende der Saison am ernsthaftesten die Bayern ärgern können. Das Potential dafür ist definitiv vorhanden, allerdings muss auch ein wenig Glück und ein gutes Ergebnis in München dazu kommen, um weiter ganz oben dabei zu sein.

3. Hamburger SV, 32 Punkte, 24:13 Tore
Ich finde es ziemlich überraschend, dass der HSV in dieser Saison so weit oben mitspielen kann. Nach der vergangenen Rückrunde, mit der die Hamburger unter Huub Stevens die Totalkatastrophe noch abwenden konnten, war zwar schon recht offensichtlich, dass so etwas wie die Hinrunde 2006 nicht noch einmal passieren würde, aber ich hatte Hamburg doch eher auf den Plätzen fünf bis zehn erwartet als unter den Top 3, wo sich die Rothosen immerhin seit dem zehnten Spieltag festgebissen haben. Für den Erfolg sehe ich wenig überraschend hauptsächlich zwei Personen verantwortlich: Stevens hat den Hamburgern ein wenig ansehnliches, aber effektives taktisches Defensivkonzept verordnet, wodurch der HSV nur 13 Tore kassiert hat und die zweitbeste Abwehr der Liga stellt. In der Offensive ist es hauptsächlich van der Vaart zu verdanken, dass Hamburg hin und wieder auch mal ein Törchen schießt und nicht ständig 0:0 spielt. Ich gehe davon aus, dass sich der HSV-Plan in der Rückrunde nicht ändern und auch nicht weniger erfolgreich sind wird, weshalb Hamburg ein CL-Platz oder sogar der Kampf um die Meisterschaft durchaus zuzutrauen sind.

4. Bayer Leverkusen, 30 Punkte, 32:16 Tore
Leverkusen hat eine ziemlich achterbahnartige Hinrunde hinter sich: Bis zum zehnten Spieltag ging's mit der Truppe von Michael Skibbe ständig rauf und runter. Erst danach steigerte sich Bayer stetig und kletterte bis auf Platz vier, der seit dem 15. Spieltag gehalten wird. Eine große Stärke von Leverkusen ist die gute Offensive - mit 32 Toren stellen die Rheinländer den zweitbesten Angriff der Liga. Das große Problem, dass sie noch loswerden müssen, wenn sie auf Dauer in der Spitze mitmischen wollen, ist das Fehlen von richtig guten Ergebnissen gegen andere Topteams. Gegen die vier Konkurrenten in den Top 5 holte Leverkusen sich drei Niederlagen ab und spielte lediglich gegen Schalke unentschieden. Das muss in der Rückrunde besser werden, da es sich kein Team, egal wo in der Tabelle, erlauben kann, gegen direkte Widersacher ständig Punkte liegen zu lassen. Für Leverkusen dürfte es bis zum Ende spannend bleiben, ob wirklich ein Platz im internationalen Geschäft herausspringt; drin ist der aber allemal.

5. Schalke 04, 29 Punkte, 26:17 Tore
Schalke hat von 17 Spielen lediglich zwei verloren und steht dennoch "nur" auf Platz fünf. Das Problem sind die vielen Unentschieden, von denen S04 bereits acht Stück auf dem Konto hat. Die Folge: Sieben Punkte Rückstand auf die Plätze eins und zwei. Mut dürfte den Gelsenkirchenern machen, dass sie sich keinem der der vier besser gestellten Teams geschlagen geben mussten. Gegen Bayern, Werder, den HSV und Leverkusen gab es jedesmal ein 1:1. Ist Schalke in der Rückrunde gegen die direkte Konkurrenz ähnlich stark und vermeidet dumme Niederlagen wie die in Cottbus oder zuhause gegen den KSC, dann kann Schalke bestimmt noch einen ordentlichen Kampf um die CL-Plätze bieten. Zur Meisterschaft wird es allerdings nicht reichen - dafür fehlt einfach die Konstanz und das letzte bisschen nötige Klasse.

6. Karlsruher SC, 28 Punkte, 19:21 Tore
Die Sensation der bisherigen Spielzeit. Sich als Aufsteiger so hartnäckig oben festzubeißen, dazu gehört schon was. Spannend wird sein, zu sehen, wie sich der KSC in der zweiten Saisonhälfte schlägt. Mit 28 Punkten haben die Badener zu ihrem Glück jetzt schon so viele Punkte auf dem Konto, dass der Abstiegskampf für sie kein Thema mehr sein dürfte. Ich tippe, dass sie mindestens noch von Hannover und Stuttgart überholt werden, aber ein einstelliger Tabellenplatz ist durchaus drin - falls sie nicht in der Rückrunde einbrechen und mal vier oder fünf Spiele am Stück verlieren, wozu ein Aufsteiger ja immer mal in der Lage ist. Wichtig ist auch, dass die Karlsruher Verantwortlichen es schaffen, die Ruhe im Verein zu bewahren. Bei den tollen Leistungen in der ersten Saisonhälfte ist zu erwarten, dass der eine oder andere Spieler auf dem Einkaufszettel der Konkurrenz landet und dadurch in der bisher heilen KSC-Welt einiges ins Wanken gerät. Zu wünschen ist es ihnen auf jeden Fall, dass sie ihre richtig starke Saison gut zu Ende bringen können. Im Gegensatz zu den anderen Aufsteigern Duisburg und Rostock sind sie nämlich eine echte Bereicherung für die Bundesliga.

Dienstag, Dezember 25, 2007

Die Sofa-Experten wünschen frohes Fest...



...und dass sich die Winterpause nicht so furchtbar lang anfühlen möge!

Donnerstag, Dezember 20, 2007

Die schönsten Werdertore 2007.

Ohne große Worte, einfach zum Genießen:







Ein rückblickender Ausblick - Teil 2/3.

"Ein rückblickender Ausblick - Teil 1/3" siehe einen Post weiter unten.

7. Hannover 96, 27 Punkte, 27:28 Tore
Hannover hat eine ganz und etwas überraschend starke Hinrunde gespielt. Leider haben sich die 96er einiges von dem, was sie unter anderem mit einem sensationellen 4:3 gegen Werder erreicht hatten, am 17. Spieltag in Cottbus wieder kaputt gemacht. Dort verlieren ist doof, kann aber passieren - dort 1:5 untergehen darf man aber unter keinen Umständen. Schade aus Hannoveraner Sicht, dass sie jetzt mit einem ziemlich schlechten Gefühl in die Pause gehen mussten. Dieses letzte Spiel vor dem Winter spricht dagegen, dass 96 schon genug Potential hat, um bis zum Ende der Saison ganz oben mitmischen zu können. Ich glaube, dass Hannover sich am Ende auf einem Platz zwischen sechs und zehn wiederfinden wird, 08/09 dann aber ein kräftiges Wörtchen um die UEFA-Cup-Plätze mitreden kann.

8. VfB Stuttgart, 25 Punkte, 24:25 Tore
Bisher eine ziemlich wilde und unbefriedigende Saison für den Meister, dem ich jetzt schon ohne Bedenken ein Ex- voranstellen würde. Die momentane Punkte- und Torbilanz ist einfach zu schlecht, um noch einen Anspruch auf einen der ersten drei Tabellenplätze, geschweige denn die Titelverteidigung, haben zu können. Es ist schwierig, aus diesem "Absturz" des VfB schlau zu werden. Die Mannschaft hat auch in dieser Saison schon ein paar Glanzlichter gesetzt (3:1 gegen Bayern, 4:1 in Frankfurk), sich aber viel mehr unerklärliche Gurkenspiele erlaubt (u.a. Heimniederlagen gegen Dortmund & Hannover). Teilweise kamen sehr gute und unfassbar schlechte Leistungen an zwei Wochenenden hintereinander. Auch Armin Veh wirkte manchmal so, als wüsste er nicht so richtig, was er davon halten und vor allem wie er Konstanz in seinen Laden bringen soll. Ich traue Stuttgart durchaus zu, in der Rückrunde ein paar mehr Spiele zu gewinnen und am Ende noch auf einem der ersten fünf Plätze zu landen. Dafür müsste es aber schon extrem gut laufen - realistischer ist wohl eine Teilnahme am UI-Cup im kommenden Sommer.

9. Eintracht Frankfurt, 23 Punkte, 19:23 Tore
Frankfurt stand in dieser Saison noch nie schlechter da als auf Platz elf, was für einen jedes Jahr aufs Neue als möglichen Absteiger gehandelten Verein ja schonmal nicht ganz schlecht ist. Auf dem Weg zu diesem guten Zwischenergebnis haben die Hessen gezeigt, dass sie völlig verdient bisher nix Ernsthaftes mit dem Abstiegskampf zu tun hatten: Der HSV wurde besiegt, Leverkusen ebenfalls und in der Allianz-Arena immerhin ein Punkt erkämpft. Friedhelm Funkel scheint eine ganz brauchbare Truppe zusammengestellt zu haben, der allerdings ab sofort ein nicht ganz unwichter Baustein fehlen wird: Albert Streit wird demnächst für Schalke tätig sein und der Eintracht nicht mehr mit seiner Kreativität zur Verfügung stehen. Das könnte für die eine oder andere gute Offensivaktion weniger sorgen, sollte aber keine so große Katastrophe für Frankfurt sein, dass sie noch ganz unten reinschlittern. Wie schon in der Hinrunde wird es sich Eintracht Frankfurt auch im Rest der Saison im grauen Mittelfeld der Liga gemütlich machen.

10. Borussia Dortmund, 21 Punkte, 26:30 Tore
Eine der Wundertüten der Liga. Beim BVB fragt sich der Fan jede Woche aufs Neue, was er am Spieltag wohl geboten bekommt. Das reicht dann von überzeugenden 3:0-Heimsiegen gegen Bremen bis hin zu deprimierenden 0:4-Auswärtspleiten in Wolfsburg. Wäre ich BVB-Fan, würde mich am meisten nerven, dass Thomas Doll nach jedem Rückschlag fiese Konsequenzen ankündigt, die dann aber entweder nicht fies oder komplett ausfallen. Dazu kommen Spieler, die viel Potential besitzen, es aber reichlich selten abrufen - mit Nelson Valdez sei hier nur ein (besonders schwerer) Fall genannt. Richtig aufräumen sollten die Dortmunder mal in der Abwehr. Ein vernünftiger, nicht gefühlte 47 Jahre alter Innenverteidiger würde der Mannschaft sicher helfen und für ein etwas besseres Torverhältnis und den einen oder anderen Punkt mehr sorgen. In dieser Saison wird aus Dortmund keine konstante Spitzenmannschaft mehr - der UI-Cup-Platz dürfte das höchste aller Gefühle sein.

11. VfL Wolfsburg, 20 Punkte, 30:30 Tore
Der VfL hat in diesem Jahr die schlechteste Hinrunde seiner Erstligageschichte gespielt und vor allem auswärst herzlich wenig gerissen. Von den lezten fünf Spielen fern der Heimat brachten die Wölfe nicht einen Sieg mit - viel zu wenig für einen Verein mit relativ hohen Ansprüchen. Die fast heilige Dreifaltigkeit Felix Magath hat es bisher nicht geschafft, eine Mannschaft zu basteln, die um die mindestens angestrebten UEFA-Cup-Ränge mitspielen kann, und das dürfte auch in der Rückrunde nicht mehr gelingen. Dafür gibt es in Wolfsburg zu viele Baustellen - unter anderem die Torwartfrage - und zu viele bereits liegen gelassene Punkte. Am Ende Platz sieben, maximal.

12. Hertha BSC, 20 Punkte, 19:24 Tore
Nach dem sechsten Spieltag standen die Berliner auf Platz zwei der Tabelle und fühlten sich gleich als erster Verfolger der Überbayern. Seitdem ging es fast stetig bergab, bis die Reise am 16. Spieltag vorerst auf Platz 12 endete. Von den letzten vier Spielen vor der Winterpause wurde keins gewonnen, auf fremdem Platz gab es fünf Mal hintereinander auf den Sack. Das Gute daran: In der Rückrunde kann es eigentlich nur besser werden - ein noch tieferes Abrutschen traue ich Hertha nämlich nicht zu. Eine gute Chance, sich in der Tabelle ein wenig zu verbessern, bietet das auf dem Papier relativ leichte Startprogramm nach der Winterpause: In den ersten drei Heimspielen geht es gegen Frankfurt, Bielefeld und Duisburg. Drei Siege in diesen Begegnungen und dazu noch der eine oder andere Auswärtspunkt und Hertha kann am Ende noch ernsthaft um die Qualifikation fürs internationale Geschäft mitspielen.

Teil 3 dieser kleinen Serie wird eventuell ein paar Tage auf sich warten lassen, da es an Weihnachten vermutlich besseres zu tun gibt, als im Internet abzuhängen. Guckt doch einfach nach den Feiertagen wieder rein, dann melden sich die Sofa-Experten wieder verstärkt zu Wort.

Dienstag, Dezember 18, 2007

Ein rückblickender Ausblick - Teil 1/3.

17 Spieltage und damit die Hälfte der Saison 2007/08 sind rum, jetzt stehen erst einmal sechs Wochen Winterpause an. Eine gute Gelegenheit, auf das bisher Gewesene zurückzublicken und die Erkenntnisse bis hierhin zu nutzen, um die eine oder andere Prognose abzugeben, wohin die Reise für die 18 Erstligavereine bis zum Saisonende im Mai geht. Los geht's mit den sechs Kellerkindern auf den Plätzen 13 bis 18, im zweiten und dritten Teil folgen dann das graue Mittelfeld von Platz sieben bis zwölf und schließlich die heißesten Europapokalkandidaten auf den Plätzen eins bis sechs.

13. VfL Bochum, 19 Punkte, 25:27 Tore
Bochum hat sich über die gesamte Hinrunde gesehen meiner Meinung nach ein bisschen unter Wert verkauft. Nach dem 14. Spieltag stand der VfL noch auf Platz zehn und war wesentlich weiter vom Abstiegsstrudel entfernt als jetzt, wo es mit nur vier Punkten Abstand auf den katastrophalen Platz 16 nicht so toll aussieht. Großes Plus der Bochumer ist die verhältnismäßig gute Offensive und das daraus resultierende annehmbare Torverhältnis: 25 Tore und -2 sind mit Abstand das Beste, was die sechs "Kellerkinder" betrifft. Ich denke, Bochum wird es in der Rückrunde schwer haben, sich frühzeitig von den Abstiegsplätzen zu distanzieren, es am Ende aber schaffen. Dafür sprechen gute Fußballer wie Sestak oder Epalle; ein bisschen wird es aber drauf ankommen, wie Bochum in die Rückrunde kommt - leider ist das erste Spiel in Bremen gleich gut für einen richtigen Nackenschlag.

14. Arminia Bielefeld, 18 Punkte, 19:38 Tore
Bemerkenswert: Bielefeld hat trotz teilweise niederschmetternder Leistungen bisher nicht eine einzige Woche auf einem Abstiegsplatz gestanden. Am 17. Spieltag rettete ein überraschender Heimsieg gegen Meister Stuttgart ein vorerst letztes Mal die Arminen vor diesem Schicksal. Ob diese Reaktion nach dem Rauswurf von "Jahrhundercoach" Middendorp nur ein Strohfeuer war oder tatsächlich Mut für die Rückrunde machen kann? Ich gehe von ersterem aus und vermute, dass Bielefeld bis zum Schluss um die Fahrkarten Richtung zweite Liga mitspielen wird. Auswärts sind die Ostwestfalen einfach unglaublich schlecht und zu Hause erwarten sie in der Rückrunde Gäste wie Bremen, Hamburg und Leverkusen. Dazu kommt das nach Pleiten wie dem 1:8 bei Werder und einem 1:6 in Dormund miserable Torverhältnis Bielefelds, dass bei Punktgleichheit immer für den Gegner spricht. Da hat sich der neue Trainer Michael Frontzeck wahrlich keiner leichten Aufgabe angenommen.

15. Hansa Rostock, 17 Punkte, 16:26 Tore
Meiner Meinung nach ein kleines Wunder, dass Hansa zur Winterpause über dem Strich steht - wenn auch nur gaaanz knapp. Nach den ersten paar Spieltagen war Rostock für mich Abstiegskandidat Nummer 1, aber dann haben sie sich ein bisschen berappelt. Problematisch ist ganz klar der schwache Angriff, nur der Tabellenletzte Duisburg hat noch ein Tor weniger geschossen. Dazu kommt, dass Rostock von Auswärtsspielen nur selten Zählbares zurück an die Ostsee bringt, zuletzt wurden vier Duelle in der Fremde hintereinander verloren. Trotz des Überwinterns am rettenden Ufer und etwas besseren Vorstellungen im zweiten und lezten Vorrundendrittel zählt Hansa Rostock für mich zu den drei sichersten Kandidaten für den Abstieg.

16. 1. FC Nürnberg, 15 Punkte, 21:28 Tore
Die Negativüberraschung der Saison, da gibt's kein Vertun. Nach dem vergangenen Bombenjahr mit Pokalsieg und damit verbundener UEFA-Cup-Quali grützen die Franken in dieser Saison in der Liga rum, dass es jedem Fürth-Fan eine Freude ist. 2007 hatte der Club zur gleichen Zeit acht Punkte mehr und stand auf Platz sieben - ein Zwischenergebnis, von dem die Nürnberger im Moment nur träumen können. Dabei hat sich die Mannschaft nicht wesentlich verschlechtert. Okay, der letzte Saison sehr gute Schäfer hat das Tor verlassen und in Blazek einen nicht so überzeugenden Nachfolger bekommen, aber sonst? Misimovic wurde als Verstärkung für's Mittelfeld geholt, für den Sturm hat Hans Meyer Charisteas bekommen - auf dem Papier ganz klare Verbesserungen, die aber leider eindeutig beweisen, dass zwischen Theorie und Praxis wie so oft ein feiner Unterschied besteht. Trotz einer (mit Verlaub) Kackhinrunde: Nürnberg wird sich in der zweiten Saisonhälfte genügend berappeln und zumindest nicht absteigen - zu viel mehr dürfte es in 2008 aber wohl nicht mehr reichen.

17. Energie Cottbus, 15 Punkte, 17:27 Tore
Die wenigsten Siege, ganz wenige Tore (von dem sensationellen 5:1 gegen Hannover mal abgesehen) - Cottbus muss ohne Widerrede als einer der aussichtsreichsten Anwärter auf einen Platz in Liga 2 im kommenden Jahr gelten. Untermauert wird diese zugegeben nicht sehr mutige Prognose von dem Fakt, dass Energie an 17 Spieltagen elf Mal auf die rote Laterne aufpassen durfte. Auch der Trainerwechsel von Sander zu Prasnikar hat - was allein die Ergebnisse angeht - nicht allzu viel gebracht, die längst überfällige Ablösung von Torwartgurke Piplica durch Tremmel zumindest gefühlt ein bisschen mehr. Mir ist natürlich klar, dass ein Team mit so beschränkten Möglichkeiten wie Cottbus sicher keinen Hurra-Fußball spielen kann, aber dennoch möchte ich die Gelegenheit nutzen, meine Abneigung gegenüber deren Beton-Defensiv-Gewürge auszudrücken. Allein dafür hätten sie den Abstieg verdient. Wenn dann noch wie jetzt fehlende Punkte dazukommen, droht wohl mal wieder mindestens ein Jahr im Unterhaus.

18. MSV Duisburg, 13 Punkte, 14:26 Tore
Ganz, ganz düster sieht's aus am Rande des Ruhrpotts. Auch Torjägerkanone a. D. Ailton konnte nichts dagegen tun, dass beim MSV zum Weihnachtsfest nicht mehr ganz viele Lichter brennen. 13 Punkte sind zum Überleben zu wenig, aber leider nicht zuviel zum Sterben. Wie viele Abstiegskandidaten plagt den MSV eine ausgeprägte Auswärtsschwäche; dazu kommt noch die größte Sturmflaute von allen. Ich gehe mal davon aus, dass Großsponsor Walter Hellmich in der Winterpause einiges an Geld in die Hand nehmen wird, um "seinen" Verein für die schon jetzt zum fast aussichtslosen Kampf mutierte zweite Saisonhälfte richtig aufzumöbeln. Wenn der Verein es schafft, einen Stürmer mit einer guten Handvoll Tore im Gepäck an die Wedau zu locken, geht da ganz vielleicht noch was. Ich würde aber eher nicht drauf wetten.

Teil 2/3 des rückblickenden Ausblicks folgen voraussichtlich in den nächsten Tagen.

Sonntag, Dezember 16, 2007

Samstag, Dezember 15, 2007

Weihnachtsschnäppchen: Rassistisches Verhalten im Sonderangebot.

Wie ich vorhin im ZDF-Videotext gelesen habe (hier steht es auch), wird Lazio Rom für das Fehlverhalten seiner Fans beim CL-Gastspiel im Weserstadion lächerliche 18.000 Euro Strafe an die UEFA zahlen.

Die Laziali hatten unseren freundlichen afrikanischen Mitbürger Sanogo mit Affenlauten bedacht, zwischendurch mal die Arme zum Duce-Gruß in Andacht an den nicht so freundlichen Ex-Diktator Mussolini gerecht und sich insgesamt sehr sympathisch präsentiert.

Zieht man all das in Betracht und erinnert sich, dass es direkt nach dem Spiel ziemliches Theater um das skandalöse Verhalten der Fans im Gästeblock gab, kann ich über das jetzige Urteil nicht einmal mehr lachen. 18.ooo Euro sind gar nix - die Strafe hätte dem Verein mal richtig weh tun müssen. Als ob die Italiener jetzt so eingeschüchtert wären, dass sie sich beim nächsten Mal regelkonform verhalten würden. Ich verstehe nicht, warum da nicht härter durchgegriffen wurde - die Chance, ein aussagekräftiges Zeichen zu setzen, hätte (mal wieder) bestanden.

Donnerstag, Dezember 13, 2007

Das sagen Allofs und Schaaf.

Wegen eines anschließenden Gesprächs mit Klaus Allofs für die große bremen4u-Jahresvorschau im kommenden Heft (keinesfalls verpassen!!!) war ich heute nach langer Zeit mal wieder bei einer der donnerstäglichen Pressekonferenzen vor Bundesligaspieltagen dabei. Sozusagen als "Abfallprodukt" habe ich von diesem Termin einige Zitate von Klaus und Thomas mitgebracht, die zu schade sind, sie der werten Blog-Leserschaft vorzuenthalten:

Aussagen von Thomas Schaaf


Zum Zustand der Mannschaft:
Wir sind momentan bemüht, Müdigkeit raus und Akku wieder voll zu kriegen.“


Ausblick auf Samstag:
Wir freuen uns auf die Partie gegen Leverkusen. Es wird ein tolles Spiel, weil die auch oben in der Tabelle dabei sind. Wir wollen unseren Fans ein tolles Jahresfinale bieten und auch im letzten Heimspiel eine gute Leistung abliefern.“


Zu dem Vorwurf, in Piräus hätte Leidenschaft gefehlt:
Haben nie lustlos gespielt und werden das auch am Samstag nicht tun.“


Zu den letzten beiden Pleiten:
Wir müssen sehen, dass wir nach all den guten jetzt auch mal wieder zwei schlechte Erlebnisse verdauen.“


Reaktion auf übertriebenen Negativismus nach Piräus:
Vor 14 Tagen war alles heilig, jetzt kann nicht plötzlich alles schlecht sein.“


Sehr gereizt wegen entsprechender Nachfrage:
Auch eine Niederlage gegen Leverkusen würde unsere gute Hinrunde nicht vermiesen. Wer die ganze Halbserie miterlebt hat, muss dass sehen.“


Aussagen von Klaus Allofs


Zum CL-Ausscheiden:
UEFA-Cup ist kein Verlierer-Cup – wer das sagt, hat die Bodenhaftung verloren. Ich habe den Eindruck, dass einige hier nicht mehr realistisch sind.“


Zum Vorwurf, es ginge von Jahr zu Jahr nicht voran:
Wenn wir wirklich auf der Stelle treten, ist das eine schöne Stelle.“


Insgesamt war die Stimmung auf Werderseite - besonders beim Trainer - einigermaßen gereizt und angriffslustig, was ich als gutes Zeichen für das Jahresfinale werten würde. Lassen wir uns überraschen, ob selbstbewussten Worten auch gute Taten folgen werden.

Dienstag, Dezember 11, 2007

Der Titan ist raus.

Die Nerven liegen blank, da brennt der Baum, die Sicherungen fliegen raus - welche Floskel der geneigte Leser auch bevorzugt, sie passen wohl alle auf die derzeitige Situation bei Bayern München.

Ich war gleich, nachdem ich vom 0:0 der Münchner gegen Duisburg erfahren hatte, davon ausgegangen, dass es Ärger geben würde beim selbsternannten kommenden deutschen Meister. Das es für Nicht-Bayern-Fans aber so amüsant werden würde, diese Woche nach Süden zu schauen, hätte ich nicht gedacht.

Heute hat Hitzfeld Oliver Kahn für das kommende Bundesligaspiel gegen Hertha BSC suspendiert, wie verschiedene Medien berichten. Über den genauen Grund wird allerorten noch spekuliert. Es soll allerdings Verstimmungen über Kahns frühzeitigen Abgang von der FCB-Weihnachtsfeier am Wochenende gegeben haben. Dazu hat er gestern in einem Kickerinterview der ganzen Mannschaft und besonders den Herren Ribery und Toni kräftig an den Karren gepinkelt.

Endlich mal wieder FC Hollywood, wie wir ihn kennen und lieben. Was wird wohl erst los sein, wenn die Bazis am Samstag noch die Herbstmeisterschaft verspielen?

[Update 12.12.07] Heute ist auf Spiegel Online ein lesenswerter Artikel über den Niedergang des Olli Kahn erschienen.

Gerechte Strafen für drei Idioten.

Carlos Grossmüller, Mohammadou Idrissou und Hugo Almeida haben sich alle drei am vergangenen Wochenende - mit Verlaub - saudumm angestellt und dafür jeweils eine rote Karte kassiert.

Grossmüller musst, obwohl er schon ausgewechselt und im Trainingsanzug war, unbedingt an einer Rangelei zwischen Schalkern und Frankfurtern teilnehmen und einem Eintrachtspieler ins Gesicht fassen, als wollte er eine Zitrone ausdrücken. Dafür gab's saftige fünf Spiele Sperre.

Idrissou hatte etwas mehr Glück und das schreibe ich nicht etwa, weil er nur drei Spiele aussetzen muss. Vielmehr hätte es ihm durchaus passieren können, dass Oliver Kahn dem Duisburger nach seinem selten dämlichen Nachtreten einfach den Kopf abbeißt. Wer Idrissous ganz cleveren Tritt und Kahns Nichtreaktion noch einmal genießen möchte, der spule dieses Video bis 2:50 Minuten vor:



Zu guter Letzt ein paar Worte zu Hugo Almeida: Der Portugiese hat in dieser Saison bisher acht Buden in der Bundesliga gemacht und ist für Werder endgültig zu einer echten Angriffswaffe geworden. Nach vielen Verletzungen und Krankheiten der Kollegen, von denen er ganz klar persönlich profitiert hat, stehen neben ihm nun wieder sieben Stürmer zur Verfügung. Wie blöd muss man sein, um in einem solchen Moment die eigene, sehr gute Position aufzugeben und sich durch eine völlig bescheuerte Aktion (siehe Video unten) in der 92. Minute in Hannover eine rote Karte wegen einer Tätlichkeit abzuholen? Kann ich nicht begreifen. Jetzt guckt Hugo erstmal mindestens drei Spiele zu, unter anderem am zweiten Rückrundenspieltag gegen Bayern. Danach wird es vermutlich schwer werden, sich wieder soviel Vertrauen bei Schaaf zu erspielen, dass er dafür sechs andere auf der Bank lässt.

Freitag, Dezember 07, 2007

Advent, Advent.

Ich hoffe nicht, dass die Schalker in Bremen ihre Weihnachtsgeschenke kaufen.

Oder vielleicht ist es auch einfach nur der Wunschzettel von Mirko Slomka...

Dienstag, Dezember 04, 2007

Völlig verdient.

So nach und nach hat es sich auch bis zu den "großen" Medien rumgesprochen, was wir Sofa-Experten schon lange wissen: Petri Pasanen ist für Werder ein ganz wichtiger Mann.

Der Finne mag auf den ersten, zweiten und auch dritten Blick einer der am wenigsten spektakulären und Aufsehen erregenden Spieler Werders sein, dennoch ist ein Spieler wie er für das Team genauso wichtig wie all diejenigen, die ständig im Rampenlich stehen.

Auf dem Platze rackert Petri wie kaum ein anderer, in der Defensive stopft er die Löcher, die in den vergangenen Monaten nicht gerade selten überall entstanden sind. Und dann fängt er jetzt auch noch an, nach vorne gefährlich zu werden - sein Siegtor (für mich ist er der Schütze, ob die Statistiken etwas anderes sagen oder nicht) gegen den HSV war enorm wichtig, um Werder weiter auf einem möglichen Meisterschaftskurs zu halten.

Verdientermaßen wenden sich ihm jetzt auch die Journalisten zu, die ihn sonst eher selten auf dem Zettel haben. In der Kreiszeitung Syke ist heute ein Artikel erschienen, in dem es um Pasanens Qualitäten und die hoffentlich bald anstehende Vertragsverländerung geht.

Fazit der Geschichte: "Mit seinen Leistungen hat er sich allemal für andere Clubs interessant gemacht." Hoffentlich kapiert Werder das schnell genug und sichert sich Petrischen Dienste für ein paar weitere Jahre.

Sonntag, Dezember 02, 2007

Von dem möchte ich mal ein vollständiges Autogramm.

Friedrich Leonhard Ignatius Josef Maria Lamoral Balthasar Prinz von Thurn und Taxis.

So heißt er mit vollem Namen. Alleine "Maria Lamoral" wäre schon ein irrer Name ;-)

Schon seit langem amüsiere ich mich immer sehr, wenn FvTuT (oder besser gesagt FLIJMLBPvTuT --> könnte auch eine Stefan-Raab-Show sein) ein Werderspiel kommentiert. Erst jetzt habe ich allerdings herausgefunden, dass Spiele mit ihm noch besser wären, wenn ab und zu mal sein vollständiger Name insertiert werden würde. Bitte Premiere, verstümmelt diesen wunderbaren Kommentatoren in der Zukunft nicht mehr namentlich!

Donnerstag, November 29, 2007

Die Nummer 1 im Norden...

... sind wir. Singen zumindest singen das auf DSF gerade die HSV-Fans beim Spiel gegen Rennes. Beim Uefa-Cup-Spiel, wohlgemerkt. Am Wochenende werden wir dann mal wieder für klare Verhältnisse in der Bundesliga sorgen. Endlich Derby!

3:2 gegen Real mit den Sofaexperten

Ja, Werder hat sich selbst wieder so richtig Leben eingehaucht und Real Madrid mit 3:2 aus dem Stadion gejagt. (Etwaige Übertreibungen seien mit bitte an dieser Stele verziehen). Und die Sofaexperten Jens & Marco waren mit dabei. Bremen hat damit wieder alle Chancen auf das Achtelfinale.

Ein kurzes Fazit: Das Spiel war nicht unbedingt technisch schön, aber lebte von der Spannung. Nachdem Bremen nach 5 Minuten durch den Schweden Markus Rosenberg in Führung gegangen war, konnte Robinho in der 14. ausgleichen. Sanogo stellte nach einer sehr guten Vorlage und einem 60-Meter-Sprint von Rosi den alten Abstand wieder her.

Nach der Pause kam Werder zunächst nicht gut ins Spiel, konnte jedoch in der 58 durch Aron Hunt weiter vorlegen. Der Überraschungsspieler machte bei seinem ersten Auftritt in dieser Saison nach seiner langen Verletzungspause ein gutes Spiel. Als Real durch Ruud van Nistelrooy 20 Minuten vor Schluß wieder herankam, wurde es doch noch spannend, jedoch war Real nicht wirklich spritzig genug. Spieler wie Guti und Rául enttäuschten.

Bei Werder stimmte der Einsatz. Bei der berzeugenden Mannschaftsleistung stachen der Sturm, Mittelfeldmann Daniel Jensen und die Abwehrspieler Petri Pasanen und Naldo hervor.

In der Champions League hat Bremen (6 Pkt.) ein echtes Endspiel vor sich: Gegen Piräus (8 Pkt.) kann mit einem Sieg alles klar gemacht werden. Real ist mit 8 Punkten vor dem Spiel gegen Lazio Rom (5 Pkt.) auch noch nicht durch.

Das Bild ist nicht die Wonne, der Fotograf war freudetrunken...

Montag, November 26, 2007

Siegermedaille bei eBay

Wer noch ein schickes Weihnachtsgeschenk für einen ihm/ihr nahe stehenden Werderfan sucht, wird momentan eventuell bei eBay fündig.

Dort verkauft allem Anschein nach Florian Klugmann, der im Finale des Europapokals der Pokalsieger 1992 als Ersatztortwart auf der Bank der Werderaner saß, seine eigentlich schöne Erinnerung an diesen denkwürdigen Tag in der Vereinshistorie.

Ich zitiere aus dem Angebotstext: "So etwas bekommt sonst nie angeboten (sic!)." Und das für den absoluten Schnäppchenpreis von mindestens 3.500 Euro. Wer kann da noch nein sagen?

Freitag, November 23, 2007

Ein Herz, ein Ziel


Trotz aller Rivalität haben sich die Nordclubs der Bundesliga zusammengetan, um eine Aktion des Niedersächsischen Innenministers Schünemann zu unterstützen. Der aufwendig produzierte Spot mit den Spielern Robert Enke (Hannover), Guy Demel (HSV), Marcelinho (Wolfsburg) und Diego (Bremen) vertritt die zentrale Botschaft: Fußball verbindet mit Herz für mehr Toleranz und gegen Fremdenfeindlichkeit. Damit Nadine nicht immer ins Kino oder Stadion rennen muss, um Diego leicht beschürzt zu bewundern gibt es das Video nun auch bei uns online.

Auf die Fresse! Zero Tolerance.

Platz zwei in der Bundesliga, Schlagdistanz zu den Bayern, da könnte man meinen: Alles in Butter in der Wesermarsch. Weit gefehlt: Mittlerweile dürfte jeder mitbekommen haben, dass sich Boubacar Sanogo und Carlos Alberto am Donnerstag beim Training mal so richtig auf den Zahn gefühlt haben.

Vielleicht sollte man dem Herrn Alberto mal erzählen, dass es langsam Zeit wird, sich fußballerisch in den Vordergrund zu drängen, als nur mit seltsamen Krankheiten (für die er nichts kann), Steuerproblemen (...), Ernährungsumstellungen (geht auf sein Konto) und Fausthieben.

Auch wenn er vielleicht von Sanogo provoziert wurde (was ich mir gut vorstellen kann, er hatte in Hamburg auch die eine oder andere Rangelei) - er sollte langsam akzeptieren, was von ihm erwartet wird. Auch wenn das für einen jungen Spieler in einem fremden Land nicht so einfach ist. Die gezeigte Aggressivität sollte, gepaart mit seinen fußballerischen Qualitäten, dem SVW wirklich helfen in den nächsten Wochen.

Ich finde es gut, dass Werder die beiden "Profis" komplett aus dem Kader für das kommende Wochenende genommen hat. Vor dem Hintergrund der vermehrten Berichte über Gewalt im Fußball (auf den Rängen wie auch auf dem Spielfeld) müssen sich die Spieler ihrer Vorbildrolle bewusst sein. Auch wenn sie nicht um diese Rolle gebeten haben. Es ist nunmal die Realität, dass nicht nur Kids zu den gutbezahlten Berufsfußballern aufschauen.

Donnerstag, November 22, 2007

Interne Mitteilung von Franz.

Für den kleinen Lacher zwischendurch bitte hier klicken.

Dies ist nur ein Beispiel für die fast immer gelungengen und sehr witzigen Comicstrips aus dem Hause "nachgetreten", die jeden Samstag in über 60 Tageszeitungen erscheinen.

Der Weser-Kurier hatte auch mal das Angebot, die Comics einmal die Woche zu drucken - hat aber abgelehnt. Schade eigentlich.

Dienstag, November 20, 2007

Was macht eigentlich...? (2)

Wie Marco mag auch ich diese Art von Erinnerung an Personen, über die man schon länger nicht mehr nachgedacht hat.

In der Kreiszeitung Syke ist heute eine solche Erinnerung an einen tollen Ex-Werderaner namens Paul Stalteri erschienen. Trotz seiner zeitweise grenzwertigen Frisur und hin und wieder extrem haarsträubender Fehler (Erklärung für die Frisur?) war er immer einer meiner Liebsten mit dem W auf dem Trikot.

Montag, November 19, 2007

Gegen Nazis.








Hat nur teilweise etwas mit Sport zu tun, ist aber eine so gute Initiative, dass sie hier auf jeden Fall Platz finden soll:

Unter dem Banner von "Die Zeit" gibt es seit einer Weile ein Blog namens "Störungsmelder". Der gute Grund, warum dieses Blog exisitiert: "Wir müssen reden. Über Nazis." So steht's auf der übersichtlich aufgemachten Seite, wo verschiedene Autoren ihren Senf (keineswegs negativ gemeint) zum Thema Nazis abgeben und gegen die rechten Idioten anschreiben.

Auch dabei ist Thomas Hitzlsperger, womit wir dann auch noch die Kurve zum Fußball bekommen hätten. Vorbeisurfen lohnt sich nicht nur deswegen!

Mittwoch, November 14, 2007

Fans an die Macht.

Ich habe momentan gaaanz wenig Zeit für das Blog, was Stammleser sicher schon an der extremen Veröffentlichungsarmut in den letzten Tagen gemerkt haben.

Aufgrund akuten Zeitmangels gibt's nun zwar eine neue Geschichte, diese aber lediglich per Verweis auf allesaussersport.

In England haben mehrer Tausen Fußballfans Geld gesammelt und damit einen Club der fünften Liga übernommen. Sie bestimmen jetzt per Votum die Zusammensetzung des Kaders und Neuverpflichtungen. Interessantes Konzept, dessen weitere Entwicklung sich lohnt, verfolgt zu werden.

Montag, November 05, 2007

Ein toller Torwart.

Robert Enke wurde am Samstag im Sportstudio-Beitrag mal wieder auf die Diskussion um den Posten des Nationaltorhüters angesprochen.

Leider kann ich Enkes Antworten nicht mehr im exakten Wortlaut wiedergeben, aber zumindest sinngemäß.

Zuerst meinte der meiner Meinung nach zurzeit beste deutsche Torhüter, er habe die Diskussion ab dem Moment nicht mehr ernst nehmen können, als die Entscheidung Klinsmanns für Lehmann und gegen Kahn die erste Meldung in den Tagesthemen war. Eine solche Nachricht dürfe nicht die wichtigste des Tages sein, so Enke.

Darüber hinaus würde er zwar gerne die Meldung hören, dass er nun im Tor der Nationalmannschaft stehen dürfe, aber wenn dann nicht als erste, zweite oder dritte Meldung des Tages, sondern höchstens als vierte.

Bescheidene und intelligente Antworten eines grandiosen Fußballers, die man in dieser Art leider nur sehr selten bis gar nicht zu hören bekommt. Meinen Respekt, Herr Enke!

Donnerstag, November 01, 2007

Sperren abgesessen

Per Mertesacker durfte gestern beim 4:0-Pokalsieg gegen den MSV Duisburg spielen. Eigentlich nichts besonderes. Bedenkt man seinen Platzverweis vom Pokalauftakt in Braunschweig, wundert einen dies womöglich schon. Aber da Mertesacker auch am Tag danach für das Spiel von Werders Regionalliga-Team spielberechtigt war, konnte er seine Sperre zuhause auf dem Sofa absitzen.

Gleiches "Glück" haben jetzt die beiden Amateure Sandro Stallbaum und Dominic Peitz - Ihre Sperren vom Dienstag haben sie am gestrigen Mittwoch abgesessen. Dieser Vorteil für Vereine mit Erst- und Zweitvertretungen im Pokalwettbewerb ist jedoch mit der kommenden Saison Geschichte: Es darf ab 2008 nur noch eine Vertretung um den Pokal kämpfen.

AndrEAsen oder AndreEsen?

So die Frage, die die detailverliebten Sprachfrikkler unter uns lange umhertrieb. Die Antwort: weder noch. Bei der Zusammenfassung der Pokalspiele im ZDF vom Mittwochabend wählte der Reporter (Ich bin mir nicht sicher, aber glaube, es war Rolf Töpperwien) diese Frage als Einstieg und beantwortete sie als bekennender Dänemark-Experte mit AndrÖÖsen. Dafür gebührt ihm Dank. Ob er den Namen dann derart übertrieben noch gefühlte 15-Mal wiederholen musste, sei dahingestellt.

Mittwoch, Oktober 31, 2007

Siegen und Feiern wie die Großen

Werders Amateure lieferten gestern ein großartiges Pokalspiel gegen den FC St. Pauli ab. Und auch nach dem Spiel wurde gefeiert wie bei den Großen:

Hinsetzen!


Aufstehen!


Klappt doch schon ganz gut. Für die schnöde Statistik bitte hier nachschauen.

28.10.2007 SSV Würgassen II - SV H/J

Zu diesem Spiel gibt es eigentlich gar nichts Positives zu schreiben.
Die erste Hälfte haben wir richtig schlecht gespielt und unsere schlechteste Saisonleistung geboten.
Zwar bestimmten wir in den ersten 15 Minuten die Partie, aber durch eigenes Unvermögen haben wir den Würgassern die Bälle aufgelegt, so dass sie diese nur noch über die Linie schieben mussten.

In der zweiten Hälfte haben wir dann mehr Druck gemacht, aber konnten uns nur wenige gute Chancen erspielen.
Nach einem Konter erhöhte Würgassen auf 3:0 (zugleich der Endstand). Bei dem Fernschuss sah Wilhelm nicht gut aus. Dies soll jetzt keine Schuldzuweisung sein, denn jeder von uns hat einfach schlecht gespielt.

Das einzig positive: Wir hatten dank der Unterstützung aus der Alte-Herren-Mannschaft 3 Auswechselspieler.

Fazit: Irgendwann mussten wir aufgrund unserer Trainingsbeteiligung und unserem primitiven Aufwärmprogramm und der laschen Spieleinstellung mal ordentlich auf die Fresse fallen. Das ist uns in diesem Spiel gut gelungen und wenn sich daran nichts ändert, wird es in den nächsten Spielen auch so weitergehen.


Wilhelm – Präsi, Sado, Dave – Disse, Patrick, Winter, Mark (manhöreundstaune), Meik, Nobby, Kösters

Wechsel: Rudi für Mark

Dienstag, Oktober 30, 2007

Das Comeback eines Weltstars.

In ein paar Stunden wird die U23-Mannschaft Werders in der zweiten Runde des DFB-Pokals gegen den FC St. Pauli spielen. An sich schon eine attraktive Begegnung mit einer Prise Derbycharakter, wurde dieses Spiel was das öffentliche Interesse angeht durch eine Nachricht noch aufgewertet:

Ivan "der Killer" Klasnic betritt erstmals wieder den Rasen des Weserstadions, um ein Pflichtspiel zu absolvieren. Vor ein paar Tagen hatte er in einem Freundschaftssppiel schon 45 Minuten für die Werder-Reserve absolviert und sogar zwei Buden gemacht, nun ist er der erste Fußballprofi überhaupt, der nach einer Nierentransplantation wieder seinem Job nachgehen kann.

Der Zufall will es, dass Klasnic sein erstes "richtiges" Match gegen sein Ex-Team vom Hamburger Kiez bestreitet. Gelegenheit, mal auf die Zeit des Killer in braun-weiß zurückzublicken:

Vier Jahre trat der Kroate für St. Pauli in der zweiten Liga gegen den Ball. Von 1997 bis 2001 machte er immerhin 95 Ligaspiel für die Hamburger und schoss darin 26 Tore. In seiner letzten Saison für St. Pauli war er mit zehn Buden maßgeblich am Erreichen des dritten Tabellenplatzes und dem damit verbundenen Aufstieg in die erste Liga beteiligt.

Noch heute trauern die Fans des Kiezclubs dem Stürmer mit dem Killerinstinkt nach. Wer das nicht glaubt, dem empfehle ich per Kommentarfunktion eine Nachfrage beim Sofa-Experten Dr. Selzsam.

Ivan selbst ist nicht gerade überglücklich, ausgerechnet gegen seinen früheren Verein sein Comeback geben zu "müssen", sagte aber auf werder.de: "Ich habe elf Monate darauf hingearbeitet, dabei zu sein. St. Pauli ist in meinem Herzen. Aber ich kann es auch nicht ändern, dass es jetzt ausgerechnet gegen sie geht."

Eine persönlich Anmerkung zum Schluss: Ich freue mich sehr, dass Klasnic es tatsächlich und schneller als gemeinhin angenommen geschafft hat, sich wieder in den Profifußball zu kämpfen. Ich war ehrlich gesagt davon ausgegangen, dass Werder in zwar wieder rankommen lässt, im Endeffekt aber nicht allzu sehr auf ihn baut. Nun ist diese Annahme widerlegt. Manchmal freue ich mich, auf der falschen Spur gewesen zu sein...

Donnerstag, Oktober 25, 2007

Selbstbewusstsein made in Bremen.

Torsten Frings in einem Artikel auf spon zu seinem derzeitigen Leistungsstand:

"Ich bin immer noch nicht ganz fit. Das dauert noch ein paar Spiele. Aber was ich im Moment bringe, reicht auch."

Sonntag, Oktober 21, 2007

Kleiner Spaß am Sonntagnachmittag.
















Hier gefunden (in "Andere Länder, andere Sitten") - danke für den Tipp, Alena!

Mittwoch, Oktober 17, 2007

Warum wir Werderaner den HSV nicht mögen

ja warum eigentlich nicht? Nicht die direkte geografische Nähe zu unserem Lige-Rivalen ist der Grund dieser Antipathie, sondern Ursache der Feindschaft zwischen beiden Fanlagern ist der Tod eines jugendlichen Werder-Fans im Jahr 1982. Dank eines Artikels auf Spiegel Online erklärt sich das Ganze sehr ausführlich.
Mit einem Klick auf die Überschrift kommt ihr direkt zu dem Artikel.

Dienstag, Oktober 16, 2007

Manfred Müller erklärt den Umbau des Weserstadions.

Im Weser-Kurier ist heute ein interessantes Interview mit Werders Marketing-Geschäftsführer Manfred Müller erschienen. Darin gibt es einige mir bisher unbekannte Antworten auf viele Fragen, die zum Teil auch die Fans direkt betreffen.

Sehr schlagfertig fand ich seine Antwort ganz am Schluss auf die Frage nach denjenigen Fans, die den Wegfall der Flutlichtmasten kritisieren:

"Ich weiß, dass es solche Leute gibt. Aber andere Stadien in Deutschland werden auch vom Dach beleuchtet. Und wir haben ja schon für Ersatz gesorgt..."

"Ersatz?"

"Ja. Auf Platz 11. Da stehen neuerdings Flutlichtmasten..."

Montag, Oktober 15, 2007

Der Giovanni Trapattoni des österreichischen Eishockeys.


Wie schon jemand in den Kommentaren von allesaussersport, wo ich diesen wunderbaren Clip entdeckt habe, schrieb: Die Ausführungen des guten Mannes, der sich über eine für ihn ungünstige Schiedsrichterentscheidung aufregt, erinnern schon sehr an die gute, alte "Flasche leer"-Rede von Signore Trap zu Bayernzeiten.

Samstag, Oktober 13, 2007

"Danke an Oma und Otto"

Heute mal ein Eintrag in eigener Sache:

Vorhin ist mein Werder-Glaubensbekenntnis auf Spiegel Online veröffentlicht worden. Würde mich freuen, wenn ihr ein paar Minütchen finden könntet, mal vorbeizusurfen.

Donnerstag, Oktober 11, 2007

"Worum Werder einen großen Bogen macht"

Wer diesem Link folgt, findet einen interessanten und nachdenklich machenden Artikel aus der St.-Pauli-Fan-Postille "Übersteiger", der sich mit dem Umgang Werders mit rassistischen Gruppierungen und Personen innerhalb der Bremer Fanszene auseinandersetzt.

Darin finden sich viele geradezu erschreckende Beispiele, wie man als Verein mit dieser Thematik nicht umgehen sollte (Vertrauensmissbrauch, Zeifers Spruch am Ende etc.), und die ein nicht gerade vorteilhaftes Licht auf Werder Bremen werfen.

Passt irgendwie gut zu Marcos Eintrag von vor ein paar Tagen, in dem er schon schrieb, dass er seinen Lieblingsverein so langsam nicht mehr wiedererkennt.

Eins noch: Ich konnte auf die Schnelle nicht in Erfahrung bringen, wann der Artikel genau erschienen ist. Er könnte also schon ein paar Monate auf dem Buckel haben - nichtsdestotrotz finde ich ihn immer noch relevant.

Woher die Winde Wehen

Schon etwas länger fragte ich mich, worin wohl hintergründig die (finanzielle) Stärke des SV Wehen (Wiesbaden) liegt. Ein Artikel in der jungen Welt hat dieses Geheimnis auf absolut unsachliche, dennoch aber informative - also für mich rundum zufriedenstellende - Art und Weise gelöst. Ein Meisterstück des Verknüpfens von pauschalisierender Politkritik und abfälligem Sportjournalismus. Ich bin verzückt und empfehle die Lektüre. Weil fair gibts schon.

Mittwoch, Oktober 10, 2007

Für Rugbyliebhaber.












Mit diesem Plakat haben die Franzosen im Vorfeld der Rugby-WM, die momentan La Grande Nation über die Bühne geht, auf den britischen Inseln Werbung für das Turnier gemacht.

Leider weiß ich nicht, wie das Plakat von der Öffentlichkeit im Allgemeinen und Rugbyfans im Speziellen aufgenommen wurde.

Ob solche Werbung wohl im homophoben Fußballbusiness auch möglich wäre?

Montag, Oktober 08, 2007

Revolution sells

Sie mach alles zu Plastik, das ist völlig egal
sie nehmen den Zorn, die Wut, die Rebellion und ab ins Regal

Diese zwei Zeilen aus "T-shirts für nur 35,-" von But Alive hat sich Ultra Sankt Pauli als Signatur für das Info-Flugblatt verteilt, das sie seit ich ins in Stadion gehe zu jedem Heimspiel verteilen. Ultras lehnen die Vermarktung des Fußballs halt generell ab. Ich persönlich sehe das etwas relaxter, aber was sich der "Sponsor of the Day" Germanwings da gestern am Millerntor leistete, ist einfach nur noch dummdreist: Ein "Revolutions-Quiz" mit bahnbrechenden Fragen wie "Wer hat dann und dann mit einem revolutionären Kopfballtor den Klub vor dem Abstieg gerettet?" in der Halbzeitpause. Zu gewinnen gab es einen von 1000 "Revolutionsflügen". Toll! Was sich dahinter wohl verbirgt? Bremen-Minsk hin und zurück mit Drei-Gänge-Menü im KGB-Knast gegen Aufpreis? Oder doch eher der nostalgische Trip nach Havanna mit Vorzugs-CHEck-In, Cuba Libre bis zum Abwinken und anschließender Stadtführung mit Cornelius Littmann? Ich weiß es nicht, erkläre mich aber vorsichtshalber schonmal zum Konterrevolutionär. Achso, und wer noch mitmachen will, hier der revolutionäre Link.

Sonntag, Oktober 07, 2007

...auch ne Mahlzeit

Was war das für ein erheiternder Betriebsausflug heute. Ich schätze einfach Spieler, die es sich nicht nehmen lassen, nach einer (meiner Meinung nach natürlich berechtigten) roten Karte erst auf so ziemlich alle verfügbaren Personen im Innenraum loszugehen und sich dann auch noch von den Fans provoziert zu irgendwelchen lächerlichen Gesten hinreißen lassen. Und in solch einer Situation ist natürlich nahezu jede Geste lächerlich. Und für den Fan ist es ein Fest. Dank Timo Röttger vom SC Paderborn kam ich heute mal wieder in diesen Genuss. Da vergisst man dann auch gerne mal, dass die eigene Truppe sich fast gegen neun Leute noch ein 2:2 einschenken lässt. Wobei man die Schwierigkeit der Situation nicht unterschätzen sollte, denn neun Paderborner wollen auch erstmal getrunken werden. Im übrigen will ich nicht wissen, wie der Herr Röttger nach einer solchen Durststillung abgehen würde...

Ein bewegendes Interview mit Sebastian Deisler

Er galt Ende der Neunziger bis zu seinem Abschied vom Fußballgeschäft vor knapp einem Jahr als der wohl talentierteste Fußballspieler Deutschlands. Viele Verletzungen warfen ihn immer wieder zurück, auch seine Seele nahm Schaden, er ließ sich schlussendlich aufgrund von Depressionen behandeln, versuchte erneut, seine fußballerischen Träume zu verwirklichen. Doch er kam für sich zu der Erkenntnis, dass ihm dies im mediatisierten Business Fußball nicht gelingen würde.

Im Tagesspiegel vom 30.9.2007 gab Sebastian Deisler nun zum ersten Mal ein Interview, in dem er tief blicken lässt. Er spricht offen über die Gründe für seinen Abschied vor etwa einem Jahr. Meiner Meinung nach ein wirklich feinfühliges Interview.

Da wird mir wieder bewusst, warum ich persönlich diesen Spieler doch vermisse: Eben weil es nie so richtig schien, als gehöre in den Kreis von egomanen Ballsport-Geschäftsleuten und selbstverliebten Werbeikonen: Er war mehr ein Junge, der einfach nur bolzen wollte.


Die letzte Frage des Interviews:
Herr Deisler, welches Bild soll von Ihnen bleiben?

Antwort Deisler:
Er hat seinen Weg gefunden.

Samstag, Oktober 06, 2007

An der Weser, ein anderer Wind

Nach dem wirklich schlechten Championsleague-Spiel der Bremer gegen Piräus gab es allerhand Erklärungsbedarf: Z.B: Warum Trainer Schaaf nicht den zuletzt oft eingesetzten Jurica Vranjes spielen ließ, stattdessen einen sichtlich undynamischen Tim Borowski. Der Trainer reagierte bekannt kauzig: "Schauen sie sich doch mal an, was der bei Ihnen für die letzten Spiele für Noten bekommen hat." und "Ich hatte keine Alternativen auf der Bank."

Auch ich gelte nicht zu den absoluten Vranjes-Fans. Aber: Er hat in den letzten Wochen doch bewiesen, wie wichtig er für die Mannschaft sein kann, gerade wenn die Stammspieler verletzt sind. Ich denke, er würde bei vielen anderen Vereinen eine gewichtigere Rolle spielen. Vranjes scheint auch relativ sensibel zu sein, er braucht die Unterstützung eines Trainers. Ich kann daher nicht verstehen, warum Schaaf anfängt, so seltsam rumzupoltern. Das kann schnell mal dazu führen, dass der Spieler sich bei der nächsten Gelegenheit verabschiedet.

Solche Äußerungen, gepaart mit den vielen Neuverpflichtungen, die sich mir ab und an auch nicht vollends erschließen, führen dazu, dass ich den SVW in der letzten Zeit irgendwie nicht mehr so richtig wiedererkenne.

Dienstag, Oktober 02, 2007

Rechengenies bei BILD.

Wer erfahren will, zu welchen kalkulatorischen Großtaten BILD-Mitarbeiter fähig sind, wenn es um durchschnittlichen Ballbesitz in der Bundesliga geht, der klicke hier.

Traurig, dass so etwas in Deutschlands meistgelesener Zeitung steht.

Auslandsoffensive: Der BVB in Polen.

Borussia Dortmund macht heute Abend (live im DSF ab 18.15 Uhr) ein Freundschaftsspiel gegen Legia Warschau - in Polen. Die Schwarz-Gelben Krisenkicker sollen Werbung für die in Polen sowieso schon beliebte Bundesliga machen. Ob der BVB die richtige Wahl ist, um den Nachbarn zu zeigen, wie ansehnlich in der höchsten deutschen Klasse gekickt wird? Ich habe da so meine Zweifel...

Roland Zorn gibt auf FAZ.NET seinen lesenswerten Senf zu diesem Thema (und zum größeren Ganzen) dazu.

CL-Vorschau: die "deutschen" Spiele.

VfB Stuttgart - FC Barcelona
Die Stuttgarter, denen nach den Leistungen der letzten Wochen einige Medien den Meistertitel anscheinend am liebsten wieder aberkennen würden, bekommen am zweiten CL-Spieltag nicht gerade das geliefert, was man einen Aufbaugegner nennen würde. Mit Barca kommt einer der größten Kracher überhaupt ins Schwabenland. Henry und Messi spielen nah an ihrem bestmöglichen Niveau, Ronaldinho ist nach 13 Tagen Pause auch wieder dabei und will allen Zeigen, dass das Gerede um seine schwache Form Blödsinn ist. Stuttgart wäre in Best- oder vielleicht auch Normalform bestimmt in der Lage, gegen richtig gute Gegner mitzuhalten, im Momemt fürchte ich aber Schlimmes. Vielleicht gelingt dem VfB aber Ähnliches wie Werder, die ebenfalls in einer schlechten Phase gegen Madrid richtig gut ausgesehen haben und sich damit neues Selbstvertrauen holen konnten.

Prognose: Sieg für die Spanier, ein Unentschieden wäre schon eine ziemlich Überraschung


Rosenborg Trondheim - Schalke 04
Schalke hat nach der Niederlage am ersten Spieltag zuhause gegen Valencia schon ein bisschen die Kacke am Dampfen. Drei Punkte in Norwegen sind dringend notwendig, um eine realistische Chance auf Gruppenplatz zwei zu bewahren. Rosenborg hat vor zwei Wochen beim Unentschieden bei Chelsea Eindruck hinterlassen. Allerdings ist die Frage, ob der eine Punkt wirklich der großen Stärke Trondheims oder der immer noch anhaltenden Krise Chelseas geschuldet war.

Prognose: Schalke wird sich schwer tun, die bombensichere Defensive des Gegners zu knacken, aber dennoch knapp gewinnen.


Werder Bremen - Olympiacos Piräus
Werder hat am Wochenende gegen Bielefeld gezeigt, dass sie immer noch in der Lage sind, eine richtige Gala abzuliefern. Selbstbewusstsein sollte nach dem 8:1 genug da sein, eher mangelt es an Personal. Wiese fällt vielleicht aus, Sanogo wahrscheinlich auch, dazu kommen die altbekannten Verletzten. Frings könnte vielleicht wieder eingreifen, ist aber sicher noch lange nicht wieder der alte Allesumpflüger und Chef auf dem Feld, der für Werder so wertvoll ist. Trotz aller Defizite muss und kann Piräus im eigenen Stadion geschlagen werden, da gibt's nix.

Prognose: Sieg für Werder, der bei früher Führung auch recht deutlich ausfallen könnte.