Donnerstag, November 12, 2009

Muss man gesehen haben (7)

Ein sehr ansehnliches Handballtor aus dem schönen Zwickau. Beeindruckend...

Samstag, Dezember 27, 2008

Muss man gesehen haben (6).

Ein kleines Leckerli zwischen den Jahren, das ich schon länger mal posten wollte. Um wen es geht, lasse ich ganz einfach den entsprechenden Wikipedia-Eintrag sagen:

"Matthew (Matt) Le Tissier (* 14. Oktober 1968 in Guernsey/Channel Islands, England) ist ein englischer Fußballer im Ruhestand. Er war ein außerordentlich begabter Stürmer, der für seine außergewöhnlich schönen Tore, aber auch für seine Faulheit auf dem Spielfeld bekannt war. Le Tissier spielte während seiner ganzen Karriere von 1986 bis 2002 beim FC Southampton. Diese Vereinstreue und seine überragende Balltechnik machten ihn dort zum Liebling der Fans."

Einige der schönsten seiner wahrlich spektakulären Tore sind in diesem Video zu sehen:

Sonntag, Dezember 21, 2008

Frohes Fest und guten Rutsch.

Die Sofa-Experten machen ein paar Tage Weihnachts- und Neujahrsurlaub und wünschen allen Lesern entspannte Feiertage sowie ein frohes neues Jahr!

Mögen die Geschenke reichlich sein und euer Lieblingsclub das erreichen, was ihr euch für 2009 wünscht.

Wir sagen tschüss 2008 und bis nächst' Jahr!


(Zum Bild: Ich sehe mit Weihnachtsmann-Mütze einfach nicht so toll aus, deshalb habe ich Mesut Özil für unser diesjähriges Grußfoto verpflichtet. Ich hoffe, es gefällt.)

Donnerstag, Dezember 18, 2008

Hardcore.

Nach der Meldung des Tages nun auch noch ein Interview des Tages:

Raubein Torsten Legat, der hauptsächlich in den 90ern Angst und Schrecken in der Bundesliga verbreitete, hat mit Dirk Gieselmann von 11Freunde gesprochen und einige wirklich bemerkenswerte Antworten rausgehauen. Kleiner Appetitmacher: "Ich kann keine Namen nennen. Aber die Leute, mit denen ich unterwegs war, die waren Hardcore pur."

Es werden allerdings nachdenkliche Töne angeschlagen, die Torsten Legat zumindest für mich in ein neues Licht rücken. Klarer Tipp, unbedingt das ganze Ding lesen!

Paule back in Bundesliga?

Bisher meine Meldung des Tages: Angeblich soll Borussia Mönchengladbach an einer Verpflichtung von Paul Stalteri interessiert sein, einem der Bremer Helden aus dem Double-Jahr 2004.

Auch, wenn er dann nicht mehr im Werder-Trikot den Platz umpflügen würde, ich wäre sehr froh über eine Bundesliga-Rückkehr des Kampf-Kanadiers. Derzeit ist er ja nicht besonders glücklich beim Tottenham Hotspur FC. Also, come back, Paule!

Mittwoch, Dezember 17, 2008

Kilometerfresser.

Ich kann mich nicht mehr an den genauen Anlass erinnern, aber am Samstag während der Sportschau wollte ich plötzlich wissen, wessen Fans in der ersten Liga eigentlich die meisten Kilometer fahren müssen, um bei allen Auswärtsspiele ihres Lieblingsteams dabeisein zu können (falls sie aus derselben Stadt wie der Klub kommen).

Vielleicht interessiert es ja sonst noch jemanden, deswegen kommt hier kommt die Rangliste mit den Infos Gesamtkilometer und Durchschnittswert. "Gemessen" habe ich die jeweiligen Entfernungen zwischen allen 18 Städten übrigens mit Google Maps.

1. München, 9443 km, 555 km
2. Cottbus, 8668 km, 542 km
3. Berlin, 8035 km, 473 km
4. Stuttgart, 7148 km, 420 km
5. Hamburg,6942 km, 408 km
6. Karlsruhe, 6606 km, 389 km
7. Hoffenheim, 6353 km, 374 km
8. Bremen, 5641 km, 353 km
9. Wolfsburg, 5817 km, 342 km
10. Frankfurt, 5344 km, 314 km
11. M'gladbach, 5302 km, 312 km
12. Hannover, 5164 km, 304 km
13. Köln, 4930 km, 290 km
14. Bielefeld, 4895 km, 288 km
15. Leverkusen, 4831 km, 284 km
16. Schalke, 4756 km, 280 km
17. Bochum, 4701 km, 277 km
18. Dortmund, 4562 km, 268 km

Die "Abstiegsplätze" belegen wenig überraschend die Ruhrgebiets-Vereine. Auf Platz eins steht München, von dem sich alle anderen ganz weit fernhalten (wer kann es ihnen verdenken?), Cottbus ist ähnlich weit ab vom Schuss.

Die kürzeste Distanz zwischen zwei Orten ist übrigens die zwischen Bochum und Schalke, die beiden trennen lediglich 16 Kilometer. Am weitesten müssen Hamburger und Münchener fahren, wenn sie die jeweils gegnerische Partei besuchen: Satte 775.000 Meter liegen zwischen Hansestadt und Bayern-Kapitale. Ham wa wieder was gelernt, das eigentlich keiner so genau wissen muss ...

Dienstag, Dezember 16, 2008

Mannschaftsbaukasten.

Hui, das war einmal mehr eine viel zu lange Pause. Jetzt habe ich aber wieder einen richtig schönen Grund zum Bloggen. Ich könnte nämlich euer aller Hilfe gut gebrauchen.

Worum es ganz genau geht, will ich erst einmal nicht verraten, nur soviel: Gleich kommt eine Liste mit 17 Feldspielern verschiedener Jahrzehnte, aus denen eine halbwegs vernünftige Aufstellung (ob 4-4-2, 4-3-3, 3-4-3 oder sonstwas ist egal) enstehen soll. Zehn Mann müssen verbraten werden, der Rest kommt auf die Ersatzbank. Es gibt leider ein Überangebot an Offensivkräften, dafür ist Kreativität bei der Besetzung der Verteidigung gefragt.

Vorschläge für Formationen bitte in die Kommentare, vielen Dank!

Hier die Liste in alphabetischer Reihenfolge:

Michael Ballack
Paul Breitner
Thomas Doll
Stefan Effenberg
Falko Götz
Uli Hoeneß
Carsten Jancker
Ulf Kirsten
Florian Kringe
Marcel Maltritz
Günter Netzer
Dieter Schatzschneider
Andrij Schewtschenko
Jan Schlaudraff
Uli Stielike
Davor Suker
Andreas Thom

Mittwoch, Dezember 03, 2008

Muss man gesehen haben (6).

Ich dachte ja bisher, Dwight Howards Sprungleistung beim Slamdunk Contest am NBA Allstar Weekend im Frühjahr dieses Jahres wäre so schnell nicht zu toppen ...



... aber nun habe ich Leonel Marshall gesehen. Der gute Mann ist 1,96 Meter groß, kubanischer Volleyball-Nationalspieler und kann offenbar fliegen:



Dank an Alena für den Volleyball-Link!

Montag, Dezember 01, 2008

Wer stopft Lattek endlich das Maul?

Entschuldigt bitte die deftige Überschrift, aber sowas geht doch wirklich ganz und gar nicht:



Wer's (wie ich erst) nicht versteht, warum dieses Gelaber so voll und ganz unerträglich ist, mache sich zum Beispiel hier und/oder hier schlau.

Keine Randale und Bambule in Bremen.

Ich habe mich heute ausführlich mit den Ereignissen rund um das Spiel Werder gegen Eintracht Frankfurt am vergangenen Samstag beschäftigt.

Wie sich wahrscheinlich schon herumgesprochen hat, wurden über 200 Frankfurter schon lange vor Anpfiff von der Polizei in Gewahrsam genommen.

Einige Hintergründe und die Meinungen von Vertretern der Bremer und Frankfurter Fanprojekte gibt es hier im Citytalk von bremen4u.

Dazu noch einige andere Artikel:

Frankfurter Neue Presse (1)
Frankfurter Neue Presse (2)
Kreiszeitung Syke

Mittwoch, November 26, 2008

Muss man gesehen haben (5).

Ich weiß, derzeit gibt es hier fast nur Mmgh-Einträge. Für andere Geschichten fehlen mir aber leider Zeit und Muse, da kommt aber auch bald wieder was!

Bis dahin wünsche ich viel Spaß mit dieser extrem kuriosen Modenschau aus den Siebzieger Jahren, die in einer Sportsendung des WDR im Beisein von unter anderem Günter Netzer stattfand. Models beider Geschlechter legen einen haarsträubenden Ausdruckstanz aufs Parkett und tragen dabei Fußballtrikots, die ein Farbdesigner entworfen hat und für viel schöner und aufregender hält als die zu jener Zeit in der Bundesliga verwendeten Hemden:



[via bremen4u]

Montag, November 24, 2008

Muss man gesehen haben (4).

Psychologische Kriegsführung vor einem Länderspiel - am Wochenende in Perfektion dargeboten von den Rugby-Nationalmannschafte aus Wales und Neuseeland bei ihrem Aufeinandertreffen in Cardiff: Die All-Blacks zelebrieren ihren berühmten und Furcht einflößenden Haka, die Waliser "beantworten" die Einschüchterungsaktion mit eiserner Disziplin und großer Standfestigkeit. Insbesondere die letzten Augenblicke sind geil, weil zwar so gut wie nichts passiert, man die Luft aber vor Spannung fast knistern hört:



[via allesaussersport]

Mittwoch, November 19, 2008

Frank Baumann Fußballgott.

Ich weiß, der Titel "Fußballgott" wurde in Bremen vor einer Weile Herrn Vranjes zugeteilt. Das halte ich ehrlich gesagt aber für ziemlich übertrieben. Keineswegs, weil Vranjes nicht durchaus ein Anwärter für diese Ehrung wäre, ein anderer hat sie allerdings viel mehr verdient: unser Kapitän Frank Baumann. Schon seit Jahren predige ich, wie gut und wichtig er ist (Tim zum Beispiel weiß, wovon ich rede) und versuche, Ungläubige von meiner selbstverständlich uneingeschränkt richtigen Meinung zu überzeugen, dass Werder ohne Baumann verloren wäre. Okay, jetzt übertreibe ich selbst ein bisschen.

Nun schaufelt der bei mir eigentlich nur so mäßig wohl gelittene Arnd Zeigler Wasser auf meine Mühlen. Seine aktuelle Kolumne im bremen4u-Paper (hier auch online zu finden) ist nämlich eine "Ode an den unterschätzen Spieler" - erst allgemein, dann explizit an den derzeit dienstältesten Werderspieler. Danke, Herr Zeigler. Nicht für alles, aber für diesen Text.

Dienstag, November 18, 2008

Buchtipp: "Grün-weißes Wunderland".

Die Bremer Journalisten Olaf Dorow und Sven Bremer haben ein Buch über Werder Bremen geschrieben und ich habe es gelesen.

Meine selbstverständlich ehrliche und sehr positive Meinung zu "Grün-weißes Wunderland" findet sich nun im Blog von bremen4u - inklusive Verlosung.

Ich war zu faul, für die Sofa-Experten noch einen Text zu schreiben, daher nur der Link. Bitte seht es mir nach!

Montag, November 17, 2008

Muss man gesehen haben (3).

Boah, hat der Hugo gestern gegen Kölle einen ausgepackt ... Ein Video davon war leider nicht aufzutreiben. Hätte ich gerne hier gepostet, dieses Schmuckstück von einem Tor [Nachtrag um 18:18 Uhr: Nun gibt es einen Link, Video ist sogar in richtig guter Qualität!].

Dass Almeida Bälle per Express aus großer Entfernung in den gegnerischen Kasten schicken kann, weiß der geneigte Werder-Fan ja schon länger. Leider zeigt er es viel zu selten.

Einen extrem geilen Beweis für meine im vorletzten Satz aufgestellte Behauptung liefert dieses Video, in dem Hugoal als ganz junger Bursche beim FC Porto den Ball aus circa 30 Metern mit dermaßen großer Wucht ins Tor von Inter Mailand zimmert, dass es einem sogar in der Wiederholung wie Realgeschwindigkeit vorkommt, so schnell fliegt die Pille:

Mittwoch, November 12, 2008

Hamburg callin’.

Ich hatte den Herrn Dr. Selzsam, seines Zeichens glühender Anhänger des einzig wahren Hamburger Fußballclubs, gebeten, doch bitte mal die zehn besten Argumente für regelmäßige Stadionbesuche bei seinem Lieblingsverein vom Kiez aufzulisten. Herausgekommen ist die folgende Liebeserklärung an Braun-Weiß, die ich äußerst überzeugend finde. Danke übrigens auch für die Blumen im Prolog, lieber Doktor!

Der Sofa-Experte Jensen siedelt demnächst von Bremen nach Hamburg über. Links der Weser ist das natürlich ein schmerzlicher Verlust, doch die Elbestadt kann sich freuen. Fußballtechnisch dürfte für die Hamburger dann auch etwas zu verdienen sein, denn ganz ohne Stadionbesuche in der künftigen Wahl-Heimatstadt wird der Gute wohl kaum auskommen. Wo er nicht hingeht, ist nicht zuletzt aufgrund des Gestanks der nahen Müllverbrennungsanlage bereits klar. Doch damit Jensen am Ende nicht bei Altona oder Eintracht Norderstedt landet, werde ich hier mal die zehn wichtigsten Gründe für regelmäßige Besuche am Millerntor bereitstellen. Aus tiefer Überzeugung und großer Wehmut übrigens, doch das ist eine andere Geschichte. Also los:

Nummer 10: Die Ruhe
Am vergangenen Spieltag haben die Hamburger Fans, wie auch ihre Kollegen aus Freiburg, gezeigt, dass sie durchaus schweigen können. Das ganze war zwar nur eine Aktion gegen fanfeindliche Anstoßzeiten, aber dennoch: Auf einen regelmäßigen Weserstadion-Besucher muss diese Ruhe heimisch wirken. Das Potential zur Schweigsamkeit dürfte daher bei der Eingewöhnung am Millerntor sehr hilfreich sein und liefert den ersten Pluspunkt.

Nummer 9: Das Sofa
Jensen ist Sofa-Experte. Am Millerntor werden in den kommenden Jahren nach Plan des „Fan-Präsidenten“ Cornelius Littmann ganz unzotig „Separées“ getaufte Logen eingerichtet, in denen man auch halb wohnen können soll. Für ein Sofa ist da natürlich auch Platz. Der Vorteil liegt auf der Hand.

Nummer 8: Die Wärme
Nach dem Aufstieg hat sich der FC Sankt Pauli eine Rasenheizung gegönnt. Das bedeutet: Nie wieder Eis und Schnee. Soweit ich mich erinnere, war das ja besonders für Bremer ein ganz wichtiger Punkt bei der Entwicklung des Fußballsports auf Sankt Pauli.

Nummer 7: Der Antifaschismus
Was Werders Fanszene am vergangenen Spieltag völlig zurecht viel Lob eingebracht hat, wird bei Sankt Pauli bekanntermaßen schon länger praktiziert: Nazis müssen draußen bleiben. Und zum Eigenschutz auch besser auf etwas Abstand vom Stadtteil… Der Vorteil für Jensen am Millerntor: Wenn es doch mal einen Zwischenfall gibt, regelt sich das in der Regel ohne dass der Fanbetreuer die Polizei ruft, die dann die eigenen Leute mit Pfefferspray eindeckt. Der Vorteil ist im wahrsten Sinne des Wortes augenscheinlich.

Nummer 6: Erfolgsfanfreiheit
Auch wenn es in letzter Zeit steil bergauf ging mit dem magischen FC, Platz sieben in Liga zwei und das sträfliche Fehlen von Lechner, Sako und Co. in Doppelpass-Runden, in Panini-Sammel-Alben und auf Bravo-Sport-Postern hält die Erfolgsfangemeinde auf Abstand. Auch nach vier Auswärtsniederlagen in Folge fordern daher immer noch die wenigsten die sofortige Köpfung des gesamten Trainer-Teams. Hat was Entspannendes.

Nummer 5: Die Abwechslung
Auch wenn der Spielbetrieb in Liga zwei den Champions League verwöhnten Fan nicht immer direkt zu 90-minütigen Jubelstürmen hinreißt, ist ein Besuch am Millerntor immer mit großer Spannung verbunden. Welche Tribünenteile sind wohl in den letzten zwei Wochen dazu gekommen? Wo fährt der „Fan-Präsident“ diesmal medienwirksam mit dem Abriss-Bagger vor, obwohl die Verträge für die neue Tribüne noch längst nicht stehen, wo reckt sich das nächste Stahlrohr-Monster von Kurve in den Hamburger Himmel? Wer da nicht aufgeregt ist…

Nummer 4: Das Bier
Hat Herz. Schmeckt. Und gibt es noch ohne eigene Stadionwährung. Auch wenn das knapp war.

Nummer 3: Die Ölsardine
Heute kann es regnen, stürmen oder schneien, denn du bist ja selbst schon – warm wie Sonnenschein. Wie das kommt? Nachdem der FC Sankt Pauli 2005/2006 eine recht erfolgreiche Saison im DFB-Pokal spielte, fiel einigen Fernsehzuschauern mit DFB-Funktion auf, dass in der elektrisierten Masse gar keine Schneisen zu erkennen waren. Seitdem wurde der Verein gezwungen, die Aufgänge freizuhalten. Seitdem haben sich im Stadion zwei Dinge geändert: Es gibt mehr Ordner und weniger Platz zum Stehen. Gerade bei den besser besuchten Spielen, also im Prinzip bei allen, die keine Freundschafts- oder U-18-Länderspiele sind, erzeugt die Nähe zum bisher meist unbekannten Nachbarn daher nicht nur soziale Wärme. Mit etwas Glück lässt sich so auch noch die ein oder andere legale bis semilegale Droge konsumieren – als Dusche oder als Schwade.

Nummer 2: Der Totenkopf
Auch wenn Spätaussiedler aus ehemaligen Sowjetrepubliken aufgrund des von der Hausbesetzerszene ins Stadion geschleppten Symbols der Freibeuter der Liga teilweise noch heute eine Verbindung zur SS vermuten, haben sich die Kleidungsstücke in Alltag und alternativen Stadtteil- und Musiksümpfen bestens bewährt. Damit auf zu linken Pfaden zu wandeln, braucht aber niemand befürchten. Das Logo wurde wie alle Merchandising-Artikel zu 90 Prozent an eine Vermarktungsagentur verkauft, die das Symbol der Rebellion nach den Regeln des Marktes politisch korrekt kapitalisiert. Che Guevara lacht auch gern von Fanutensilien, selbst kubanische Nationalflaggen haben es inzwischen in die Höhle der Anti-Nationalen geschafft. Das nennt man dann Kult.

Nummer 1: Die Fans
Trotz allem Kult und aller Ironie zum Schluss doch noch die Liebeserklärung. Denn es gibt auch wirklich noch viele Gute im und am Millerntor. Bekloppte Abendblatt-Bye-Bye-Bayern-Winkehände mit eigenen Bye-Bye-Littmann-Winkern zu kontern, ein Fanbetreuer, der zusammen mit dem Stadion-Sicherheitschef mangels versagter Polizei-Unterstützung zu zweit in den Chemnitzer Fanblock geht, um eine Nazi-Fahne abzumontieren, ein Sport- und Softporno-Sender, der sich über seinen Sprecher aus verletztem Stolz über Fanproteste gegen von ihm initiierte Spieltagszerstückelungen in der lokalen Boulevard-Presse ausheult, ein organisierter Fanmarsch mit 8000 Menschen gegen eine Polizei-Aktion gegen den Fanladen und jedes Heimspiel eine riesige Choreo – all das hat schon was. Und wenn auswärts ein paar faschistoide Rostocker hupen, hagelt’s auch mal Gürtel. Das ist mein Sankt Pauli. Wer Fußball mag, wer Fankultur ohne Atzengeballer mag und wer Emotionen mag, der ist hier richtig. Also lass es dir nicht entgehen, Jensen!

Dienstag, November 11, 2008

Ist noch braune Suppe da.

Zwei schöne Links zum Thema Nazis in Bremen/in der Bremer Fanszene, die auf das interessante Blog "Verbrochenes.net" führen und hier aus Zeitgründen ausnahmsweise unkommentiert stehen:

Und jetzt alle!


Im Visier der Antikapitalisten

Sonntag, November 09, 2008

Werder-Fans "mobben" Nazis aus dem Blog.

Tolle Aktion der Werder-Fans gestern in Bochum: Sie sorgten dafür, dass beim Auswärtsspiel im Rewirpower-Stadion sechs rechte Bremer Schwachköpfe von der Polizei in Gewahrsam genommen wurden. Mitglieder der Nazi-Organisation "Nordsturm Hansestadt Bremen" (kurz NSHB) wollten ein Banner mit ihrem Logo entrollen und so ein bisschen Werbung für ihr eklig-braunes Gedankengut machen. Die Reaktion der Werder-Anhänger auf die Aktion ihrer "Kameraden": "Nazis raus"-Sprechchöre und kleinere Handgemenge, die letztlich ein Eingreifen der Polizei provozierten und zur Festnahme der sechs Vollpfosten führten.

Das ganze ist ein wunderbares Beispiel von kollektiver Zivilcourage in Fußballstadien, wo rechtsradikale und fremdenfeindliche Fans sonst viel zu oft mit ihren Parolen und Bannern unbehelligt bleiben. Dementsprechend bekamen die Bremer Fans auch viel Applaus, unter anderem von der Samstags-Sportschau und Spiegel Online. Wer mit eigenen Augen sehen möchte, wie die Anti-Nazi-Proteste der Werder-Fans aussahen, bekommt durch dieses Youtube-Video mitten aus dem Block einen kleinen Eindruck:

Mittwoch, November 05, 2008

Mein Kommentar zur gestrigen Werder-Leistung.

*seufz*












Mehr fällt mir dazu nicht ein. Wem das nicht reicht, hier gibt's deutliche Worte en Masse:

bremen4u
Spiegel Online
Süddeutsche Zeitung
Sportschau
WDR5 (Audio)
User-Blog auf spox.com

Dienstag, November 04, 2008

Muss man gesehen haben (2).

Am Samstag stand ich mit ein paar Leuten in der Ostkurve des Weserstadions und wurde Zeuge, wie Diego in der ersten Halbzeit das meiner Meinung nach bisher schönste Tor der gesamten Bundesligasaison erzielte (leider kein Video im Netz zu finden).

Danach sagte ich zu Herrn Bosch, dass ich so ein schickes Tor nicht mehr live im Stadion gesehen hätte seit der Zweitrundenpartie im DFB-Pokal zwischen Werder und Wolfsburg am 28. Oktober 2003. Okay, das Datum musste ich nachschauen, aber an den Treffer erinnere ich mich noch genau: Erste Hälfte der Verlängerung, es steht 1:1. Johan Micoud kommt an den Ball, hebt ihn über einen Gegenspieler ... Den Rest spare ich mir, sieht man ja in diesem Video: