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Mittwoch, Februar 27, 2008

Das Münchener Derby.

Heute treffen 1860 und der FC Bayern zum ersten Mal seit einer gefühlten Ewigkeit wieder in einem Pflichtspiel aufeinander (die ARD überträgt ab 20.15 Uhr live). Obwohl für beide Vereine nie allzu positive Gefühle entwickeln konnte - in Sachen Bayern waren die Gefühle sogar eher äußerst negativ, wie es sich für einen vernünftigen Werderaner gehört - freue ich mich darauf. Löwen gegen Bauern, das waren immer intensive Partien, als beide noch in der ersten Liga spielten.

Seit ein paar Jahren ist die einstige Feindschaft zumindest auf Vereinsführungs-Niveau zu einer geradezu freundschaftlichen Beziehung "verkommen". Hin und wieder wurde zu Testspielzwecken in der Allianzarena gegeneinander gekickt, aber das war's auch schon.

Nun kommt endlich mal wieder Feuer rein: Im DFB-Pokal geht es um mehr als ein bisschen Rumgespiele für's eventgeile Fußballvolk und ein paar Handvoll Euro. Dazu kam diese wenig sensible Aktion der Bayernfans, die die Löwenanhänger zum Kochen brachte. Gut so, dieses unspektakuläre Miteinander der letzten Jahre muss ein Ende haben! Ich hoffe für heute Abend auf einen knappen Sieg der Löwen möglichst nach Elfmeterschießen und einem verschossenen Strafstoß von Miroslav Klose.

Oliver Fritsch hat auf seiner Seite ein paar nette Pressestimmen zum München-Derby gesammelt.

Mittwoch, Januar 30, 2008

Auf geht's! Sofa-Experteneinsatz


So, die Technik steht, gleich wird losgebloggt. Mal sehen, wie lange die Finger das bei der kalten Luft mitmachen... 

Montag, Januar 28, 2008

Die Sofa-Experten gehen fremd.

Ausnahmsweise mal Werbung für ein kommerzielles Angebot, aber irgendwie auch in eigener Sache:

Am kommenden Mittwoch berichten Marco und ich ab 19 Uhr live aus dem Weserstadion vom DFB-Pokal-Achtelfinale zwischen Werders U 23 und dem VfB Stuttgart. Über die Bühne geht das ganze per Liveblog im Citytalk von bremen4u.

Also schaut doch mal rein und guckt euch an, was eure Sofa-Experten beim "Auswärtsspiel" so treiben.

UPDATE: Seit ein paar Minuten ist der entsprechende Eintrag im Citytalk-Blog jetzt online. Es kann also in ein paar Stunden losgehen!

Donnerstag, November 01, 2007

Sperren abgesessen

Per Mertesacker durfte gestern beim 4:0-Pokalsieg gegen den MSV Duisburg spielen. Eigentlich nichts besonderes. Bedenkt man seinen Platzverweis vom Pokalauftakt in Braunschweig, wundert einen dies womöglich schon. Aber da Mertesacker auch am Tag danach für das Spiel von Werders Regionalliga-Team spielberechtigt war, konnte er seine Sperre zuhause auf dem Sofa absitzen.

Gleiches "Glück" haben jetzt die beiden Amateure Sandro Stallbaum und Dominic Peitz - Ihre Sperren vom Dienstag haben sie am gestrigen Mittwoch abgesessen. Dieser Vorteil für Vereine mit Erst- und Zweitvertretungen im Pokalwettbewerb ist jedoch mit der kommenden Saison Geschichte: Es darf ab 2008 nur noch eine Vertretung um den Pokal kämpfen.

AndrEAsen oder AndreEsen?

So die Frage, die die detailverliebten Sprachfrikkler unter uns lange umhertrieb. Die Antwort: weder noch. Bei der Zusammenfassung der Pokalspiele im ZDF vom Mittwochabend wählte der Reporter (Ich bin mir nicht sicher, aber glaube, es war Rolf Töpperwien) diese Frage als Einstieg und beantwortete sie als bekennender Dänemark-Experte mit AndrÖÖsen. Dafür gebührt ihm Dank. Ob er den Namen dann derart übertrieben noch gefühlte 15-Mal wiederholen musste, sei dahingestellt.

Dienstag, Oktober 30, 2007

Das Comeback eines Weltstars.

In ein paar Stunden wird die U23-Mannschaft Werders in der zweiten Runde des DFB-Pokals gegen den FC St. Pauli spielen. An sich schon eine attraktive Begegnung mit einer Prise Derbycharakter, wurde dieses Spiel was das öffentliche Interesse angeht durch eine Nachricht noch aufgewertet:

Ivan "der Killer" Klasnic betritt erstmals wieder den Rasen des Weserstadions, um ein Pflichtspiel zu absolvieren. Vor ein paar Tagen hatte er in einem Freundschaftssppiel schon 45 Minuten für die Werder-Reserve absolviert und sogar zwei Buden gemacht, nun ist er der erste Fußballprofi überhaupt, der nach einer Nierentransplantation wieder seinem Job nachgehen kann.

Der Zufall will es, dass Klasnic sein erstes "richtiges" Match gegen sein Ex-Team vom Hamburger Kiez bestreitet. Gelegenheit, mal auf die Zeit des Killer in braun-weiß zurückzublicken:

Vier Jahre trat der Kroate für St. Pauli in der zweiten Liga gegen den Ball. Von 1997 bis 2001 machte er immerhin 95 Ligaspiel für die Hamburger und schoss darin 26 Tore. In seiner letzten Saison für St. Pauli war er mit zehn Buden maßgeblich am Erreichen des dritten Tabellenplatzes und dem damit verbundenen Aufstieg in die erste Liga beteiligt.

Noch heute trauern die Fans des Kiezclubs dem Stürmer mit dem Killerinstinkt nach. Wer das nicht glaubt, dem empfehle ich per Kommentarfunktion eine Nachfrage beim Sofa-Experten Dr. Selzsam.

Ivan selbst ist nicht gerade überglücklich, ausgerechnet gegen seinen früheren Verein sein Comeback geben zu "müssen", sagte aber auf werder.de: "Ich habe elf Monate darauf hingearbeitet, dabei zu sein. St. Pauli ist in meinem Herzen. Aber ich kann es auch nicht ändern, dass es jetzt ausgerechnet gegen sie geht."

Eine persönlich Anmerkung zum Schluss: Ich freue mich sehr, dass Klasnic es tatsächlich und schneller als gemeinhin angenommen geschafft hat, sich wieder in den Profifußball zu kämpfen. Ich war ehrlich gesagt davon ausgegangen, dass Werder in zwar wieder rankommen lässt, im Endeffekt aber nicht allzu sehr auf ihn baut. Nun ist diese Annahme widerlegt. Manchmal freue ich mich, auf der falschen Spur gewesen zu sein...

Dienstag, April 17, 2007

Angenehm unaufgeregt.

Als ich vorhin einige Vorberichte zu den beiden DFB-Pokal-Halbfinals las, kam mir der Gedanke, dass dieser Wettbewerb in der laufenden Saison wenigstens in den letzten paar Runden doch mit recht wenig Überraschungen daherkam. Vier Erstligisten schafften es ins Halbfinale, ein richtiger Pokalschreck aus der zweiten oder gar dritten Liga erschien diesmal nicht. Natürlich gab es ein paar Sensationen, unter anderem das Aus von Werder in Pirmasens und die erste Halbzeit der Aachener gegen Bayern (3:0, Endstand 4:2). Insgesamt lief aber vieles weniger aufregend als sonst. Ich finde, der DFB-Pokal hat sich für diese Auszeit vom Dasein als Wettbewerb der großen Überraschungen genau die richtige Saison ausgesucht. Schließlich geht es in der Bundesliga schon genug drunter und drüber.